Fake News: Ägypten blockiert 21 Internetmedien

Hinter der Blockade steckt angeblich ein gehacktes Nachrichtenportal in Katar. Doch die ägyptische Regierung ist zuletzt schärfer gegen Medien vorgegangen.

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Die ägyptische Website Mada Masr wird innerhalb des Landes blockiert.
Die ägyptische Website Mada Masr wird innerhalb des Landes blockiert. (Bild: madamasr.com)

Die ägyptische Regierung hat landesweit 21 Internetseiten gesperrt. Dazu soll auch diejenige des katarischen Nachrichtenkanals Al-Dschasira gehören. Geblockt würden zudem der arabischsprachige Ableger der Huffington Post sowie die unabhängige Seite Mada Masr, berichtete der britische Guardian. Auf der englischsprachigen Seite von Mada Masr heißt es, die Behörden hätten die Blockade mit einer TCP-Reset-Attacke umgesetzt.

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Die staatliche Nachrichtenagentur Mena zitierte einen hochrangigen Vertreter der ägyptischen Sicherheitsbehörden, wonach die Seiten bewusst Lügen sowie Inhalte verbreiteten, die Terrorismus und Extremismus unterstützten. Laut Mada Masr haben Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls zahlreiche der betroffenen Seiten blockiert.

Angeblich Nachrichtenagentur gehackt

Hintergrund der Sperre sind nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa angeblich kritische Äußerungen des Emirs von Katars, Tamim bin Hamad Al Thani, über Ägypten und andere arabische Staaten. Katars staatliche Nachrichtenagentur QNA habe ihn zudem mit lobenden Worten über den Iran zitiert, mit dem die meisten anderen Golfstaaten verfeindet sind. Katars Außenministerium soll anschließend erklärt haben, der Bericht sei gefälscht gewesen und von Hackern auf der Internetseite der QNA veröffentlicht worden. Dennoch wurden in den genannten Seiten Internetseiten blockiert, die die Aussagen wiedergaben.

Dem Guardian zufolge gingen der Blockade in Ägypten in jüngster Zeit Razzien bei verschiedenen Medien voraus. Zudem ist in dem Land inzwischen der Krypto-Messengerdienst Signal gesperrt.

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Ägypten geht seit dem Sturz des frei gewählten Präsidenten Mohammed Mursi 2013 mit harter Hand gegen Islamisten vor. In den Fokus geriet auch immer wieder der Sender Al-Dschasira, der vom Emirat Katar finanziert wird. Ägypten und andere arabische Staaten werfen dem Golfstaat vor, die Muslimbrüder und andere Islamisten zu fördern.

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klaus9999 27. Mai 2017

Hätten die sich mal lieber bei unserem Maas schlau grmacht. Wir sperren die Seiten nicht...

Anonymer Nutzer 26. Mai 2017

Nein. Hier läuft das etwas anders. Da werden dann Gesetze erlassen die dafür sorgen das...

divStar 26. Mai 2017

Du gehst davon aus, dass das Volk (wer auch immer das sein soll) selbst gewählt hat. Aber...



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