Abo
  • Services:
Anzeige
CPUs, hier ein Wafer mit Xeons, bestehen u. a. aus seltenen Rohstoffen.
CPUs, hier ein Wafer mit Xeons, bestehen u. a. aus seltenen Rohstoffen. (Bild: Intel)

Faire Produktion: Intel ab 2016 frei von Konfliktrohstoffen

Chips brauchen viele seltene Rohstoffe - und die kommen oft aus Konfliktregionen wie Zentralafrika. Bereits seit 2008 arbeitet Intel daran, über seine Lieferanten nicht indirekt die zahlreichen Bürgerkriegsparteien zu finanzieren. 2016 soll dieser Prozess abgeschlossen sein.

Anzeige

In zwei Jahren will Intel sicherstellen, dass seine Produkte frei von Konfliktrohstoffen sind. Dies gab das Unternehmen in einem Blogbeitrag bekannt. Der Chiphersteller bekräftigt damit eine Initiative, die Konzernchef Brian Krzanich auf der CES Anfang 2014 angekündigt hatte. Wie aus einem Intel-Bericht zu Konfliktrohstoffen hervorgeht, arbeitet das Unternehmen bereits seit 2008 am fairen Handel der Materialien.

Für US-Unternehmen gibt es dabei vor allem die Auflage, "DRC conflict-free" zu sein, die Abkürzung steht für die Demokratische Republik Kongo. Aus diesem Land und seinen Nachbarstaaten in Zentralafrika kommt ein Großteil der für die Elektronikproduktion benötigten Rohstoffe wie Gold, Tantal, Wolfram und Zinn - alles Materialien, die Intel für die Chipherstellung braucht.

Seit dem Jahr 2010 müssen US-Firmen, wenn sie Rohstoffe aus dieser Region verwenden, bei der Behörde SEC dafür einen gesonderten Bericht einreichen. Laut Intels Darstellung ist der Halbleiterhersteller eines von nur vier Unternehmen, das diesen zuvor von einer externen Organisation prüfen ließ. 1.300 solcher SEC-Berichte soll es aber bisher gegeben haben.

Hüttenwerke als zentraler Ansatzpunkt

Vor allem die Hüttenwerke, in denen die Mineralien vor der Verschiffung aufbereitet werden, hat Intel dabei als zentral für die Überwachung der Lieferkette ausgemacht. 97 dieser Betriebe sind nun als conflict-free zertifiziert, Intel selbst hat bisher 88 Hüttenwerke in 21 Ländern besucht und überprüft.

Die Betreiber dieser Fabriken auf Konfliktrohstoffe hinzuweisen, ist dabei eine Methode, um in den betroffenen Ländern Bewusstsein für das Problem zu schaffen, meint Intel. Als man vor fünf Jahren darauf hinwies, so das Unternehmen in seinem Blog, war die Herkunft der Mineralien bei den Hütten oft kein Thema. Inzwischen sei das anders, die Frage nach den Quellen der Rohstoffe werde ständig diskutiert.

Intel ist mit seinen Bemühungen, die auch auf einer eigenen Webseite zusammengefasst sind, eines der ersten großen US-Unternehmen der Elektronikbranche, das sich um faire Produktion von Rohstoffen öffentlich bemüht. Auch Apple hatte eine solche Initiative Anfang 2014 angestoßen, anders als Intel nannte das Unternehmen aber bisher keinen Termin, bis zu dem seine Rohstoffe conflict-free sein sollen.


eye home zur Startseite
timo.w.strauss 05. Sep 2014

Conflict free, indirekt. Das ist wie mit den Arbeitsbedingungen bei der Industrie. Dein...

S.Metzler 04. Sep 2014

Die Kommentare in diesem Thread zeigen leider wie wenig Sachverstand hier versammelt ist...

triplekiller 04. Sep 2014

Stattdessen werden die Rohstoffe in jenen Ländern gewonnen und verarbeitet, in denen auch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. LogPay Financial Services GmbH, Eschborn
  3. ARRK ENGINEERING, München
  4. Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,99€
  2. 8,49€
  3. 9,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  2. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  3. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  4. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  5. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  6. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  7. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  8. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  9. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  10. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Olympus Tough TG5 vs. Nikon Coolpix W300: Die Schlechtwetter-Kameras
Olympus Tough TG5 vs. Nikon Coolpix W300
Die Schlechtwetter-Kameras
  1. Mobilestudio Pro 16 im Test Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
  2. HP Z8 Workstation Mit 3 TByte RAM und 56 CPU-Kernen komplexe Bilder rendern
  3. Meeting Owl KI-Eule erkennt Teilnehmer in Meetings

E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Community based Parking Mercedes S-Klasse liefert Daten für Boschs Parkplatzsuche

  1. Re: Aber PGP ist schuld ...

    Pete Sabacker | 03:31

  2. Re: Wie sicher sind solche Qi-Spulen vor Attacken?

    Maatze | 02:48

  3. Re: "dem sei ohnehin nicht mehr zu helfen"

    LinuxMcBook | 02:45

  4. Re: Interessant [...] ist immer die Kapazität des...

    nightmar17 | 01:36

  5. Re: Das heißt H2/2018 gibt es Ryzen dann mit 4,4 Ghz

    ELKINATOR | 01:35


  1. 15:37

  2. 15:08

  3. 14:28

  4. 13:28

  5. 11:03

  6. 09:03

  7. 17:43

  8. 17:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel