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Einfach auseinanderzunehmen, einfach zu reparieren

Der rückseitige Deckel lässt sich wie bei zahlreichen Geräten von vor ein paar Jahren einfach abziehen. Er ist dank zahlreicher Kunststoffnasen ebenso leicht wieder anzubringen und sitzt bei unserem Gerät sehr stabil. Wasserdicht ist das Fairphone 3 aber nicht, im Unterschied zu vielen anderen aktuellen Smartphones. Das Gehäuse unseres schwarzen Testmodells ist transparent, weshalb wir von außen bereits das Innenleben erkennen können. So können wir auch den Schriftzug auf dem Akku lesen: "Change is in your hands", eine Anspielung auf die Nachhaltigkeit des Gerätes.

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Nachdem wir den Deckel entfernt haben, können wir den Akku einfach mit dem Fingernagel aus der Halterung heben. Dadurch ist es beim Fairphone 3 auch problemlos möglich, einen leeren Akku durch einen vollen zu ersetzen, was im Ernstfall das Nachladen spart. Haben wir den Akku entfernt, gelangen wir an die beiden SIM-Karten-Steckplätze sowie den Slot für die Micro-SD-Karte. Das Fairphone hat 64 GByte internen Flash-Speicher, der sich dank des Steckplatzes mit einer Speicherkarte ergänzen lässt.

Modularer Aufbau

Bis jetzt haben wir noch keinen Schraubendreher benötigt. Wollen wir das Fairphone 3 weiter auseinandernehmen, benötigen wir jedoch einen. Praktischerweise liefert Fairphone ein kleines Werkzeug mit, das aus einem Kreuzschlitzschraubendreher und einem Hebel besteht, mit dem wir das Display vom Rahmen lösen können. Zuvor müssen wir 13 kleine Schrauben lösen. Dann können wir das Bildschirm-Panel mit Hilfe des Hebelwerkzeugs oder eines flachen Stücks Kunststoff vom Rahmen trennen. Das ging problemlos, das Panel wirkt auf uns stabil.

  • Die Kamera des Fairphone 3 macht anständige Fotos, die qualitativ besser als die des Vorgängermodells sind. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Allerdings kann die Kamera nicht mit der Konkurrenz mithalten: In dieser Situation bringt die manuell zugeschaltete HDR-Funktion beispielsweise nicht die erwartete ausgeglichene Belichtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch in dieser Situation wirkt das Bild viel zu dunkel. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf diesem Bild ist der Vordergrund zu dunkel. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Fairphone 3 hat einen 5,7 Zoll großen Full-HD-Bildschirm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gehäuse des Fairphone 3 ist transparent, so dass das Innenleben erkennbar ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unterhalb der Kamera ist ein Fingerabdrucksensor eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Fairphone 3 wird über einen USB-C-Anschluss geladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Fairphone 3 hat einen Klinkenanschluss für Kopfhörer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Trotz des etwas breiten Rahmens um das Display liegt das Fairphone 3 gut in der Hand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Interessant ist das Fairphone 3 nicht nur wegen seiner nachhaltigeren und faireren Produktion, sondern auch wegen der einfachen Reparierbarkeit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Fairphone 3 lässt sich fast komplett auseinandernehmen. So lassen sich die wichtigsten Komponenten einfach reparieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Oben das Modul mit der 12-Megapixel-Hauptkamera, darunter das Modul mit der Frontkamera und dem Lautsprecher für Telefonie. Rechts das Lautsprechermodul, ganz unten das Modul mit dem Vibrationsmotor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nicht ausgebauen können Nutzer unter anderem das SoC, das im Alltag aber wohl auch nicht kaputt gehen dürfte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Interessant ist das Fairphone 3 nicht nur wegen seiner nachhaltigeren und faireren Produktion, sondern auch wegen der einfachen Reparierbarkeit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Unter dem Display finden wir vier Module, die ebenfalls verschraubt sind: Wir können die Hauptkamera, das Frontkameramodul mit dem Lautsprecher für Telefonate, dem Mikro sowie dem Klinkenanschluss für Kopfhörer, das Hauptlautsprechermodul sowie das unterste Modul mit dem Vibrationsmotor, einem weiteren Mikrofon sowie dem USB-C-Ladeanschluss ausbauen. Nicht für den Ausbau gedacht sind Komponenten wie das SoC oder die WLAN- oder Bluetooth-Einheit.

