Falcon 9 Reusable: Elon Musk zeigt Bilder von Raketenexplosion
Treibstoffmangel beim Antrieb der vier seitlichen Flügel war offensichtlich der Grund für den Verlust der Trägerrakete Falcon 9 Reusable (F9R) in der vergangenen Woche. Das hat Elon Musk, Chef des US-Raumfahrtunternehmens Space Exploration Technologies(öffnet im neuen Fenster) (SpaceX), per Twitter bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster).
Die F9R hatte die Raumfähre Dragon(öffnet im neuen Fenster) auf den Weg zur Internationalen Raumstation(öffnet im neuen Fenster) (International Space Station, ISS) gebracht. Anschließend sollte die erste Stufe der Trägerrakete kontrolliert absteigen und auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik landen. Der Abstieg gelang. Aber beim Aufsetzen kippte die Rakete um und explodierte.
Gitterflügel sollen Rakete stabilisieren
Die vier Gitterflügel, die im vergangenen Herbst an die F9R angebaut wurden, stabilisieren die Rakete beim Abstieg. Es sind vier Gitter, die rechtwinklig ausgeklappt werden. Jeder Flügel kann individuell angesteuert werden. So wird die Rakete ausbalanciert.
Das klappte. "Aber kurz vor der Landung ging der hydraulische Treibstoff aus", schreibt Musk. In weiteren Tweets zeigt er mit Bildern, wie es zum Unfall kam: Nach dem Druckverlust habe das Raketentriebwerk gezündet(öffnet im neuen Fenster), um die F9R wieder aufzurichten. Bei einer Neigung von 45 Grad(öffnet im neuen Fenster) seien Triebwerk und Beine zerstört worden, worauf der restliche Treibstoff in Kontakt mit Sauerstoff(öffnet im neuen Fenster) kam und die F9R schließlich explodierte(öffnet im neuen Fenster).
Schwimmender Landeplatz war unbemannt
Verletzte gab es keine: Der schwimmende Landeplatz, Autonomous Spaceport Drone Ship genannt, ist unbemannt. Die Schäden hielten sich in Grenzen und seien schnell zu beheben, sagt Musk. Es sei "ein spannender Tag" gewesen.
Es ist sicher ärgerlich, dass kurz vor der Landung die Hydraulikflüssigkeit ausging – aber relativ unwichtig im Vergleich zu der Tatsache, dass der kontrollierte Abstieg aus 80 Kilometern Höhe und der Anflug auf eine Landeplattform im Atlantik gelang. Der Landeplatz ist etwas über 91 x 30 Meter groß. Der Ponton ist nicht verankert, sondern schwimmt frei im Atlantik. Mehrere starke Triebwerke sorgen dafür, dass er seine Position hält.
Durch das Wiederverwenden der ersten Falcon-9-Raketenstufe soll Raumfahrt effizienter und günstiger werden: Es muss nicht für jeden Start eine neue Antriebsstufe gebaut werden. Sie wird einfach betankt und kann wieder eingesetzt werden. Die nächste Landung auf dem Schwimmponton soll laut Musk(öffnet im neuen Fenster) in zwei bis drei Wochen stattfinden – "mit viel mehr Hydraulikflüssigkeit." Dann sollte die Rakete aus einem anderen Grund explodieren.

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