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Fairphone im Test: Glückliches Smartphone aus fairem Anbau

Das Fairphone ist das erste Android-Smartphone, das nachweislich aus fair erwirtschafteten Materialien besteht und unter fairen Gesichtspunkten hergestellt wurde. Dafür zahlen die Nutzer extra - erhalten aber ein anständiges Telefon mit kleinen Macken.

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Das Fairphone ist vorwiegend aus fair gehandelten Rohstoffen hergestellt.
Das Fairphone ist vorwiegend aus fair gehandelten Rohstoffen hergestellt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Beim Fairphone hat der gleichnamige Hersteller darauf geachtet, das Smartphone unter möglichst fairen Bedingungen und möglichst nachhaltig herzustellen. Fast alle im Fairphone verbauten Metalle stammen aus Minen, deren Erträge nachweislich nicht aus konfliktbelasteten Gegenden kommen. Das verwendete Kobalt stammt aus Sambia und der Demokratischen Republik Kongo, der Zinn aus Indonesien. Fairphone arbeitet vor Ort mit Vereinen wie Solutions for Hope zusammen, die die Herkunft konfliktfreier Metalle zertifizieren.

Auch auf den menschlichen Faktor beim Herstellungsprozess achtet Fairphone: Das Unternehmen unterstützt die Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dementsprechend lange wurde ein Hersteller in China gesucht. Zu den geforderten Bedingungen zählt neben der Bereitschaft, längerfristig mit Fairphone zusammenzuarbeiten, auch die Möglichkeit, auf die Produktion Einfluss zu nehmen - etwa, um die Arbeitsbedingungen der Arbeiter zu verbessern.

  • Die Fotos der Fairphone-Kamera haben in der Mitte eine deutlich sichtbare rote Verfärbung. Zudem haben sie starke Verzerrungen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Fairphone ist ein aus überwiegend fair gehandelten Rohstoffen hergestelltes Android-Smartphone. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display ist 4,3 Zoll groß und hat eine Auflösung von 960 x 540 Pixeln. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Gehäuse stammt vom chinesischen Hersteller A'Hong, der Akkudeckel ist aus massivem Metall. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kamera hat 8 Megapixel und ein LED-Fotolicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Akku ist wechselbar, Fairphone hat aus ökologischen Gründen bewusst auf einen fest eingebauten Akku verzichtet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit dem Fairphone kann der Nutzer zwei SIM-Karten auf einmal nutzen. Dadurch kann er beispielsweise einen privaten und einen geschäftlichen Anschluss parallel nutzen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Fairphone kostet 325 Euro, davon gehen 8,5 Prozent an faire Projekte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Fairphone ist ein aus überwiegend fair gehandelten Rohstoffen hergestelltes Android-Smartphone. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Zu den von Fairphone geforderten Arbeitsbedingungen gehören ein Lohn, der zum Leben reicht, akzeptable Arbeitszeiten und ein Mitspracherecht für Arbeiter. Dazu soll den Arbeitern das Recht auf gewerkschaftliche Organisation zugesprochen werden. Mit A'Hong wurde schließlich ein Unternehmen gefunden, das den Vorstellungen Fairphones entspricht.

Nachhaltigkeit spielt beim Fairphone eine ebenso wichtige Rolle, was der Käufer bereits bei der Verpackung merkt: Das Gerät kommt in einer kleinen Pappschachtel aus recyceltem Papier. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert, da viele Nutzer mittlerweile bereits eines oder mehrere zu Hause haben. Auch technische Details wie der wechselbare Akku und das Displayglas wurden extra so ausgewählt, dass das Fairphone bei einem Defekt nicht sofort entsorgt werden muss.

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Hardware-Angebote

Biglerdi 08. Okt 2014

Ich bin der glückliche Besitzer eines Fairphones "First Edition". Ich benutze dieses...

interlingueX 22. Mai 2014

Da braucht es meiner Ansicht nach keinen investigativen Journalismus. Der mündige User...

lisgoem8 14. Jan 2014

In dem Artikel klang dieser Abschnitt "Offenbar hat Fairphone .. nicht rechtzeitig...

mnementh 13. Jan 2014

Da die Kritik ja aus der Appler-Ecke kommt, muss man wohl schon iPhone-Stückzahlen...

vanstrand 12. Jan 2014

Ich finde es auch gut, dass es genügend Menschen gibt, die Interesse daran haben, das...


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