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Falcon: Zerstörtes Seekabel schränkt Internet am Roten Meer ein

Das Seekabel Falcon wurde in der vergangenen Woche durchtrennt. Das spüren viele Staaten, am stärksten jedoch der Jemen, wo es weitaus größere Probleme als MBit/s gibt.
/ Achim Sawall
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Falcon (Bild: Global Cloud Xchange)
Falcon Bild: Global Cloud Xchange

Ein zerstörtes Seekabel hat die Internetversorgung im Jemen und umliegenden Staaten unterbrochen oder eingeschränkt. Wie die jemenitische Nachrichtenagentur (Saba) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , habe wohl ein Anker das Seekabel Falcon zerstört. In der vergangenen Woche fiel das Internet im Jemen aus und ist bis heute noch immer nicht voll wiederhergestellt.

Der Betreiber Global Cloud Xchange (GCX) gab bekannt(öffnet im neuen Fenster) , dass vor der Küste von Port Suez zwei größere Kabeldurchtrennungen für die Probleme verantwortlich sind. Die betroffenen Kabelstrecken umfassen Falcon zwischen Maskat und Suez sowie FEA zwischen Mumbai und Suez. Wahrscheinliche Ursache sei ein Schleppanker eines großen Handelsschiffs in unmittelbarer Nähe. GCX hat Reparaturschiffe beauftragt und bemühe sich, die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten. Der gesamte Layer-1-Traffic auf den betroffenen Routen sei zum Erliegen gekommen.

Das Seekabelsystem Falcon(öffnet im neuen Fenster) wurde im September 2006 in Betrieb genommen. Das Kabel besteht aus sechs Faserpaaren und hatte anfänglich eine geschätzte Kapazität von 2,56 TBit/s. Es hat eine Länge von 10.300 km und wird von Global Cloud Xchange betrieben. Falcon verfügt über Landeplätze im Jemen, Saudi-Arabien, Kuwait, Oman, Irak, Iran, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Indien, Sudan und Ägypten.

Laut einem Bericht von Wired(öffnet im neuen Fenster) spürt die gesamte Region am Roten Meer die beschädigte Anbindung, seit am Donnerstag ein Seekabel durchtrennt wurde. Kuwait, Saudi-Arabien, Sudan und Äthiopien spüren die Zerstörung an dem Falcon-Seekabel, die sogar den entfernten Inselstaat Komoren und Tansania betraf. Im Jemen führte der Kabelbruch zu einem Kapazitätsverlust von 80 Prozent.

Das Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie des Jemen erklärte, das Unternehmen Teleyemen habe in Sanaa am Sonntag eine 20-GBit/s-Verbindung als Notlösung bereitgestellt, bis die Reparatur des abgetrennten Kabels abgeschlossen sei.

Fischerei und Schifffahrt können durch Bodenschleppnetze und Anker den Betrieb von Seekabeln gefährden. Auch wenn Seekabel bei der Verlegung eingespült werden, kommt es doch vor, dass Strömungen und Wellen den Sand wegspülen. Um Seekabel gelten Fisch- und Ankerverbote(öffnet im neuen Fenster) .

Saudi-Arabien und die USA führen einen Stellvertreterkrieg mit Iran um die Vorherrschaft im Jemen, weswegen in dem Land Hunger und Seuchen herrschen. Den Vereinten Nationen zufolge befinden sich rund zehn Millionen(öffnet im neuen Fenster) Jemeniten in einer Hungersnot oder kurz davor. Vier von fünf Menschen brauchten Nothilfe. Rund zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren seien akut unterernährt, betonte die Welthungerhilfe.


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