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Fahrdienstvermittler: VW plant für die Zukunft, in der Autobesitz uncool ist

Der Fahrdienstvermittler Gett bekommt von Volkswagen eine Finanzspritze in Höhe von 300 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen will künftig in Europa expandieren und gilt in einigen Märkten als Uber-Konkurrenz.

Artikel veröffentlicht am ,
Gett bekommt von VW viel Geld.
Gett bekommt von VW viel Geld. (Bild: Gett/Bildmontage: Golem.de)

Der Volkswagen Konzern steigt mit 300 Millionen US-Dollar beim Fahrdienstvermittler Gett ein. Volkswagen wolle einen "erheblichen Teil des Umsatzes mit neuen Geschäftsmodellen erwirtschaften", teilte das Unternehmen mit.

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Das Geld soll Gett helfen, in Europa zu expandieren. Das Unternehmen aus Israel ist nach eigenen Angaben in mehr als 60 Städten weltweit aktiv, darunter in London, Moskau und New York. "Im Rahmen unserer künftigen Strategie 2025 ist die Partnerschaft mit Gett für den Volkswagen Konzern ein erster Meilenstein auf dem Weg zu ganzheitlichen Mobilitätslösungen, die unsere Kunden und ihre Mobilitätsbedürfnisse in den Mittelpunkt stellen", sagte VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller.

Mit der Gett-App können Kunden per Knopfdruck Fahrten entweder sofort oder im Voraus buchen. Neben der Personenbeförderung werden Lieferdienste angeboten.

Kein neues Uberpop

Bei Gett sollten nur Fahrer zum Einsatz kommen, die über eine offizielle Lizenz zur Personenbeförderung verfügen, teilte VW mit. Ein Uber-Debakel will das Unternehmen offenbar vermeiden. Uber wollte in vielen Ländern, darunter Deutschland, einen Mitfahrdienst aufbauen, bei dem private Fahrer Kunden mitnehmen und Taxis Konkurrenz machen. Das Geschäftsmodell stieß auf Widerstand der Taxibranche und wurde von vielen Gerichten untersagt. Das Landgericht Frankfurt erklärte den Dienst schließlich deutschlandweit für rechtswidrig.

Der Nachfolger UberX soll gemeinsam mit Mietwagenfirmen, die Fahrer mit Personenbeförderungsschein einstellen, betrieben werden. Die Kunden ordern die Autos ähnlich wie ein Taxi per App, zahlen aber weniger als bei einer klassischen Vermittlung von einer Taxizentrale.

Auch Apple und BMW wollen mitmischen

Mitte Mai 2016 wurde bekannt, dass Apple mit einer Milliarde US-Dollar beim chinesischen Fahrdienst Didi Chuxing einsteigt. Der Uber-Konkurrent ist bisher ausschließlich in seinem Heimatland aktiv. Das Investment solle Apple unter anderem helfen, den dortigen Markt besser kennenzulernen, sagte Unternehmenschef Tim Cook.

Auch BMW will sein Drivenow-Angebot, welches das Unternehmen mit Sixt betreibt, in Deutschland weiterentwickeln. Das Unternehmen könne sich vorstellen, das bisherige Carsharing-Angebot Drivenow zum Ridesharing-System auszubauen, sagte BMW-Vorstand Peter Schwarzbauer Spiegel Online. Ein solcher Mitfahrdienst würde es mehreren Nutzern erlauben, zu einem Ziel zu kommen. Bisher mietet sich jeder Drivenow-Kunde ein Fahrzeug für Kurzstrecken, nimmt aber unterwegs keine weiteren Nutzer auf.



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zatarc 25. Mai 2016

Eben nicht. Besitz bedeutet nur, dass jemand über eine Sache verfügt und in seiner Gewalt...


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