Farbtemperatur-Anpasser: F.lux für iOS von Apple gestoppt

Apple hat die Verbreitung von F.lux für iOS(öffnet im neuen Fenster) unterbunden. Nach Angaben der Entwickler hat sich der Hersteller gemeldet, nachdem der Farbtemperatur-Anpasser von der Website des Teams zum Download zum Sideloading angeboten wurde. Das geht, weil Apple seit kurzem erlaubt, dass Apps auch ohne Mitgliedschaft im Entwicklerprogramm über die Entwicklungsumgebung XCode auf dem eigenen iOS-Gerät installiert werden. Xcode signiert die Anwendung selbst.
Wie die Entwickler F.lux integrierten, missfiel Apple allerdings. Dabei wurde eine vorkompilierte Binary in das Projekt eingebunden. Diesem Vorgehen stünden die Klauseln des Entwicklervertrages entgegen. Das Programm wurde deshalb freiwillig wieder von der Website genommen. Einen Rechtsstreit scheint es nicht zu geben.
F.lux für iOS ist im Grunde genommen kein neues Programm, und für Geräte mit Jailbreak ist es nach wie vor verfügbar. Das Sideloading ist jedoch eine Möglichkeit gewesen, nicht von Apple autorisierte Anwendung auf unbehandelte Geräte aufzuspielen.
Auf den Desktop-Betriebssystemen Windows, Linux und OS X(öffnet im neuen Fenster) ändert F.lux die Displayeinstellungen passend zur aktuellen Lichtfarbe des Sonnenlichts. Dazu verwendet sie aber keinen Sensor, sondern nutzt das Internet, um den Sonnenstand am Standort des Nutzers zu berechnen. Alternativ kann natürlich der Nutzer das Display auch manuell einstellen oder dem Programm mitteilen, was für eine Beleuchtung im Raum verwendet wird. Die Werte für die Tages- und Nachtfarbtemperatur werden mit Schiebereglern justiert. Mit einem Knopf lassen sich diese Änderungen vorübergehend deaktivieren. Dann wird zum Beispiel bei farbkritischen Arbeiten auf den Standardwert zurückgegriffen.