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Es gibt nur wenige Satelliten für die Falcon Heavy

Als Unternehmenschef Elon Musk die Falcon Heavy 2011 vorstellte, war sie für SpaceX notwendig, um in diesem Markt konkurrieren zu können. Damals waren zehn Flüge der Falcon Heavy pro Jahr geplant, die heute allesamt von der viel leistungsfähigeren Falcon 9 Block 5 übernommen werden können. Zudem unterschätzte er damals auch die Komplexität der Entwicklung der Falcon Heavy, die eine völlig neue Konstruktion der Zentralstufe nötig machte, die beim Start die Kräfte der Seitenbooster aufnehmen muss.

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Die kommerziellen Marktbedingungen für die Falcon Heavy und die ähnlich leistungsfähige New Glenn von Blue Origin sind derzeit schlecht. Die Nachfrage nach schweren Nachrichtensatelliten zur Datenübertragung im geostationären Orbit geht weiter zurück, vor allem durch die Ankündigung der großen Satellitenkonstellationen im niedrigen Erdorbit. Der zweite Flug der Falcon Heavy im Juni ist ein Testflug für das Militär, bei dem eine 5 Tonnen schwere Testnutzlast und eine Reihe kleiner Satelliten gestartet werden.

Das US-Militär benötigt Schwerlastraketen zum Start einiger Spionagesatelliten, die direkt in den geostationären Orbit gebracht werden, nicht nur in einen Transferorbit. Bisher werden die wenigen Flüge von der teuren Delta-IV-Heavy übernommen. Allerdings verlangt das Militär von SpaceX mehrere Qualifikationsflüge vor dem Start der teuren Satelliten.

Weiterentwicklung lohnt derzeit kaum

Ob und wann die Pläne für Mondflüge der Nasa Realität werden, bei denen Schwerlastraketen wie Falcon Heavy und New Glenn eine größere Rolle spielen könnten, ist fraglich. Die Nachfrage nach der Falcon Heavy ist von zehn Flügen pro Jahr weit entfernt. Ohne größere Nachfrage gibt es wenig Grund zur Weiterentwicklung des Konzepts. So bräuchte die Falcon Heavy dringend eine größere Nutzlastverkleidung mit genug Platz für schwere Nutzlasten.

Eine vergrößerte Oberstufe für die Falcon Heavy mit mehr Treibstoff würde mehr Nutzlast ohne höhere Geschwindigkeiten bei der Stufentrennung ermöglichen und so den viel höheren Schub beim Start der Rakete besser ausnutzen. Vor allem bei der Wiederverwendung der Zentralstufe stiege die Nutzlast deutlich. Aber so lange nicht regelmäßig große Nutzlasten nachgefragt werden, lohnt es sich für SpaceX kaum, speziell für die Falcon Heavy neue Komponenten zu entwickeln und in eigenen Anlagen zu bauen.

Der Markt für die Falcon Heavy muss erst noch entstehen

Bei den wenigen Flügen der Falcon Heavy werden wohl auch in Zukunft hauptsächlich Komponenten der Falcon 9 zum Einsatz kommen. Dabei ist es möglich, dass sich die Marktbedingungen ändern. Vor der Falcon Heavy gab es nur die Ariane 5, die in der Lage gewesen wäre, Satelliten mit mehr als 7 Tonnen Masse in den Übergangsorbit zu starten. Keine Rakete konnte deutlich mehr als 20 Tonnen in niedrige Orbits bringen. Hersteller noch größerer Satelliten oder Raumstationsmodule liefen also Gefahr, bei einem möglichen Ausfall der Ariane 5 keine Startmöglichkeit mehr zu haben, möglicherweise mit Milliardenverlust.

Inzwischen ist dieses Hindernis beseitigt. Ob sich daraus eine neue Nachfrage nach kommerziellen Satelliten entwickelt, muss sich zeigen. Derzeit haben die niedrigeren Startpreise von SpaceX vor allem zu kleineren und günstigeren Satelliten geführt, die leichter zu finanzieren und schneller zu entwickeln sind. Die nähere Zukunft der Falcon Heavy hängt damit vor allem von Aufträgen des Militärs ab. Dazu kämen einige Missionen der Nasa wie Europa Clipper, die besonders hohe Anforderungen stellen.

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 Falcon Heavy: Beim zweiten Mal wird alles besser
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Komischer_Phreak 29. Apr 2019

Das ist aber nicht das, was Dein Vorposter forderte. Auch das Nerva-Triebwerk stößt...

quasides 20. Apr 2019

Ad1 Das ist keien Science Fiction sondern eine alte Technologie. Die Nasa konnte das...

Electrolurch 14. Apr 2019

Hallo Der Satellit wird auf einer Geotransfer Bahn oder einer Supersyncronen Bahn...

rumme 13. Apr 2019

Bitte schön: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Symphonie_(Satellit)

Kay_Ahnung 12. Apr 2019

So ganz richtig ist das nicht. Ja ich stimme dir voll zu die Staaten sollten viel mehr...


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