Eigentlich wird Google Maps immer besser

Ein seltsamer Abzweig hinter einem rot-weißen Schrankenbaum wird mir von ihr angesagt. Da soll ich reinfahren. Doch ich habe Angst. Anwohner raten mir auch ab: "Da ist sehr hohes Gras und Sie kommen in die Rieselfelder. Sonst kommt da nichts mehr." Um meinen Zielort zu erreichen, solle ich umdrehen und erst einmal Brusendorf in Google Maps als Ziel eingeben, sagen die freundlichen Einheimischen. So komme ich dann wirklich doch noch nach Hause und versinke nicht in den Abwässern.

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Gegenwärtig nutzen 1 Milliarde Menschen Google Maps jeden Monat. "Wir haben 150 Millionen Menschen, die weltweit Daten bereitstellen. 15 Millionen Updates kommen pro Tag aus der Community und staatlichen Quellen. Stellen sie sich die Map lebendig vor", sagte Christopher Phillips, Head of Geo bei Google, dem Wall Street Journal.

Nach unserer Tour haben wie bei Google nachgefragt, was da schiefgelaufen sein könnte. Google-Sprecher Alexander Bressel sagte Golem.de zu unserer Kritik: "Wir optimieren Google Maps kontinuierlich und haben erst Ende Juli angekündigt, dass wir vor allem die Navigation für Fahrräder verbessern werden."

Google Maps bietet seit über zwölf Jahren Fahrradrouten an - nach eigenen Angaben mit künstlicher Intelligenz in Verbindung mit offiziellen Daten von Städten, "zuverlässigen kartografischen Partnern und dem Feedback der Google-Maps-Community." Erst Ende Juli 2022 seien Verbesserungen dazugekommen, etwa das Vergleichen von Fahrradrouten, um eine bevorstehende Fahrt vorzubereiten.

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Ist eine Route ausgewählt, werden Höhenunterschiede entlang der Strecke angezeigt und wie stark der Autoverkehr ist. "Außerdem erhaltet ihr eine ausführliche Aufschlüsselung der Route, so dass ihr auf einen Blick erkennen könnt, auf welcher Art von Straße ihr unterwegs sein werdet - zum Beispiel auf einer viel befahrenen oder einer Seitenstraße", erklärte das Unternehmen. Das hat bei mir aber leider nicht funktioniert oder war noch nicht freigeschaltet.

Vishal Dutta, Product Manager von Google Maps, sagte im Juli 2020: "Um Ihnen die aktuellste Fahrradroute zu bieten, verwenden wir eine Kombination aus maschinellem Lernen, komplexen Algorithmen und unserem Verständnis der realen Bedingungen auf der Grundlage von Bildern und Daten von Regierungsbehörden und Community-Beiträgen." Tunnel, Treppen und schlechte Oberflächenbedingungen würden berücksichtigt und lokale Regierungsbehörden könnten Daten zu neuen Radwegen über das Geodaten-Upload-Tool bereitstellen, damit neueste Radweginformationen in Google Maps wiedergegeben werden, erklärte Dutta.

Garmin Edge Explore 2 - GPS-Fahrradnavi für Tourenradfahrende & E-Bikende

Andere Fahrradnavis können es besser

Laut dem Golem.de-Test vom September 2021 sind spezialisierte Fahrrad-Navigationsgeräte von Garmin, Wahoo, Hammerhead und anderen Herstellern speziell auf die Bedürfnisse von Radlern ausgerichtet und darum Apps wie Google Maps überlegen.

Wichtige Funktionen für Sportler seien das Aufzeichnen von Aktivitäten, etwa Herzfrequenz oder Leistung. Garmin verwendet eigens Kartenmaterial mit sogenanntem Popularity Routing. Mit der Funktion werden viel genutzte Strecken anderer Fahrer höher beim Routing gewichtet, so dass im Zweifel eher mal auf eine ruhigere oder schönere Strecke geleitet wird, selbst wenn die ein paar Meter länger ist.

Weitere Vorteile von Fahrrad-Navigationsgeräten sind laut dem Test die optimierte Hardware zum Ablesen bei starker Sonne und Offlinefunktionen: Doch das brauchte ich alles gar nicht: Problem auf der Spreewaldtour waren keine Funklöcher, der Akku hielt locker durch und das Display ließ sich immer gut ablesen. Ich wollte einfach nur befahrbare Wege, alles andere hatte ich durch Smartphone und Google Maps.

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 Fahrradtour: Als Google Maps mich mehrfach fast umgebracht hätte
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