Fahrzeugsoftware: VW-Chef gesteht Tesla mehr Kompetenz zu

Volkswagens Chef sieht Tesla in puncto Software deutlich vor Volkswagen: Das digitale Erlebnis in VWs komme nicht an das in Teslas heran.

Artikel veröffentlicht am ,
Fehlt dem ID.3 die digitale DNA?
Fehlt dem ID.3 die digitale DNA? (Bild: Volkswagen)

In einem internen Meeting, dessen Inhalt der Automobilwoche (Bezahlschranke) zugespielt wurde, soll Volkswagen-Chef Herbert Diess Teslas Fähigkeiten bei der Softwareentwicklung gelobt und die von Volkswagen kritisiert haben.

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In einigen Punkten sei der Newcomer dem altehrwürdigen Volkswagenkonzern deutlich überlegen. Der Manager findet es problematisch, dass Teslas Fahrzeuge Daten sammeln und Tesla auf diese Weise Verbesserungen entwickeln und diese per Software-Update ausspielen kann. Besonderes Augenmerk gilt laut Diess hier dem Assistenzsystem Autopilot.

"500.000 Teslas funktionieren als neuronales Netz, das kontinuierlich Daten sammelt und dem Kunden im 14-Tages-Rhythmus ein neues Fahrerlebnis bietet", soll der VW-Chef in dem Meeting gesagt haben. Das sei allerdings nicht das einzige, was Tesla von Volkswagen und jedem anderen Autohersteller unterscheide. Auch das Benutzererlebnis sei bei Tesla besser. Das reduzierte Design, die Schlüssellösung und die Reduktion auf den Touchscreen beim Model 3 würden die Kunden lieben, so Diess.

Aufgeben will Diess aber nicht, er hat eine Abteilung gegründet, die einen Aufholplan zu Tesla hinsichtlich der Software-Entwicklung ausarbeiten soll.

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Ärgerlich findet Diess auch, dass Tesla an der Börse doppelt so viel wert sei wie Volkswagen, obwohl sein Unternehmen deutlich größer ist, zahlreiche Marken umfasst und viel mehr Umsatz macht.

Um die CO2-Ziele der EU ohne Strafzahlungen zu erreichen, muss Volkswagen außerdem den E-Golf weiter bauen. Eigentlich sollte der ID.3 die Rolle des CO2-Einsparers übernehmen, doch es gibt Softwareprobleme bei der Produktion. Nun soll der E-Golf etwa bis September 2020 weiter gebaut werden. VW baute im Dezember 2019 den 100.000 E-Golf.

Schon Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass VW ein massives Problem beim ID.3 hat. Beim Bau kann die Software, ohne die das Auto nicht fährt, nicht direkt installiert werden. Deshalb laufen die Fahrzeuge halb fertig vom Band und werden auf riesigen Parkplätzen zwischengelagert. Die Installation soll später von Hand erfolgen. VW hält derweil an der Auslieferung im Sommer fest. Ob es dennoch zu einer Verzögerung aufgrund der Coronakrise kommt, lässt sich nicht vorhersagen. Volkswagen hat die Produktion zumindest in Teilen wieder aufgenommen.

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DeepSpaceJourney 29. Apr 2020

Ich habe doch eben nachgeschaut. Er ist nicht günstiger als ein Verbrenner-Golf.

hansblafoo 29. Apr 2020

Ich glaube seinen Witz habe ich das erste Mal von Fips Asmussen gehört.

DeepSpaceJourney 29. Apr 2020

Oder der Verursacher der Probleme hat das Lenkrad in der Hand. Die Infotainment Systeme...

Teeklee 29. Apr 2020

In Übrigen läuft auch im Tesla Steuerungssoftware made in Germany.

Teeklee 29. Apr 2020

Das war eine Metapher dafür, dass die Bewerbung direkt gelöscht wird... Natürlich...



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