Abo
  • Services:

Fairphone: Schwerer, dicker, aber robuster

Die Fairphone-Macher haben Änderungen an einem entscheidenden Bauteil vorgenommen: Das Displayglas wird vom Touchpanel abgetrennt.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Fairphone soll etwa schwerer und dicker werden, aber leichter zu reparieren sein.
Das Fairphone soll etwa schwerer und dicker werden, aber leichter zu reparieren sein. (Bild: Fairphone)

Da das Displayglas eines Smartphones eines der Bauteile ist, das am ehesten kaputtgeht, hat das Fairphone-Team entschieden, dass es robuster sein muss. In dem Fairphone wird das kratzresistente Dragontail-Glas vom Touchpanel abgetrennt. Außerdem hat das Fairphone-Team einige Quellen für Komponenten aus konfliktfreiem Material genannt. Unter anderem wird der Lötzinn für die Platinen gerade verhüttet, um danach an die Produktionsstätte in China verschickt zu werden.

Stellenmarkt
  1. niiio finance group AG, deutschlandweit
  2. BGV / Badische Versicherungen, Karlsruhe

Durch die Trennung von Schutzglas und Touchpanel wird das Smartphone zwar um 0,2 mm geringfügig dicker und mit 5 Gramm etwas schwerer, dafür aber robuster. Denn geht das Displayglas zu Bruch, lässt es sich kostengünstiger austauschen. Außerdem lässt sich das Fairphone auch dann noch nutzen, wenn nur das Glas kaputtgeht.

Während aktuelle High-End-Smartphones meist auf eine möglichst enge Kombination von Displayglas und Touchpanel (OGS, One Glass Solution) setzen, auch um die Eingabe weitgehend verzögerungsfrei umzusetzen, setzen die Fairphone-Macher auf eine Technik, die vor allem bei preisgünstigen Smartphones zum Einsatz kommt. Das Projekt wolle aber weiterhin ein gutes Smartphone für den Preis von 325 Euro bieten.

Konfliktfreie Metalle

Das Fairphone-Projekt setzt weitgehend auf konfliktfreie Metalle, die bei der Herstellung verwendet werden sollen. Das Tantal kommt aus der Demokratischen Republik Kongo, wird aber dort unter fairen Bedingungen abgebaut. Dafür setzt sich das Projekt Solutions for Hope ein. Die daraus entstandenen Tantal-Elektrolyt-Kondensatoren werden in Tschechien von der Firma AVX hergestellt. Der Hersteller versieht die Komponenten mit einem entsprechenden Aufdruck, "sol.f Ho".

Fabriküberprüfung

Der Lötzinn soll ebenfalls aus zertifizierten Minen kommen. Bislang hat das Fairphone-Projekt Zinn aus einer Mine bestellt, das ebenfalls aus der Demokratischen Republik Kongo aus einer entsprechend zertifizierten Mine im südlichen Kivu stammt. Der Zinn ist noch nicht an der Produktionsstelle in China angekommen, sondern wird gerade verhüttet, bevor es in die Fabrik in Chongqing verschifft wird. Für eine erste Testproduktion will das Fairphone-Projekt zunächst Cookson-Alpha-Zinn einsetzen. Im Juli wollen die Fairphone-Macher die Fabrik auch einer Kontrolle unterziehen und die dortigen sozialen Verhältnisse überprüfen und gegebenenfalls Alternativen und Korrekturen vorschlagen. Auch das sei ein wesentlicher Teil des Fairphones-Projekts, betonen die Verantwortlichen.

Verpackung für die Zollfreigabe

Auch die Verpackung soll unter möglichst ökologischen Aspekten hergestellt und wieder abgebaut werden. Es sei schwierig gewesen, einen entsprechenden Hersteller zu finden. Die Verpackung wird weniger als 10 Prozent flüchtige organische Verbindungen enthalten. Außerdem werden auf der Verpackung entsprechende Zertifizierungen abgedruckt, damit es beim Zoll keine Probleme gibt.

Auch die Software soll möglichst frei sein. Während der chinesische Hersteller noch an den Treibern für das Fairphone arbeitet, sollen diese möglichst alle unter der GPL erscheinen. Standardmäßig soll Android 4.2 mit eigenen Erweiterungen installiert werden - unter dem Namen Fairphone OS. Mit Hilfe der Community sollen jedoch unter anderem auch Firefox OS oder Ubuntu Touch für den Einsatz auf dem Fairphone bereitgestellt werden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. John Wick, Sicario, Deepwater Horizon, Die große Asterix Edition, Die Tribute von Panem)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

spiderbit 06. Jul 2013

Naja ich weiß jetzt nicht genau auf was du an spielst, verstehst du jetzt grad Free mit...

trashmaster 04. Jul 2013

AMD hat 2008 in einem Anflug von Weisheit seine Handheld-Sparte an Qualcomm verkauft...

Dereptor 04. Jul 2013

Ich Fachartikel? Wenn du dich schon beschwerst, dann mach doch nicht die selben Fehler...l


Folgen Sie uns
       


Toshiba Dynaedge ausprobiert

Das Dynaedge ist wie Google Glass eine Datenbrille. Allerdings soll sie sich an den industriellen Sektor richten. Die Brille paart Toshiba mit einem tragbaren PC - für Handwerker, die beide Hände und ein PDF-Dokument brauchen.

Toshiba Dynaedge ausprobiert Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz
  2. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  3. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  2. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor
  3. NAND und DRAM Samsung scheint künstlich Flash-Preise hoch zu halten

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

    •  /