Fahrzeugsicherheit: Wenn das Auto seinen Fahrer erpresst

Dass ein Auto beim Losfahren nicht gleich anspringt, kann viele verschiedene Ursachen haben. Für Marko Wolf könnte demnächst noch eine bislang unbekannte hinzukommen. Den versammelten Autoingenieuren demonstrierte der Sicherheitsexperte der Bosch-Tochterfirma Escrypt am vergangenen Mittwoch auf dem VDI-Kongress ELIV in Bonn, wie sich Hacker mit Tools aus dem Darknet eine solche Ransomware-Attacke zusammenbasteln und die Autofahrer erpressen könnten. Auch wenn es in der Realität einen solchen Angriff bislang noch nicht gegeben hat: Die Autokonzerne stehen vor der großen Herausforderung, bei vernetzten Autos die IT-Sicherheit künftig über die gesamte Lebensdauer von 20 Jahren oder mehr zu garantieren. Die Autos dürfen zwar durchrosten, sollen sich aber bis zu ihrer Verschrottung nicht hacken lassen.
Wolf hat die Ransomware-Attacke à la Wanna Cry mit Bedacht gewählt. Denn kriminelle Hacker oder staatliche Akteure mit Devisenbedarf benötigen in der Regel ein Geschäftsmodell, um mit einem Angriff auch Geld einnehmen zu können. Nach Ansicht Wolfs könnten selbst Privatnutzer bereit sein, ein geringes Lösegeld in Bitcoins zu zahlen, um ihr Auto wieder aus der Hand der Erpresser zu "befreien".