Braucht die Welt faltbare Smartphones?

Auch die Gerätedesigns entsprechen bisher nicht immer den aktuellen Anforderungen an ein Smartphone. Das Galaxy Fold beispielsweise mussten wir im Test immer umständlich aufklappen, weil wir den kleinen Außenbildschirm im Alltag für viele Aufgaben nicht verwenden konnten oder wollten. Das Mate X von Huawei muss immer erst aus einer Tasche gezogen werden, da der empfindliche Bildschirm auf der Außenseite liegt; ohne die kleine Tasche dürfte das Gerät binnen Tagen zerkratzt sein. Lediglich das Razr scheint für uns alltagstauglich zu sein: Zusammengeklappt ist das Gerät sehr klein, aufgeklappt so groß wie ein normales Smartphone.

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Angesichts von Preisen zwischen 1.500 und über 2.000 Euro dürften die bisher vorgestellten faltbaren Smartphones alles andere als Verkaufsrenner sein. Den Geräten kann man einen gewissen Reiz des Neuen natürlich nicht absprechen - entsprechend werden sich sicherlich einige sogenannte Early Adopter finden, die sich eines der Geräte zulegen werden. Für den Großteil der Nutzer sind die Geräte aber schlichtweg zu teuer, insbesondere auch angesichts der Empfindlichkeit und möglichen Anfälligkeit. Für weitaus weniger als die Hälfte des Preises für das Galaxy Fold bekommen Käufer ein herkömmliches Topsmartphone mit schnellem Prozessor und hervorragender Kamera, das weitaus widerstandsfähiger ist.

Die Absatzerwartungen seitens der Hersteller faltbarer Smartphones dürften angesichts der Preise realistisch gesehen eher gering sein. Die faltbaren Geräte sind für die Hersteller ein Prestigeobjekt und kein tatsächlicher Umsatzfaktor. Die Einnahmen, die Samsung mit dem Galaxy Fold generieren wird, dürften verglichen mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Mittelklassegeräte der Galaxy-A-Serie kaum nennenswert sein.

Wollen die Konsumenten überhaupt falten?

Zudem ist aktuell noch überhaupt nicht abzusehen, ob es seitens der Konsumenten überhaupt einen Markt für faltbare Smartphones gibt, selbst wenn die Geräte nur ein wenig mehr als vergleichbar ausgestattete Geräte traditioneller Bauweise kosten. Ein faltbares Smartphone sieht zwar toll aus, die 2019 vorgestellten Geräte sind aber für den Alltag viel zu fragil. Außerdem empfanden wir das Geklappe besonders beim Galaxy Fold in der täglichen Nutzung viel zu umständlich. Ob Käufer ein preiswerteres, robust gebautes, traditionelles Smartphone einem teuren, sehr empfindlichen Faltsmartphone vorziehen werden, ist zumindest für uns tendenziell eher fraglich.

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Für den Markt könnten Absatzerwartungen und die möglicherweise geringe Nachfrage bedeuten, dass auch 2020 nicht zum großen Jahr des faltbaren Displays werden wird. Smartphonehersteller sind Wirtschaftsunternehmen, die Geld machen müssen - ein anfälliges Produkt, das sich wenig verkauft, ist dabei eigentlich nicht von großem Interesse. Konsumenten wollen nicht 1.500 Euro und mehr für ein Gerät ausgeben, das weniger praktisch als bisherige Smartphones und zudem noch sehr viel empfindlicher ist.

2020 dürfte eher das Jahr werden, in dem die Hersteller faltbarer Smartphones weiter an technischen Verbesserungen arbeiten sollten. Primär im Fokus sollte dabei der Displayschutz stehen: Idealerweise sollte ein Smartphone mit faltbarem Display so unempfindlich sein wie eines mit herkömmlichem Glasbildschirm. Bis dahin bleibt die Klapp-Revolution wohl aus.

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 Faltbare Smartphones: Das klappt noch nicht
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Pecker 07. Jan 2020

Also Klapphandys waren Ende der 90er Anfang der 2000er der letzte Schrei und wurden...

bennob87 07. Jan 2020

Nix, bin doof.

E-Narr 06. Jan 2020

Ich schließe mich an. Dass Displays komplett randlos sein können, hat Samsung ja unter...

elidor 06. Jan 2020

Ich glaube auch, dass die Faltsmartphones nur aktuell noch einen sehr kleinen Markt...

robinx999 06. Jan 2020

Wobei ich sagen muss die Sprachsteuerung von Netflix mittels Google Home Mini und...



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