Fanatec: Corsair will deutschen Rennsimulationsspezialisten kaufen
Mit Steuerknüppeln, Lenkrädern und Pedalen von Fanatec können sich Rennsimulationsfans ein komplettes Rennstudio zusammenbauen. In letzter Zeit litt der Ruf des deutschen Unternehmens allerdings: Kunden erhalten ihre Ware nicht und es dauert generell lang, mit dem Support in Kontakt zu treten. Da wundert es nicht, dass die Firma mit etwa 70 Millionen Euro Schulden zu kämpfen hat.
Möglicherweise könnte sich das bald bessern. Corsair, bekannt für PC-Peripherie und -Komponenten, ist in Gesprächen mit dem Unternehmen und denkt über eine Übernahme nach. "Diese Transaktion würde das signifikante Schuldenproblem der Firma lösen und sie für kontinuierliches Wachstum aufstellen" , sagt Corsair-CEO Andy Paul in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) . Bisher ist der Deal aber noch nicht sicher. Deutsche Behörden müssen ihn erst absegnen.
Probleme seit mehreren Monaten
Fanatec hatte sich einen guten Ruf in der Racing-Sim-Community aufgebaut. Allerdings haben sich im Jahr 2024 immer mehr Menschen über die Zustände im Unternehmen beschwert. Ende April 2024 schrieb ein User etwa(öffnet im neuen Fenster) : "Ich habe im Januar bestellt, aber es gibt nichts als Verzögerungen." Im gleichen Thread tauschen sich mehrere Käufer mit ähnlichen Problemen aus.
Ein anderer Forenpost spricht im Detail über Probleme mit dem Kundensupport bei Fanatec. "Wie bei vielen anderen auch bin ich in einer Situation, dass mein Kauf irgendwo im Nichts verschwunden ist" , schreibt(öffnet im neuen Fenster) der User. Das Problem sei es auch, dass Fanatec weiterhin Bestellungen entgegennimmt und diese offensichtlich nicht erfüllen kann. Ob sich das mit einer Übernahme durch Corsair ändert, ist ungewiss. Die Chance besteht aber durchaus.