Der Ausbau der Module ist nicht schwer: Fairphone verwendet bei allen Schrauben die gleiche Größe, wir benötigen also nur den mitgelieferten Schraubendreher (oder ein passendes Äquivalent). Die Module sind mit Steckern verbunden, die sich leicht ablösen lassen. Mit den vorhandenen Ausbaumöglichkeiten wird eine Vielzahl an Defekten, die im Laufe eines Smartphone-Lebens auftreten können, abgedeckt: defekte Lautsprecher, ausgenudelte Anschlussbuchsen, ein defektes Display oder eine gesprungene Kameraabdeckung.

Preiswerte Ersatzteile

Auf Nachfrage nannte uns Fairphone auch die Preise der Ersatzteile. Wie beim Fairphone 2 lassen sich Defekte auch bei dem neuen Modell mitunter recht preiswert reparieren: Ein Akku kostet 30 Euro, das Kameramodul 50 Euro. Wer das Modul mit der Frontkamera und dem Lautsprecher für das Ohr austauschen muss, zahlt für ein neues Teil 30 Euro. Das untere Modul mit dem Vibrationsmotor und dem Ladeanschluss kostet 20 Euro, das untere Lautsprechermodul ebenfalls. Mit 90 Euro am teuersten ist das Display - verglichen mit den Kosten einer Reparatur in einem Geschäft ohne Garantie dürfte das aber immer noch preiswert sein.

Zusammenbauen konnten wir das Fairphone 3 ebenso leicht wie auseinandernehmen. Eine Anleitung steht im Internet bereit, wir benötigten aber keine. Der Aufbau des Smartphones ist übersichtlich, entsprechend selbsterklärend ist es, die Module zu entfernen. Dennoch sollte man beim Herumschrauben vorsichtig sein, besonders beim Lösen der Steckverbindungen.

Beim Fairphone 3 macht der Hersteller wieder einiges richtig: Es dürfte kaum ein anderes Smartphone auf dem Markt geben, dass sich so leicht selbst reparieren lässt - zu so geringen Kosten. Bereits bei seinem zweiten Modell war Fairphone der erste Hersteller, der ein wirklich modulares Smartphone auf den Markt brachte; viele andere Firmen scheiterten an dem Konzept. Das Fairphone 3 hat nichts von der Modularität eingebüßt und ist damit ein echter Exot im Smartphone-Markt.

Die Frage ist: Was bietet das Fairphone 3 über die einfache Reparatur hinaus? Das schauen wir uns auf der nächsten Seite genauer an.

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 Fairphone 3 im Test: Ausstattung Mittelklasse, Reparierbarkeit ExtraklasseQualcomm-SoC und Android 9 
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motzerator 12. Sep 2019

1. Das modulare Konzept gefällt mir sehr gut. Dafür bin ich auch gerne bereit, etwas mehr...

Osterschlumpf 11. Sep 2019

Es ist eine sehr gute Idee, leider haben sie in 1 Punkte total versagt. Sie bauen einfach...

cpt.dirk 09. Sep 2019

Um das Basebandmodul und dessen OS Firmware es ja. Im Rahmen eines Crowdfundings könnte...

FreiGeistler 07. Sep 2019

Oder alternativ die Anforderungen auf ein vernünftiges Mass reduzieren ;-) Ach ne, das...

leistungsträger 04. Sep 2019

Sorry, aber ich finde das Ding wirklich potthässlich. Dazu ist da Technik verbaut, der...


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