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Fake-Rezensionen: So läuft der Handel mit gefälschten Amazon-Bewertungen

Eine öffentlich einsehbare Datenbank hat Einblicke in den Handel mit gefälschten Amazon-Rezensionen gebracht.

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Gefälschte Amazon-Rezensionen bleiben ein Problem.
Gefälschte Amazon-Rezensionen bleiben ein Problem. (Bild: Kevin Mohatt/Reuters)

Über Telegram werden gezielt Personen gesucht, damit diese Produkte bestellen, um dann fingierte Bewertungen abzugeben. Die Käufer werden für eine 5-Sterne-Bewertung damit belohnt, dass sie den Kaufpreis für das Produkt zurückerstattet bekommen. Diesen Weg wählen einige Hersteller, um dadurch so viele gute Bewertungen wie möglich zu erhalten. Damit sollen andere zum Kauf verleitet werden. Dieses Vorgehen wurde bekannt, nachdem eine Datenbank mit Detailinformationen dazu öffentlich einsehbar war.

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Die Redaktion von Heise hat von einem Informanten den Hinweis auf einen ungesicherten Apache-Webserver erhalten. Darauf sollen sich knapp 15.000 Screenshots befunden haben, die den möglichen Ablauf zeigen, wie vorgegangen wird, um Fake-Rezensionen auf Amazon zu bezahlen.

In den Screenshots befinden sich Screenshots von Amazon-Käufen sowie Belege für eine positive Produktbewertung. Dabei soll es immer einen Zusammenhang zwischen Produktkauf und Produktbewertung gegeben haben, was den Verdacht nahelegt, dass für die Rezensionen bezahlt wird. Die Käufer wurden über einen Telegram-Channel angesprochen und damit angelockt, dass sie für eine positive Produktrezension den Kaufpreis zurückerstattet bekommen würden.

Mit Fake-Bewertungen Kaufpreis über Paypal zurückbekommen

Dazu müssten sie das Produkt zunächst auf eigene Kosten kaufen und dann eine positive Bewertung abgeben. Damit das Geld über Paypal ausbezahlt wird, muss dies mit Screenshots vom Kauf und von der Bewertung dokumentiert werden, heißt es in dem Bericht. Aus diesem Grund sollen sich diese Daten auf dem Apache-Server befunden haben.

Bei der Durchsicht der beauftragten Händler soll sich gezeigt haben, dass viele aus China stammen. Die im Telegram-Channel angebotenen Produkte stammten zum Großteil von eher unbekannten chinesischen Herstellern. Mittlerweile wurde der betreffende Apache-Server vom Netz genommen, die Redaktion Heise gibt jedoch an, die Daten vorher gesichert zu haben.

Darin sollen sich die Klarnamen, die Anschriften der Käufer sowie die Namen der Händler befinden, die das organisiert haben. Die Redaktion wolle die Daten nicht an Amazon weiterleiten, da sich personenbezogene Informationen darin befinden. Der Vorfall zeige etwa 7.000 gefälschte Produktbewertungen, aber es wird davon ausgegangen, dass deutlich mehr gekaufte Produktbewertungen auf Amazon zu finden sein werden.

Über 300 Millionen gefälschte Amazon-Rezensionen

Einer Studie von Fakespot zufolge sollen von März bis September 2020 etwa 720 Millionen neue Amazon-Rezensionen erschienen sein. Laut der Studie sollen 42 Prozent davon gekauft worden sein, das wären etwas mehr als 300 Millionen Bewertungen.

Nach Angaben von Amazon würde gegen gefälschte Bewertungen immer wieder vorgegangen. Software und Prüfteams sollen mehr als zehn Millionen Rezensionen pro Woche analysieren, heißt es von einem Amazon-Sprecher. Zudem werde mit Anbietern von sozialen Medien und Zahlungsdienstleistern zusammengearbeitet, um die Organisation gefälschter Produktrezensionen zu unterbinden. Kunden hätten immer die Möglichkeit, eine verdächtige Rezension zu melden, ein passender Link sei unter jeder Bewertung auf Amazon zu finden.

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edison.cannon 10. Nov 2020 / Themenstart

Ist aber trotzdem nicht das gleiche. Der Standort der Ware ist reichlich uninteressant...

crazypsycho 10. Nov 2020 / Themenstart

Kann möglicherweise auch ein zusätzlicher Aspekt sein. Aber die Produkte haben teils in...

lestard 10. Nov 2020 / Themenstart

Ist mir bisher auch nicht aufgefallen. Aber es wäre die logische Konsequenz wenn eine...

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