Fahrzeugdaten: In China funken Elektroautos nach Hause

Viele Elektroautos können relevante Fahrzeugdaten übertragen, beispielsweise an den Hersteller zur Wartung. In China bekommen Regierungseinrichtungen die Daten.

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Elektroauto Tesla Model X (Symbolbild): über 220.000 Elektroautos in Schanghai
Elektroauto Tesla Model X (Symbolbild): über 220.000 Elektroautos in Schanghai (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wissen, wo die Bürger fahren: Elektroautos in China übertragen Daten an Zentren, welche die chinesische Regierung eingerichtet hat. Das ist für Elektroautos gesetzlich vorgeschrieben, nicht aber für Fahrzeuge mit Verbrennungsantrieb. Wozu die Daten verwendet werden, ist unklar.

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Die Fahrzeuge funkten permanent in Echtzeit umfangreiche Daten, berichtet die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Dazu gehörten Standort, Ladestand des Akkus, Motordaten - insgesamt über 60 Werte. Die rund 200 Hersteller, die ihre Elektroautos in China verkauften, beugten sich den Vorgaben der Regierung und stellten die Daten zur Verfügung. Darunter sind die deutschen Automobilkonzerne BMW, Daimler und Volkswagen, aber auch Tesla.

Die Daten werden in Einrichtungen wie dem Shanghai Electric Vehicle Public Data Collecting, Monitoring and Research Center (SHEVDC) verarbeitet. In der ostchinesischen Metropole sind über 220.000 Elektrofahrzeuge unterwegs, die meisten davon Pkw. Auf einem großen Bildschirm an der Wand sind alle mit einem Punkt auf einer digitalen Karte repräsentiert.

Für Verkehrsplanung, gegen Subventionsbetrug

Per Klick auf einen solchen Punkt könne sich der SHEVDC-Mitarbeiter die Fahrzeugdaten anzeigen lassen: Kennzeichen, Halter, Baujahr sowie aktuelle Daten. Die Daten würden für administrative Zwecke erhoben, sagte der SHEVDC-Leiter der Nachrichtenagentur, beispielsweise zur Verkehrsplanung und Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit. Außerdem sollten sie zur Bekämpfung von Subventionsbetrug eingesetzt werden.

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Kritiker hingegen sehen darin eine weitere Überwachungsmaßnahme der Behörden. Diese wollten jederzeit wissen, was die Menschen vorhätten, um so schnell wie möglich darauf reagieren zu können, sagte Maya Wang, China-Expertin der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, AP.

Das bestritt der SHEVDC-Leiter. Die Sicherheitsbehörden könnten die Daten zwar einsehen, aber nur auf formalen Antrag. Allerdings habe das Zentrum bisher keine Daten an Polizei, Staatsanwälte oder Gerichte weitergegeben. Einmal habe das SHEVDC Behörden bei der Untersuchung eines Fahrzeugbrandes geholfen.

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