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Far Cry New Dawn im Test: Die Apokalypse ist chaotisch, spaßig und hat Pay to Win

Grizzly frisst Bandit, Buggy rammt Grizzly: Far Cry New Dawn zeigt eine wunderbar chaotische Postapokalypse, die gerade bei der Geschichte und dem Schwierigkeitsgrad viel besser macht als der Vorgänger. Schade, dass die bunte Welt von Mikrotransaktionen getrübt wird.

Ein Test von veröffentlicht am
Die Gegenspielerinnen kommen diesmal im Doppelpack.
Die Gegenspielerinnen kommen diesmal im Doppelpack. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Atombomben fallen auf das idyllische Montana, die Welt liegt in Trümmern. Das Ende von Ubisofts Ego-Shooter Far Cry 5 ist der Anfang des neuen Ablegers Far Cry New Dawn. Jahre nach der nuklearen Apokalypse öffnen sich die Bunker und Menschen wandeln erneut über das nun frisch erblühte und farbenfrohe Hope County, nebst weiß leuchtenden Elchen und grün glänzenden Bären. Die Welt wirkt durch die grelle Farbpalette surreal und stimmig.

Inhalt:
  1. Far Cry New Dawn im Test: Die Apokalypse ist chaotisch, spaßig und hat Pay to Win
  2. Ein Dorf aus Alkohol und Panzerband

Wir sind als der männliche oder weibliche Protagonist, der einfach nur Captain genannt wird, auf einer Mission, Waffen und Vorräte an die Bewohner des abgeschotteten Tals zu liefern. Allerdings kommt in bekannter Far-Cry-Tradition nichts so, wie es sollte. Unser Zug entgleist und wir werden verfolgt von den Highwaymen, einer skrupellosen Räuberbande, deren Anführerinnen die so verrückten wie charismatischen, bösen Zwillingsschwestern Mickey und Lou sind. Schon in den ersten Spielminuten machen wir Bekanntschaft mit den zwei Damen und ihren Handlangern in schwerer Rüstung.

Wahnsinnige Antagonisten in einer offenen Spielwelt sind natürlich für ein Far-Cry-Spiel nicht sonderlich originell. Ubisoft schafft es aber, nicht so übertriebene Gegenspielerinnen zu schaffen, die untereinander zudem teils verschiedene Ansichten vertreten. Die Hauptgeschichte zu verfolgen, wird daher nicht so schnell langweilig, wie es noch beim Vorgänger der Fall war. Der hatte uns in die immer wieder gleiche Gefangenensituation und zum Anhören inhaltsloser Monologe der generischen Gegenspieler gezwungen. Ebenfalls gut: In New Dawn können wir uns immer entscheiden, ob wir die Hauptstory verfolgen oder erst einmal die Welt erkunden - es gibt keine ohne unsere Zustimmung startenden Missionen.

Denn obwohl das Spielareal nur eine postapokalyptische Version von Hope County ist - sogar die Levelgrenzen sind ähnlich - sieht die Welt sehr facettenreich und vielfältig aus. Überall gibt es etwas zu entdecken. Wir können etwa wieder auf die Schatzsuchen gehen, die sich als unterhaltsame Minirätsel präsentieren. Auf dem Streifzug durch die Wildnis treffen wir auch wieder auf jede Menge Zufallsereignisse. Neu sind Plünderer, die wir besiegen und anschließend für viele Ressourcen selbst ausplündern können, und Versorgungspakete, die aus der Luft abgeworfen werden und die wertvolles Ethanol für den Ausbau unserer Basis enthalten.

