• IT-Karriere:
  • Services:

Fast Food: Deliveroo stellt Essenslieferdienst in Deutschland ein

Nach dem Zusammenschluss seiner Konkurrenten schließt Deliveroo den Betrieb in Deutschland noch in dieser Woche. Das Wachstum sei anderswo viel stärker.

Artikel veröffentlicht am ,
Gründer und Geschäftsführer Will Shu
Gründer und Geschäftsführer Will Shu (Bild: Deliveroo)

Deliveroo beendet seinen Essenslieferdienst in Deutschland noch in dieser Woche. Das gab das britische Unternehmen am 12. August 2019 bekannt. Mit Ablauf des 16. August werde der Betrieb eingestellt. Der Grund sei "die Verdopplung des Umsatzes in anderen Märkten weltweit", die offensichtlich in Deutschland nicht gelang.

Stellenmarkt
  1. Dynamit Nobel Defence GmbH, Berlin
  2. ABS Team GmbH, Bovenden

Deliveroo werde Fahrern, Restaurants und Beschäftigten "angemessene" Vergütungs- und Kulanzpakete bieten.

Deliveroo mit Hauptsitz in London wurde im Jahr 2013 gegründet und ist nach dem Ausstieg in Deutschland noch in 13 Ländern aktiv.

In Deutschland hatte Takeaway aus den Niederlanden mit seiner Marke Lieferando im Dezember 2018 für rund 930 Millionen Euro die Lieferdienste Lieferheld, Pizza.de und Foodora übernommen.

Christoph Schink, Referatsleiter für das Gastgewerbe bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), sagte Golem.de auf Anfrage: "Nach Unternehmensangaben sind in Deutschland 1.000 Fahrer von der Schließung betroffen." Die Fahrer, die Schink Kellner auf Fahrrädern nennt, hätten die Nachricht auch nur aus den Medien erfahren. "Eine Betriebsversammlung gab es nicht."

Von dem Versprechen eines angemessenen Vergütungs- und Kulanzpaketes sei nicht viel zu halten: "Die sehen sich als Technologieunternehmen. Die App soll laufen, die Fahrer sind für Deliveroo so etwas wie Lichter auf dem Display."

Nachdem bei Deliveroo ein Betriebsrat durchgesetzt wurde, habe das Unternehmen gar keine Fahrer mehr fest eingestellt. Die Entlohnung liege bei 5,50 Euro pro Essenslieferung. Maximal seien in Stoßzeiten drei Lieferungen pro Stunden zu schaffen. Meist seien es weniger.

"Wir weinen dem Unternehmen und seinen Geschäftspraktiken, die komplett auf Scheinselbstständigkeit basieren, keine Träne nach. Aber diese sehr kurze Frist zwischen Bekanntmachung und Umsetzung der Geschäftsaufgabe ist ein Schock für die Beschäftigten. Auch das zeigt, welche Nachteile dieses Geschäftsmodell birgt", erklärte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler. Nötig sei eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vom ersten Tag an.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Darksiders 3 für 11,99€, Dirt Rally 2.0 für 4,50€, We Happy Few für 7,99€)
  2. 317,29€ (Bestpreis)
  3. (u. a. Bosch Küchenmaschine für 129,90€, Kaspersky Internet-Security für 29,49€)
  4. (u. a. Anker Wireless Powerbank 10000mAh Qi-zertifiziert für 31,99€, Anker PowerPort+ Atom III...

berritorre 15. Aug 2019

Bequemlichkeit muss ja nicht unbedingt negativ sein. Wenn man etwas zu einem aktzeptablen...

LinuxMcBook 13. Aug 2019

Ist aber günstiger für mich, als wenn ich direkt beim Restaurant bestelle.

AllDayPiano 12. Aug 2019

Gerade im Radio: die Angestellten - natürlich durchweg scheinselbstständig - haben heute...


Folgen Sie uns
       


Honda E Probe gefahren

Der Honda E ist ein Elektro-Kleinwagen, dessen Design an alte Honda-Modelle aus den 1970er Jahren erinnert.

Honda E Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /