Welcher Verbreitungsgrad ist für die App erforderlich?

Die Bundesregierung will keine konkrete Zielmarke für die Verbreitung der App nennen. Es sei nicht so, "dass sie gar nichts bringt, wenn nur wenige mitmachen. Sondern jeder, der zusätzlich mitmacht, ist eine Hilfe, um Kontaktketten nachzuverfolgen", sagte eine Regierungssprecherin. Die BAG schreibt dazu: "Gemäß einer Studie aus Oxford sollten 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung bei den Quarantäne-Maßnahmen innerhalb der Eindämmungsphase mitmachen, damit die Epidemie eingedämmt werden kann." Da viele jüngere oder ältere Menschen in Deutschland kein Smartphone besitzen, müssten sich fast alle übrigen die App herunterladen, um auf die Quote von 65 Prozent oder höher zu kommen.

  • So ähnlich wie die Demoversion der Schweizer Corona-App könnte auch die App der Bundesregierung aussehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach einem positiven Test werden temporäe Schlüssel der vergangenen Tage hochgeladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Hochladen ist nur mit einer TAN der Gesundheitsbehörden oder Testlabore möglich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Google und Apple erhoffen sich durch das Bluetooth-Verfahren die leichtere Ermittlung von Kontakten mit Infizierten. (Grafik: Apple/Google)
  • Die neue Bluetooth-Schnittstelle lässt sich bei Android über die Google-Dienste verwalten. (Screenshot: Golem.de)
  • Aktivieren lässt sich die API jedoch nur mit einer offiziellen App. (Screenshot: Golem.de)
  • Das sind die Vorgaben von Google und Apple für die Nutzung der Schnittstelle. (Screenshot: Golem.de)
  • Erst nach dem Aktivieren der Funktion in der Corona-App werden die IDs versendet. (Screenshot: Golem.de)
  • In den Einstellungen kann man alle gespeicherten IDs löschen. (Screenshot: Golem.de)
  • Der zeitliche Ablauf von Datenübertragungen beim Konzept DP-3T (Grafik: DP-3T)
  • Die Auswertung des Infektionsrisikos erfolgt auf den Endgeräten der Nutzer. (Grafik: DP-3T)
  • Es ist eine hohe Verbreitung der App erforderlich, damit bei einer zufälligen Begegnung zweier Personen die IDs ausgetauscht werden können. (Grafik: Golem.de)
  • So berechnet die App das Infektionsrisiko nach einem registrierten Kontakt. (Grafik: Apple/Google)
Es ist eine hohe Verbreitung der App erforderlich, damit bei einer zufälligen Begegnung zweier Personen die IDs ausgetauscht werden können. (Grafik: Golem.de)
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Erst ab einer Quote von mehr als 70 Prozent kann zumindest jeder zweite Kontakt von den Apps registriert werden. Selbst in Island, wo fast 40 Prozent der Bevölkerung die Corona-App installiert hat, ist ihr ein nur sehr eingeschränkter Nutzen zugesprochen worden.

Ist die Installation der App empfehlenswert?

Die Erfahrungen mit Corona-Apps in anderen Ländern sprechen nicht dafür, dass sie andere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie oder die traditionelle Kontaktnachverfolgung annähernd ersetzen können. Selbst die Bundesregierung will die Erwartungen nicht zu hochschrauben. Befürchtungen, die App könne als Instrument zum Tracking der Bevölkerung genutzt werden, sind durch die Verwendung des dezentralen Konzepts allerdings bislang nicht berechtigt.

Da der Quellcode offen ist, lassen sich die Funktionen der App in puncto Sicherheit und Datenschutz genau prüfen. Kritisch ist aber zu sehen, dass für die App permanent die Bluetooth-Schnittstelle aktiviert sein muss.

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Ein echter Misserfolg könnte die App werden, wenn sich deren Nutzerinnen und Nutzer zu viel Sicherheit davon versprechen und andere Schutzvorkehrungen gegen die Verbreitung des Virus unterlassen. Besser als die erfolgreiche Verfolgung von Infektionsketten ist es allemal, neue Infektionen zu vermeiden.

Links zu weiteren FAQs

Nachtrag vom 9. Juni 2020, 14:01 Uhr

Wir haben die Antworten zur Standortermittlung (S. 2 und S. 5) und zur Verfügbarkeit der App (S. 6) aktualisiert. Anders als ursprünglich von Google geplant, ist die Standortermittlung nicht mehr erforderlich. Zudem hat Huawei eine Schnittstelle für Google-freie Android-Geräte bereitgestellt.

Nachtrag vom 16. Juni 2020, 10:25 Uhr

Wir haben den Start der App ergänzt. Zudem haben wir die Antworten zur Standortermittlung ergänzt. Damit wird deutlich gemacht, dass die App zwar keine Standortfreigabe benötigt, dies jedoch bei der Aktivierung der Bluetooth-Schnittstelle erforderlich ist.

Nachtrag vom 22. Juni 2020, 11:43 Uhr

Wir haben weitere Angaben zur Standortermittlung ergänzt. Damit wird deutlich, dass bei deaktivierter Standortermittlung keine IDs ausgetauscht werden, die Risiko-Ermittlung auf Basis vorher ausgetauschter IDs jedoch möglich ist.

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fg (Golem.de) 22. Jun 2020

Hallo! Der Screenshot ist in der Tat noch von der Schweizer App. Als der Artikel...

Berzerk 16. Jun 2020

Ich nutze sie alleine nicht alleine weil ich es nicht gut finde das solche...

ibsi 16. Jun 2020

Ja, geht https://forum.golem.de/golem-events/expertentalk-rund-um-die-corona-app-am-28.5...

Peter V. 16. Jun 2020

Wie sehr hast Du dich mit der Technik beschäftigt? Bluetooth ist dafür ausreichend, es...

Peter V. 16. Jun 2020

Man wird sehen wie gut die App funktioniert, dann wird man auch Anreize schaffen...



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