  • Der Ingame-Shop ist ziemlich auffällig. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch in New Dawn gibt es wieder Begleiter. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wichtige Ressource: Ethanol (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Knarren sehen postapokalyptisch aus. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schießeisen kommen in verschiedenen Stufen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Fähigkeitenbaum ist nahezu identisch zum Vorgänger. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Ingame-Shop können wir uns das beste Zeug auch kaufen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In Prosperity rüsten wir Stationen auf. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gegner sind sehr zäh, wie dieser Stufe-3-Bär. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Airdrops in malerischer Landschaft. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch in New Dawn können wir wieder Zivilisten retten... (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ...oder Außenposten befreien. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Expeditionen sind eine nette Neuerung. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schatzsuchen machen auch Spaß. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Antagonisten sind wieder ziemlich verrückt. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Spiel sieht durch die bunte Farbpalette sehr surreal und stimmig aus. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Waffenhandling ist dem Vorgänger nachempfunden. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Home, sweet Home: Prosperity ist unsere Kommandozentrale. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hätten wir unseren treuen Hund nicht, wären wir schon mehrmals tot. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In New Dawn liegen Idylle und Chaos nah beieinander. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Airdrops in malerischer Landschaft. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Idylle und Chaos dicht beisammen

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Es macht Spaß, durch karge Wälder zu stapfen und über knallbunte Wiesen zu streifen. Grafisch ist New Dawn noch einmal ein bisschen hübscher, da es mit seinen bunten Farben sehr stilisiert wirkt. Die Idylle wird dabei in fast schon komischer Weise von vielen zufälligen Ereignissen unterbrochen. Wenn eine Bande Räuber von einem verstrahlten Grizzlybären angefallen wird und von der Seite plötzlich ein Lastwagen mit noch mehr Schergen zu Hilfe eilt, entlockt uns das allein wegen der Absurdität der Situation ein Lächeln.

  • Der Ingame-Shop ist ziemlich auffällig. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch in New Dawn gibt es wieder Begleiter. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wichtige Ressource: Ethanol (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Knarren sehen postapokalyptisch aus. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schießeisen kommen in verschiedenen Stufen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Fähigkeitenbaum ist nahezu identisch zum Vorgänger. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Ingame-Shop können wir uns das beste Zeug auch kaufen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In Prosperity rüsten wir Stationen auf. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gegner sind sehr zäh, wie dieser Stufe-3-Bär. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Airdrops in malerischer Landschaft. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch in New Dawn können wir wieder Zivilisten retten... (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ...oder Außenposten befreien. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Expeditionen sind eine nette Neuerung. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schatzsuchen machen auch Spaß. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Antagonisten sind wieder ziemlich verrückt. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Spiel sieht durch die bunte Farbpalette sehr surreal und stimmig aus. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Waffenhandling ist dem Vorgänger nachempfunden. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Home, sweet Home: Prosperity ist unsere Kommandozentrale. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hätten wir unseren treuen Hund nicht, wären wir schon mehrmals tot. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In New Dawn liegen Idylle und Chaos nah beieinander. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
In New Dawn liegen Idylle und Chaos nah beieinander. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Dass die computergesteuerten Gegner dabei genauso strohdumm agieren wie im Vorgänger, ist noch einmal unfreiwillig komischer. Der Schwierigkeitsgrad von New Dawn ist auf eine andere erfreuliche Weise wesentlich höher angesetzt. Wir haben den Titel auf dem zum Start höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt. Selbst Shooter-Veteranen finden hier eine Herausforderung. Das liegt am neuen Stufensystem, das New Dawn einführt. Ähnlich wie bei Loot-Shootern wie The Division teilen sich Gegner in normale, starke, Elite und Champions ein.

Die Stärke von Gegnern erkennen wir an der jeweilige Farbe des Lebensbalkens, die in New Dawn über den Gegnern schweben. Teilweise werden Feinde so zu echt zähen Kugelfängern. Nachdem der Grizzlybär sich fünf oder sechs Schurken schmecken hat lassen, sollten wir der Nachtisch werden. Erst nach mehreren Schrotladungen geht das verseuchte Vieh zu Boden - Glück gehabt. Dabei erkennen wir einen weiteren Unterschied zum Vorgänger: Treffer zeigt uns das Spiel mit Schadenszahlen an. Das ist praktisch, wenn wir wissen wollen, wie weit unsere Schrotflinte überhaupt effektiv ist und wie viele unserer Schüsse daneben gehen.

