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Feuerball 130 Millisekunden nach Beginn der Explosion
Feuerball 130 Millisekunden nach Beginn der Explosion (Bild: Screenshot (Frank Wunderlich-Pfeiffer))

Falcon 9: Explosion hat drastische Folgen für SpaceX und Spacecom

Feuerball 130 Millisekunden nach Beginn der Explosion
Feuerball 130 Millisekunden nach Beginn der Explosion (Bild: Screenshot (Frank Wunderlich-Pfeiffer))

Folgen der Raketenexplosion: Der Betreiber des Amos-6-Satelliten hofft, durch Versicherungszahlungen nicht pleitezugehen, ein globales ADS-B-Flugzeugortungssystem kann nicht starten, und SpaceX muss auf andere Startrampen ausweichen.

Nach der Explosion einer Falcon-9-Rakete der US-Firma SpaceX bei einem Test am vergangenen Mittwoch sind alle weiteren Starts der Rakete vorerst abgesagt worden. Erst wenn die Ursache aufgeklärt und behoben ist, dürfen die Raketen wieder starten. Selbst danach fehlt SpaceX vorerst eine funktionierende Startrampe im Kennedy Space Center. Mit Ersatz ist frühestes im November zu rechnen.

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Die genaue Ursache der Explosion ist noch unklar. Auf den Filmaufnahmen sind die ersten Anzeichen außerhalb der zweiten Stufe in Höhe der Sauerstoffzuleitung zu sehen. Es ist zu vermuten, dass sich flüssiger Sauerstoff mit einem brennbaren Material vermischt hat und entzündet wurde. Während über die Ursache spekuliert wird, untersucht SpaceX weiterhin die Daten der letzten Millisekunden vor der Explosion.

Die Explosion hat nicht nur für SpaceX drastische Folgen. Spacecom, Betreiber des bei der Explosion zerstörten Satelliten Amos-6, stand schon nach dem frühzeitigen Ausfall von Amos-5 im letzten November kurz vor dem Bankrott und sollte nach dem Start durch eine chinesische Firma übernommen werden. Die Übernahme ist nun fraglich. Die Aktien der Firma verloren fast die Hälfte ihres Werts.

Satellit war nur als Seefracht versichert

Dabei trifft SpaceX für den Verlust des Satelliten während des Tests der Rakete keine Schuld. SpaceX lässt den Betreibern von Satelliten die Wahl, ob der Satellit während des Tests auf der Rakete verbleibt oder nicht. Wie der Chef von Spacecom in einem Interview mit Spacenews.com angab, entschied sich die Firma für den Verbleib, um einen schnelleren Start zu ermöglichen.

Der Satellit war während des Unfalls nicht von der üblichen Versicherung für Satellitenstarts gedeckt. Diese Versicherung greift erst ab dem Moment, an dem eine Rakete mit Absicht gestartet wird. Während des Tests galt nur eine Seefrachtversicherung. Diese erstattet zwar den Materialwert des Satelliten mit Zinsen, aber nicht den Ausfall an Einnahmen, bis Ersatz beschafft werden kann. Insgesamt erwartet Spacecom eine Versicherungszahlung von 203 Millionen US-Dollar. Dazu kommt als Entschädigung von SpaceX ein kostenloser Satellitenstart oder eine Zahlung von 50 Millionen US-Dollar.

Beschädigte Startrampen und verzögerte Starts

Die finanziellen Folgen dürften für SpaceX wegen des Ausfalls der Rakete und der Startrampe noch wesentlich größer sein. Die Startrampe LC-40 ist stark beschädigt und kann vorerst nicht benutzt werden. Im November soll aber die neue Startrampe LC-39A fertiggestellt werden, von der sowohl Falcon-9- als auch Falcon-Heavy-Raketen starten sollen. Selbst wenn die Rakete wieder fliegen darf, wird SpaceX mit nur einer Startrampe im Kennedy Space Center aber keine ausreichenden Kapazitäten haben, um alle Verträge im nächsten Jahr zu erfüllen.

SpaceX verfügt noch über eine Startrampe auf der Vandenberg Airforce Base in Kalifornien, von der Satelliten in polare Umlaufbahnen gestartet werden können. Dazu gehören auch 70 Iridium-Next-Satelliten, die mit sieben Falcon-9-Raketen in den Orbit gebracht werden sollen. Sie fliegen in niedrigen Orbits, die die gesamte Erdoberfläche abdecken. Der erste Start war noch im September vorgesehen, aber bis zur Klärung der Unfallursache bleiben diese Satelliten am Boden.

Die Iridium-Next-Satelliten sind mit ADS-B-Empfängern ausgestattet, die eine Überwachung von Flugzeugbewegungen über dem Ozean ermöglichen. Durch das Fehlen dieser Überwachung verschwand 2014 der Flug MH370 über dem Ozean.


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Moe479 07. Sep 2016

die anleger erwarten _immer_ mehr.

rumme 07. Sep 2016

ehauptet. Der Unterschied liegt einfach an den zu ULA: Die Delta IV hat keine russischen...

humpfor 07. Sep 2016

Vorallem will kein Militär erwischt werden, wenn sie fremden Flugraum penibel überwachen ^^

Kleine Schildkröte 07. Sep 2016

Bitte daran denken, die Amis haben damals im Kalten Krieg versucht alle Fehler zu...

irata 06. Sep 2016

Das ist sicher nicht metrisch, sondern ein imperiales Maß ;-)



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