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Falcon 9: SpaceX-Raketenstufe verglüht spektakulär in der Atmosphäre

Im Nordwesten der USA richteten um Mitternacht viele Menschen ihre Handy-Kameras auf ein plötzlich aufgetauchtes Licht am Himmel.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Der Absturz einer Raketenstufe sieht aus wie ein großer Schwarm von Sternschnuppen. (Bild: twitter / montage: golem.de)
Der Absturz einer Raketenstufe sieht aus wie ein großer Schwarm von Sternschnuppen. Bild: twitter / montage: golem.de

Ein spektakuläres Lichtspiel konnten die Bewohner der US-Staaten Oregon und Washington im Nordwesten der USA am Himmel sehen, als in der Nacht die obere Raketenstufe einer Falcon-9-Rakete verglühte. Viele(öffnet im neuen Fenster) Videos(öffnet im neuen Fenster) auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) zeigen(öffnet im neuen Fenster) den Absturz.(öffnet im neuen Fenster) Die Rakete wurde am 4. März 2021 gestartet, um 60 Starlink-Satelliten auszusetzen. Normalerweise werden die Raketenstufen von SpaceX kontrolliert über dem Pazifischen Ozean zum Absturz gebracht. Allerdings konnte das Triebwerk der Raketenstufe durch eine nicht näher bekannte Fehlfunktion nicht noch einmal gezündet werden.

Beim Wiedereintritt wurde die rund 4 Tonnen schwere Raketenstufe in viele Einzelteile zerrissen, die wegen der hohen Luftreibung bei einer Geschwindigkeit von fast 8 Kilometern pro Sekunde stark aufgeheizt werden. Die Raketenstufe sollte dabei fast vollständig pulverisiert worden sein, mit Ausnahme einiger massiverer Teile des Merlin-Triebwerks. Eine Gefährdung von Personen durch solche Schrottteile ist nicht ausgeschlossen, aber wegen der geringen Bevölkerungsdichte sehr klein, zumal sich Menschen im Durchschnitt mehr als 90 Prozent der Zeit in Fahrzeugen oder Gebäuden aufhalten.(öffnet im neuen Fenster)

Während der unkontrollierte Absturz der Falcon-9-Oberstufe auf eine Fehlfunktion zurückgeführt werden kann, stürzen die Oberstufen der Ariane-Raketen grundsätzlich unkontrolliert ab. Der Grund ist das veraltete HM-7-Triebwerk, das in den 1970er Jahren für die Ariane 1 entwickelt wurde. Für die Ariane 2 wurde es nur leicht modifiziert und ohne große Änderungen bis zur Ariane 5 weiter verwendet. Es kann nicht wieder gestartet werden. Mit dem Vinci-Triebwerk befindet sich ein Nachfolger seit 1998 in Entwicklung, soll aber frühestens 2022 mit der Ariane 6 fliegen.

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Wegen der äquatornahen Umlaufbahnen stürzen die Ariane-Raketenstufen jedoch zumeist über ärmeren Ländern ab. Dort sind moderne Smartphones mit sehr lichtempfindlichen Kameras weniger verbreitet und Nutzer sozialer Medien sind weniger gut mit westlichen Nutzern vernetzt, so dass solche Videos kaum einen vergleichbaren Bekanntheitsgrad erreichen.


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