  • Der Ingame-Shop ist ziemlich auffällig. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch in New Dawn gibt es wieder Begleiter. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wichtige Ressource: Ethanol (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Knarren sehen postapokalyptisch aus. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schießeisen kommen in verschiedenen Stufen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Fähigkeitenbaum ist nahezu identisch zum Vorgänger. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Ingame-Shop können wir uns das beste Zeug auch kaufen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In Prosperity rüsten wir Stationen auf. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gegner sind sehr zäh, wie dieser Stufe-3-Bär. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Airdrops in malerischer Landschaft. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch in New Dawn können wir wieder Zivilisten retten... (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ...oder Außenposten befreien. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Expeditionen sind eine nette Neuerung. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Schatzsuchen machen auch Spaß. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Antagonisten sind wieder ziemlich verrückt. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Spiel sieht durch die bunte Farbpalette sehr surreal und stimmig aus. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Waffenhandling ist dem Vorgänger nachempfunden. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Home, sweet Home: Prosperity ist unsere Kommandozentrale. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hätten wir unseren treuen Hund nicht, wären wir schon mehrmals tot. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In New Dawn liegen Idylle und Chaos nah beieinander. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Der Fähigkeitenbaum ist nahezu identisch zum Vorgänger. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Alternativ lassen sich diese GUI-Elemente aber auch abschalten, sodass New Dawn wieder näher an den fünften Serienteil heranrückt. Generell ist die Menüführung samt Karte, Charakteranpassung, Inventar und Läden nahezu identisch. Das gilt auch für den Fähigkeitenbaum, in den wir unsere hart verdienten Vorteilspunkte hineinstecken können. Wir schalten Mechaniken wie den Enterhaken, Schlösser knacken, Angeln und andere Dinge frei, fragen uns dabei aber wie im Vorgänger: Warum versteckt Ubisoft wichtige Spielelemente hinter Fähigkeiten? Die müssen wir sowieso freischalten, um an Teile der Spielwelt zu gelangen oder mehr wertvolle Ressourcen zu finden. Wir finden, dass die Entwickler beim Skillsystem viel Potenzial und Kreativität verschenken.

Eine größere Auswahl an den gleichen Waffen

Neben der Schrotflinte können wir uns mit einer ziemlich großen Auswahl an Knarren ausrüsten. Allerdings handelt es sich dabei um Neuauflagen der Kanonen, die wir schon aus dem Vorgänger kennen, etwa das M4-Sturmgewehr, den 1911-Colt oder den RPG7-Werfer. Ubisoft hat lediglich die Optik ein wenig angepasst. An unserem AK-47-Sturmgewehr ist etwa ein Schraubenzieher mit Klebeband angebaut oder eine Spraydose dient als Schalldämpfer.

Viele unserer Schießeisen gibt es in ähnlicher Form mit verschiedenen Aufsätzen. Die Lever-Action-Repetierflinte ist jetzt etwa lautlos und hat immer eine Zieloptik montiert. Die Komponenten können wir nicht anpassen. Dafür gibt es wesentlich mehr Auswahl, die wie die Gegner in vier Stufen eingeteilt ist, und die wir im Nachhinein mit gesammeltem Schrott freischalten.

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SirFartALot 21. Feb 2019

Naja, Godmode und Co. hast trotzdem keinen. :) Zahlst halt auch nur, um weniger farmen zu...

SirFartALot 21. Feb 2019

Auch fuer Offline Games kannst gern mal Kohle hinlegen, wenn CE dazu nichts hat das...

Aki-San 20. Feb 2019

@Lanski: Nope, warte auf die Steam Version. Nach Origin werde ich mir keinen Installer...

SirFartALot 15. Feb 2019

Du siehst am Schirm ja welche Aufmerksamkeit die Gegner auf dich haben.


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