Far Cry 6 im Test: Befreiungskampf am Albtraumstrand

Wunderschöne Karibikkulisse und ein Diktator mit innerfamiliären Konflikten: Far Cry 6 schickt uns schwer bewaffnet in eine riesige Sandbox.

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Artwork von Far Cry 6
Artwork von Far Cry 6 (Bild: Ubisoft)

Wir könnten einfach abhauen! Ernsthaft: In Far Cry 6 haben wir die Möglichkeit, kurz nach dem Start die Insel Yara und damit den Kampf zwischen der Rebellenorganisation Libertad und dem Diktator Castillo zu verlassen. Dann ist das Actionspiel beendet und wir sehen den Abspann.

Inhalt:
  1. Far Cry 6 im Test: Befreiungskampf am Albtraumstrand
  2. Far Cry 6: Verfügbarkeit und Fazit

Machen wir natürlich nicht, oder besser: Wir fangen neu an. Und steigen in die Auseinandersetzungen auf der an Kuba erinnernden Karibikinsel Yara ein. Dazu steuern wir unsere wahlweise weibliche oder männliche Hauptfigur namens Dani, mit der oder dem wir Libertad helfen, drei mächtige Fraktionen im Kampf gegen das Regime zu vereinen.

Die Handlung wird in aufwendigen Zwischenszenen erzählt und bietet interessante Nebenaspekte, etwa unübersehbare Spannungen zwischen Diktator Antón Castillo und seinem Sohn Diego, der nicht in die Fußstapfen des Herrn Papa treten möchte.

Ebenfalls wichtig ist ein Element namens Viviro, das auf Tabakplantagen gewonnen wird und ein effektives Medikament gegen Krebs sein könnte. Jedenfalls dann, wenn die an der Landbevölkerung durchgeführten Experimente irgendwann erfolgreich sind. Momentan sind sie das nicht, stattdessen werden die Probanden wahnsinnig.

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Als Dani können wir uns in der Ich-Perspektive weitgehend frei auf Yara bewegen, um feindliche Stellungen zu erobern, Missionen für Libertad und Verbündete auszuführen und schlicht möglichst viele Soldaten von Castillo über den Haufen zu schießen.

Das Gameplay ist fast vollständig aus den Vorgängern bekannt, richtig neue Elemente gibt es nur wenige. Eines der wichtigeren ist die Option, die Waffe wegzustecken und die teils malerischen Siedlungen sowie Teile der Hauptstadt unbehelligt von Soldaten zu erkunden.

Es ist ein Problem für die Immersion in Far Cry 6, dass die Inselwelt so schön aussieht - denn den Schrecken der Castillo-Herrschaft spüren wir kaum. Es gibt zwar ab und zu besondere Orte voller Leichen, aber davon abgesehen wirkt Yara weitgehend friedlich und idyllisch.

Kontakt mit der unterjochten Landbevölkerung gibt es nur sporadisch, und die teils wie Supermodels aussehenden Rebellen sind - bis auf einige Schockszenen - erstaunlich locker drauf.

Es kommt schon mal vor, dass uns eine Widerstandskämpferin im Vorbeigehen sagt, dass sie eine feindliche Flugabwehranlage auf der Karte markiert hat - "du weißt, was zu tun ist". Wissen wir zwar tatsächlich, aber ein bisschen ernsthafter hätte Ubisoft so etwas schon verpacken können.

Neben den Missionen gibt es noch eine weitere zentrale Beschäftigung in Far Cry 6: sammeln. Wie in den Vorgängern müssen wir Truhen finden und Gegenstände in unser Inventar übertragen, um damit später unsere Ausrüstung zu verbessern.

Das Waffensystem hat einen interessanten Ansatz, weil viele Pistolen und Gewehre zu großen Teilen aus Alltagsgegenständen (Nagelpistolen) zusammengebastelt wurden. Tatsächlich fühlen sie sich aber nicht viel anders an als gewöhnliche Schrotflinten oder Maschinenpistolen in Spielen.

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Eine Besonderheit ist Supremo, ein auf dem Rücken getragener Flammenwerfer mit Spezialfähigkeiten, die sich allmählich aufladen. Damit können wir beispielsweise in brenzligen Situationen einen Feuerkreis um uns herum entzünden, der Feinde in Brand steckt.

  • In Kämpfen gibt es oft viele Explosionen und Flammenbälle. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Für den Panzer benötigen wir eine Spezialwaffe - oder viele Benzinkanister. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte sehen wir die Welt von Yara. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Nur in bestimmten Siedlungen wechselt das Programm in die Außen-Perspektive - der Wechsel erfolgt immer etwas unvermittelt. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung der Autos und der anderen Vehikel ist einfach und macht Spaß. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Beim Spielstart wählen wir eine weibliche oder einen männlichen Dani. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Längst nicht alle Hauptmissionen sind so spektakulär wie dieser Einsatz auf Schiffen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Aufträge wie den mit Begleithund Chorizo nehmen wir auf diesen Seiten an. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • In Camps können wir ein paar Gebäude errichten - per Menü. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Sonnenuntergang lädt zu einer Bootsfahrt ein. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
In Kämpfen gibt es oft viele Explosionen und Flammenbälle. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Besonders oft ist das aber nicht nötig, weil die beiden Schwierigkeitsgrade nicht allzu knackig sind und sich die Feinde sehr voraussehbar verhalten.

Auf den Konsolen gibt es keine unterschiedlichen Leistungs- und Qualitätseinstellungen, stattdessen nimmt das Spiel alle Grafikeinstellungen selbst vor; an fortgeschrittenen Optionen können wir lediglich die Bewegungsunschärfe deaktivieren. Auf der Playstation 5 lief das Programm bei uns in 4K mit stabilen 60 fps.

Auf der PS4 sieht das Programm im Großen und Ganzen recht ähnlich aus, Unterschiede gibt es vor allem bei der Darstellung weiter entfernter Umgebungen und Objekte - hier zeigt die ältere Konsole wesentlich weniger Details. Außerdem kommen niedrigere Auflösungen und vor allem niedrigere Bildraten zum Einsatz. Ein weiterer Unterschied sind die Ladezeiten: Die PS5 lädt das Spiel typischerweise in unter 10 Sekunden, die PS4 benötigt gut eine Minute.

Echte Ruckler hatten wir beim Ausprobieren nicht, aber Bewegungen fühlen sich zäher an, was auf Dauer den Spielspaß mindert. Die Xbox-Versionen lagen uns nicht vor, die PC-Systemanforderungen sind in sich teils unlogisch.

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Far Cry 6: Verfügbarkeit und Fazit 
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