Faire IT: Die grüne Challenge

Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.

Artikel von Christiane Schulzki-Haddouti veröffentlicht am
Das Fairphone hat ein modulares Konzept.
Das Fairphone hat ein modulares Konzept. (Bild: Fairphone)

Auseinandernehmen und nach sozialen und ökologischen Kriterien wieder neu zusammenbauen - das ist die Herangehensweise der Startups, die IT-Hardware etwas grüner machen wollen. Dass dieses Re-Engineering eine echte Herausforderung auf vielen Ebenen ist, zeigen die Startups Fairphone, Shift und Nager IT. Das reicht von der Auswahl und Beschaffung der richtigen Rohstoffe bis hin zu den Kunden, die sich bewusst für ein eventuell teureres oder schlicht ein gebrauchtes Gerät entscheiden müssen.

Nachhaltige Smartphones sind modular, doch das genügt nicht

Die Geschichte der modularen Smartphones beginnt mit der Beobachtung, dass die aufwendig hergestellten digitalen Alleskönner im Schnitt nicht älter als zwei Jahre werden. Denn schon wird dem Nutzer ein noch schöneres, schickeres Gerät per Handyvertrag zu verlockenden Preisen angeboten.

Und natürlich gibt es jederzeit ein Gerät, das eine noch bessere Kameralinse, einen noch größeren Speicherplatz oder die neueste Super-Extra-Funktion hat. Was aber wäre, wenn sich nicht nur Software-, sondern auch Hardwarefunktionen upgraden ließen? Voraussetzung dafür sind leicht austauschbare Module. Am besten wäre es noch, wenn der Nutzer selbst Hand anlegen könnte, ohne auf Gewährleistung und Garantie verzichten zu müssen.

Denn der Ressourcenaufwand für die Produktion von Smartphones ist enorm. Hersteller müssen bis zu 60 unterschiedliche Rohstoffe und Materialien beschaffen: Lithium für die Batterie, Gold für Kontaktstellen, Zinn für Lötstellen, Tantal für Mikro-Kondensatoren, dazu Kobalt und Seltene Erden. Die Arbeitsbedingungen für die Rohstoffgewinnung sind oft menschenunwürdig und verstoßen gegen internationale Standards.

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Gleichwohl sind modulare Systeme nicht unbedingt auch leicht reparierbar: Beispielsweise ist das Google Pixel XL sehr modular aufgebaut, lässt sich aber nur schlecht reparieren. Wenn jedoch für Reparaturen nur einzelne Module ausgetauscht werden müssen, ist das nicht nur ressourcensparend, sondern auch klimafreundlich: Wird ein einziges durchschnittliches Smartphone wiederverwendet, können 14 Kilogramm Rohstoffe und 58 Kilo Treibhausgas-Emissionen eingespart werden. Das stellte 2018 die UMSICHT-Studie des Fraunhofer-Instituts fest. Wiederaufgearbeitete gebrauchte Handys sind in Sachen Nachhaltigkeit also nicht zu schlagen.

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Neuer Anlauf beim Trendsetter Fairphone 
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Neuro-Chef 24. Aug 2019

Jupp, ebenso mit zwei T420ern.

Zweistein 24. Aug 2019

@golem Wenn ihr den Bindestricht bei amnes-tyinternational im Link entfernen würdet...

Trockenobst 22. Aug 2019

Das würde aber bedeuten, dass man Firmen, die selbst nichts mit dem Zeug zu tun haben...

Thaodan 21. Aug 2019

Wirklich? Laut iFixit hat es 7/10 Punkte. Das klingt doch ganz ok?

ichnichdu 15. Aug 2019

Da kann ich mich nur anschließen. Ich hab mir für mein Studium ein gebrauchtes ThinkPad...



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