Fake News: Ägypten blockiert 21 Internetmedien

Hinter der Blockade steckt angeblich ein gehacktes Nachrichtenportal in Katar. Doch die ägyptische Regierung ist zuletzt schärfer gegen Medien vorgegangen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die ägyptische Website Mada Masr wird innerhalb des Landes blockiert.
Die ägyptische Website Mada Masr wird innerhalb des Landes blockiert. (Bild: madamasr.com)

Die ägyptische Regierung hat landesweit 21 Internetseiten gesperrt. Dazu soll auch diejenige des katarischen Nachrichtenkanals Al-Dschasira gehören. Geblockt würden zudem der arabischsprachige Ableger der Huffington Post sowie die unabhängige Seite Mada Masr, berichtete der britische Guardian. Auf der englischsprachigen Seite von Mada Masr heißt es, die Behörden hätten die Blockade mit einer TCP-Reset-Attacke umgesetzt.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemelektroniker/-in / Systeminformatiker/-in / Kommunikationselektroniker/-- in für den Bereich Telekommunikation (w/m/d)
    Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen
  2. Manager IT M&A/IT Post-Merger Integration (PMI) | Technologieführer Finanzdienstleistung (m/w/d)
    über xaverius Unternehmensberatung Personalberatung GmbH, deutschlandweit, europaweit
Detailsuche

Die staatliche Nachrichtenagentur Mena zitierte einen hochrangigen Vertreter der ägyptischen Sicherheitsbehörden, wonach die Seiten bewusst Lügen sowie Inhalte verbreiteten, die Terrorismus und Extremismus unterstützten. Laut Mada Masr haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls zahlreiche der betroffenen Seiten blockiert.

Angeblich Nachrichtenagentur gehackt

Hintergrund der Sperre sind nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa angeblich kritische Äußerungen des Emirs von Katars, Tamim bin Hamad Al Thani, über Ägypten und andere arabische Staaten. Katars staatliche Nachrichtenagentur QNA habe ihn zudem mit lobenden Worten über den Iran zitiert, mit dem die meisten anderen Golfstaaten verfeindet sind. Katars Außenministerium soll anschließend erklärt haben, der Bericht sei gefälscht gewesen und von Hackern auf der Internetseite der QNA veröffentlicht worden. Dennoch wurden in den genannten Seiten Internetseiten blockiert, die die Aussagen wiedergaben.

Dem Guardian zufolge gingen der Blockade in Ägypten in jüngster Zeit Razzien bei verschiedenen Medien voraus. Zudem ist in dem Land inzwischen der Krypto-Messengerdienst Signal gesperrt.

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
  2. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  3. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
Weitere IT-Trainings

Ägypten geht seit dem Sturz des frei gewählten Präsidenten Mohammed Mursi 2013 mit harter Hand gegen Islamisten vor. In den Fokus geriet auch immer wieder der Sender Al-Dschasira, der vom Emirat Katar finanziert wird. Ägypten und andere arabische Staaten werfen dem Golfstaat vor, die Muslimbrüder und andere Islamisten zu fördern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Neue Webcams im Test
Dell und Elgato wollen Razer ablösen

Viele Leute suchen nach guten Webcams. Die Dell Ultrasharp Webcam und die Elgato Facecam sollen helfen. Sie müssen sich aber gegen Razer behaupten.
Ein Test von Oliver Nickel

Neue Webcams im Test: Dell und Elgato wollen Razer ablösen
Artikel
  1. Microsoft Office: BGP-Fehler macht zahlreichen Telekom-Kunden Probleme
    Microsoft Office  
    BGP-Fehler macht zahlreichen Telekom-Kunden Probleme

    Zahlreiche Telekom-Kunden hatten am Morgen Probleme, sich etwa mit Microsofts Online-Diensten zu verbinden. Grund ist wohl ein BGP-Fehler.

  2. Bitcoin, Ethereum & Co.: Ausgerechnet der Wolf of Wallstreet fordert Regulierung
    Bitcoin, Ethereum & Co.
    Ausgerechnet der Wolf of Wallstreet fordert Regulierung

    Jordan Belfort ist der Meinung, dass eine Regulierung von Kryptowährungen wie Bitcoin gut wäre. Seine Einschätzung basiert auf Erfahrung.

  3. China: Apple-Leaker soll Quellen verraten oder die Konsequenzen tragen
    China
    Apple-Leaker soll Quellen verraten oder die Konsequenzen tragen

    Apple geht gegen einen chinesischen Leaker vor und verlangt die Herausgabe seiner Quellen. Andernfalls werde die Polizei eingeschaltet.

klaus9999 27. Mai 2017

Hätten die sich mal lieber bei unserem Maas schlau grmacht. Wir sperren die Seiten nicht...

Anonymer Nutzer 26. Mai 2017

Nein. Hier läuft das etwas anders. Da werden dann Gesetze erlassen die dafür sorgen das...

divStar 26. Mai 2017

Du gehst davon aus, dass das Volk (wer auch immer das sein soll) selbst gewählt hat. Aber...



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • PS5 jetzt bestellbar • EA-Spiele (PC) günstiger (u. a. Battlefield 5 5,99€) • Asus TUF Gaming 23,8" FHD 144Hz 169€ • Acer-Chromebooks zu Bestpreisen • Philips 65" Ambilight 679€ • Bosch Professional günstiger [Werbung]
    •  /