Faltbares Smartphone: Samsung verkauft eine Million Galaxy Fold

Bereits eine Million Kunden haben mehr als 2.000 Euro für ein Galaxy Fold bezahlt. Für Samsung ist das der Beweis, dass es einen Markt für faltbare Smartphones gibt.

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Das Samsung Galaxy Fold hat ein faltbares Display.
Das Samsung Galaxy Fold hat ein faltbares Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Samsungs Galaxy Fold ist weltweit bereits eine Million Mal verkauft worden. Diese Zahl nannte das Unternehmen bei einer Techcrunch-Veranstaltung in Berlin, bei der Young Sohn, Präsident von Samsung Electronics, auftrat. Auf die Frage, ob das Galaxy Fold mit einem Preis von mehr 2.000 Euro nicht zu teuer für ein Beta-Produkt sei, antwortete Sohn, dass sich bereits eine Million Käufer für das Gerät entschieden hätten.

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Das Galaxy Fold hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich: Eigentlich sollte das Smartphone bereits Ende April 2019 auf den Markt kommen. Journalisten entdeckten bei Vorabtests jedoch zahlreiche technische Mängel, die Samsung während der Entwicklung entweder nicht bemerkt oder ignoriert hatte.

Unter anderem konnten die Tester eine Schutzfolie auf dem Bildschirm entfernen, die unbedingt auf dem Display verbleiben musste. Dazu fand sich jedoch kein Hinweis in der Dokumentation zum Galaxy Fold. Das Entfernen der Folie führte zur dauerhaften Beschädigung des Displays.

Überarbeitetes Galaxy Fold

Außerdem konnte durch einen sehr breiten Spalt am Faltgelenk des Galaxy Fold Staub in den Bereich hinter dem Display eindringen. Beim Zuklappen zerstörten diese kleinen Teile bei einigen Journalisten das Display von der Rückseite her. Die neue Version des Galaxy Fold erschien im September 2019 mit einem überarbeiteten Gelenk, das verhindern soll, dass Schmutz eindringen kann. Außerdem wurde die Schutzfolie vergrößert, so dass sie bis unter den Rahmen reicht. So sollen Nutzer nicht mehr auf die Idee kommen, die Folie zu entfernen.

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Das Galaxy Fold ist das erste breit verfügbare Smartphone mit einem faltbaren Display. In unserem Test des Galaxy Fold funktionierte der Mechanismus sehr gut, das aufgeklappte Gerät ist absolut plan und stabil. Ebenso gut setzte Samsung das Umschalten zwischen innenliegendem Display und zweitem Außendisplay um.

Am Ende des Tests ließ uns das Konzept dennoch eher nachdenklich zurück. Grundsätzlich machten wir uns Gedanken um die Langlebigkeit des Gerätes: Der Faltbildschirm ist aus Kunststoff, voraussichtlich wird das Material im Laufe der Zeit verkratzen - besonders, wenn dauernd mit dem Finger darübergestrichen wird. Im Alltag würden wir das Galaxy Fold entsprechend wie ein rohes Ei behandeln.

Der aufgeklappte Faltbildschirm bietet zudem nicht so viele Vorteile, wie sich zunächst vermuten lässt: Beim Videoschauen beispielsweise erhalten wir bei aktuellen Filmen und Serien häufig kein größeres Bild auf dem Galaxy Fold als auf anderen modernen Smartphones mit klassischer Form. Das 4:3-Format passt schlicht nicht zu der Art und Weise, wie heutzutage Filme und Serien produziert werden. Praktisch ist das Display hingegen für Webbrowsing oder Spiele.

Nachtrag vom 15. Dezember 2019

Samsung hat sich selbst dementiert und bestritten, dass das Galaxy Fold bereits eine Million Mal verkauft wurde. Allerdings hat Samsung keine korrigierte Verkaufszahl genannt.

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davidflo 16. Dez 2019

1kk = 1 kilo*kilo? :) Und ich hab mich immer gefragt, wieso wir in der Schule das SI...

jkow 16. Dez 2019

Ja, da hätte ich bei Samsung auch so meine Bedenken. ;-)

jkow 16. Dez 2019

Kurz hatte ich mich ja gefragt, wie so ein Galaxy Fold inzwischen wohl aussieht... Danke...

grutzt 14. Dez 2019

IST das Spionage, Kerle (was auch immer das bedeutet^^) . War das so schwer zu erraten...



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