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Falcon-Heavy-Rakete gestartet: "Verrückte Dinge werden wahr"

Nach einer erfolgreichen Mission spricht Elon Musk über den Flug, die Entwicklung der Falcon Heavy und die weiteren Pläne von SpaceX.

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Die beiden Seitenbooster landeten mit weniger als einer Sekunde Verzögerung.
Die beiden Seitenbooster landeten mit weniger als einer Sekunde Verzögerung. (Bild: SpaceX/Screenshot: Golem.de)

Das private US-Raumfahrtunternehmen hat es geschafft: Die Falcon-Heavy-Rakete ist erfolgreich gestartet - mit einem Tesla-Roadster-Sportwagen an Bord. Ein sichtlich entspannter Unternehmenschef gab noch vor dem Abschluss der Mission, der dritten Zündung der Oberstufe, eine Pressekonferenz. "Ich hatte dieses Bild einer riesigen Explosion auf der Startrampe im Kopf. Mit einem Rad, das die Straße entlanghüpft und einem Tesla-Logo, das irgendwo mit einem Plumps aufschlägt. - Aber zum Glück ist das nicht passiert", sagte Elon Musk.

Inhalt:
  1. Falcon-Heavy-Rakete gestartet: "Verrückte Dinge werden wahr"
  2. BFR könnte schon nächstes Jahr kommen

Die Oberstufe zündete in der Nacht erfolgreich. Sie erreichte eine Umlaufbahn um die Sonne, die rund 150 Millionen Kilometer über den Marsorbit hinausgehen und somit den Asteroidengürtel erreichen wird. Musk brachte es auf die Formel: "Verrückte Dinge werden wahr." Wie er in der Pressekonferenz zugab, stand die Entwicklung der Falcon Heavy wenigstens dreimal davor, gestrichen zu werden. Was die vielen Verzögerungen erklärt.

Die Entwicklung hat eine halbe Milliarde gekostet

Die Entwicklung war Musk zufolge wesentlich schwieriger und teurer als gedacht, mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar soll sie gekostet haben. Der zentrale Booster musste verstärkt und komplett neu entwickelt werden. Sogar die Seitenbooster brauchten neue Teile wie die großen Gitterflossen aus Titan. Durch die kürzeren Spitzen auf dem Booster waren die Flossen aerodynamisch nicht mehr so effizient wie bei einer normalen Raketenstufe der Falcon 9.

Der Testflug der Falcon Heavy war mit einer Ausnahme ein voller Erfolg. Die beiden Seitenbooster landeten fast gleichzeitig in Florida, mit einer kurzen Verzögerung, die verhindern sollte, dass sich die Landeradarsysteme der beiden Booster gegenseitig störten. Der zentrale Booster prallte aber mit etwa 500 km/h auf die Wasseroberfläche und explodierte 100 m vom Schiff entfernt. Er zerstörte dabei zwei der Motoren des Landeschiffs. "Wenn die Kameras nicht auch zerstört wurden, werden wir die Bilder veröffentlichen."

Ein neues Landemanöver schlug fehl

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Es ist die erste fehlgeschlagene Landung einer SpaceX-Raketenstufe seit langer Zeit. Der zentrale Booster der Falcon Heavy benutzte bei diesem Flug ein experimentelles, aber effizienteres Landeverfahren. Es wurde sieben Tage vorher noch beim Start einer Falcon 9 erfolgreich getestet. Dabei werden zur Landung drei Triebwerke benutzt statt nur eins. Das schnellere Bremsmanöver spart Treibstoff.

Aber zwei von drei Triebwerken, die die Stufe für die Landung abbremsen sollten, zündeten nicht. Der Grund soll eine nicht ausreichende Menge an Zündflüssigkeit gewesen sein. Zur Zündung wird in den Merlin-Triebwerken Triethylaluminium mit Triethylboran gemischt. Die Chemikalien entzünden sich dabei durch bloßen Kontakt. Dadurch ist das Triebwerk wiederzündbar, aber nicht beliebig oft.

Der Verlust der Zentralstufe soll dennoch kein großer Verlust für SpaceX sein. Er sollte ohnehin nicht wiederverwendet werden, genauso wie die Seitenbooster, obwohl sie sich in gutem Zustand befinden und wieder flugfähig wären. Die Seitenbooster sind noch auf dem technischen Stand von Block 3 der Falcon-9-Rakete, der zentrale Booster auf dem Stand von Block 4. In Zukunft sollen nur noch Raketenstufen des neuen Block 5 wiederverwendet werden, der in einigen Monaten erstmals fliegen soll. Er soll die endgültige Version der Falcon 9 werden. Ein Block 6 ist nicht vorgesehen.

BFR könnte schon nächstes Jahr kommen 
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Poison Nuke 13. Mai 2018

Und wieviel hatte damals ein Start gekostet? Von Inflation bereinigt hatte ein einzelner...

Poison Nuke 13. Mai 2018

Alles eine Frage des Standortes. Wenn man die relative Bewegung zum galaktischen Kern...

schlottip.64 10. Feb 2018

... ca. eine zwanzigstel Fußball-WM.

Charger23 09. Feb 2018

War sehr faszinierend es sich live anzusehen. Hoffe alles läuft wie geplant ab.

Hotohori 08. Feb 2018

Glaub es waren 2 Jahre dort leben, bis man US Bürger werden kann. Nur hat man dann auch...


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