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Faltbare Smartphones: Das klappt noch nicht

Jahrelang haben Hersteller angestrengt an faltbaren Smartphones gearbeitet, doch ihre Mühen werden sich im kommenden Jahr kaum auszahlen. Denn seit die ersten dieser Geräte vorgestellt wurden, drängt sich die Frage auf: Ist das überhaupt eine vielversprechende Idee?

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Das neue Razr von Motorola
Das neue Razr von Motorola (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nach zahlreichen Ankündigungen, dass es bald so weit sein würde, wurden 2019 die ersten ernstzunehmenden faltbaren Geräte vorgestellt und sind sogar in den Handel gekommen. Dass 2020 zum Falt-Jahr wird, ist aber unwahrscheinlich: Zu groß sind die technischen Herausforderungen, zu klein die Nachfrage bei den Konsumenten.

Inhalt:
  1. Faltbare Smartphones: Das klappt noch nicht
  2. Braucht die Welt faltbare Smartphones?

Samsung hat 2019 mit dem Galaxy Fold das erste kommerziell weitläufig erhältliche Smartphone mit faltbarem Display präsentiert. Der Start verlief allerdings mit erheblichen Problemen und einem gewissen Imageverlust. Immerhin hat Samsung es aber am Ende geschafft, sein Gerät noch vor der Konkurrenz von Huawei international anbieten zu können: Huawei verkauft sein ebenfalls verspätetes Mate X bisher nur in China.

Zum Ende des Jahres 2019 hat zudem Motorola mit der Neuauflage des Razr ein weiteres faltbares Smartphone mit interessantem Design vorgestellt. Die Clamshell-Bauweise des Razr, bei der das Gerät wie ein Klapphandy horizontal in der Mitte zusammengeklappt wird, scheint auch Samsung zu interessieren: Gerüchten zufolge arbeiten südkoreanische Hersteller an einem Gerät gleicher Bauweise.

Wie haltbar ist ein Display aus Kunststoff?

Dass 2019 noch nicht der Durchbruch für faltbare Smartphones war, liegt an mehreren Faktoren: der Haltbarkeit des Displaymaterials, dem Gerätedesign sowie dem Preis. Die ungelösten Probleme werden auch 2020 Verbraucher eher abschrecken, eines der neuen Geräte zu kaufen.

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Alle Hersteller von Smartphones mit faltbarem Display haben nämlich bisher das entscheidende Problem der neuen Bildschirmtechnologie nicht lösen können: Die Panels sind aus Kunststoff, der - selbst mit einer Beschichtung - bei weitem nicht so kratzfest ist wie ein mit Glas geschütztes Display. Selbst bei den Bauformen, bei denen das Display im Innenbereich des Smartphones liegt, müssen Nutzer mit Fingernägeln, spitzen Gegenständen und verriebenem Staub vorsichtig sein.

Darunter leidet die Alltagstauglichkeit der Geräte ungemein. Aktuell ist ein Smartphone mit faltbarem Display nicht so widerstandsfähig wie ein herkömmliches Smartphone. Neben der fragilen Oberfläche ist bei manchen Modellen zudem unklar, ob Staub nicht sehr leicht in das Gehäuse eindringen kann. Samsung will das Problem mit der zweiten Version des Galaxy Fold gelöst haben, bei Motorolas Razr sehen wir die Gefahr eindringenden Schmutzes allerdings deutlich. Bei den meisten herkömmlichen Topsmartphones ist ein Schutz vor Wasser und Staub mittlerweile Standard - die faltbaren Modelle würden wir nicht einmal in die Nähe von Sand oder Staub, geschweige denn Wasser lassen.

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Braucht die Welt faltbare Smartphones? 
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Pecker 07. Jan 2020

Also Klapphandys waren Ende der 90er Anfang der 2000er der letzte Schrei und wurden...

bennob87 07. Jan 2020

Nix, bin doof.

E-Narr 06. Jan 2020

Ich schließe mich an. Dass Displays komplett randlos sein können, hat Samsung ja unter...

elidor 06. Jan 2020

Ich glaube auch, dass die Faltsmartphones nur aktuell noch einen sehr kleinen Markt...

robinx999 06. Jan 2020

Wobei ich sagen muss die Sprachsteuerung von Netflix mittels Google Home Mini und...


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