Fahrdienst: Ubers Popularität steigt durch Taxifahrer-Proteste

Die europaweiten Proteste von Taxifahrern gegen Konkurrenzangebote haben Erfolg - allerdings nicht in die Richtung, die die Fahrer planten. Uber hat nach eigenen Angaben davon profitiert und verzeichnet eine deutliche Steigerung der Nachfrage.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden/dpa
Taxibranche wehrt sich gegen Internetkonkurrenz
Taxibranche wehrt sich gegen Internetkonkurrenz (Bild: Emanuele/CC BY-SA 2.0)

Ubers Europa-Chef Pierre-Dimitri Gore-Coty sagte dem Fernsehsender Bloomberg TV, der Fahrdienst profitiere von den Protesten der Taxibranche. "Wir arbeiten rund um die Uhr", betonte Gore-Coty. Das Unternehmen habe sechs bis achtmal mehr neue Kunden als an gewöhnlichen Tagen gehabt, in Barcelona seien es sogar elfmal mehr gewesen. Absolute Zahlen gab Uber nicht an.

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In zahlreichen europäischen Städten hatten Taxifahrer am Mittwoch gegen die neue Internetkonkurrenz demonstriert. Über die Apps wird nach Ansicht der Taxifahrer versucht, die strenge Regulierung des Taxibetriebs auszuhebeln. Uber und ähnliche Anbieter betreiben keine eigene Fahrzeugflotte, sondern sind Vermittler zwischen selbstständigen Fahrern und Fahrgästen.

Passend zu den Protesten in London hatte Uber seine Plattform auch für herkömmliche britische Taxis geöffnet. Dieser Schritt dürfte zusätzliches Öl ins Feuer gießen. Die Option UberTaxi will der Anbieter auch auf andere Städte ausweiten, wie Gore-Coty der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) müssen die Länder die neuen Anbieter kontrollieren. Dobrindt vertritt die Meinung, dass entgeltliche und geschäftsmäßige Personenbeförderung genehmigungspflichtig sei. Es sei Sache der Länder, das zu kontrollieren.

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In einer Finanzierungsrunde erhielt der Fahrdienst reichlich Mittel für die weitere Expansion. Uber besorgte sich von Investoren 1,2 Milliarden US-Dollar.

Der ehrenamtliche Vorsitzende der Genossenschaft Taxi Deutschland eG, Dieter Schlenker, sagte anlässlich der Proteste am Mittwoch: "Es besteht die reale Gefahr, dass durch Uber und Co. der gut regulierte Taxi-Markt komplett dereguliert wird. Die Folgen wären Dumpinglöhne; Fahrgäste, die nicht versichert sind, unsichere Autos und Fahrer, die weder ausgebildet noch identifizierbar sind."

EU-Kommissarin Neelie Kroes, die sich schon über das Verbot des alternativen Taxidienstes Uberpop in Brüssel echauffierte, meldete sich erneut zu Wort: "Was wir brauchen, ist ein echter Dialog, bei dem wir über die Umbrüche sprechen können, die durch Technologie entstehen.". Ein Streik habe keinen Sinn. "Der bisherige Weg, Verordnungen rund um die Dienstleister zu schaffen, funktioniert nicht mehr."

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Bouncy 13. Jun 2014

Du beschreibst einen Luxus, von dem man sich offenbar kaum mehr vorstellen, wie extremst...

Bouncy 13. Jun 2014

Jeder Idiot versteht das. Es ist trotzdem vollkommen übertriebener Unsinn. Dein Stil ist...

LRKN 12. Jun 2014

Falsch. Es gab erst vor kurzem ein Urteil gegen ein Taxifahrer der deswegen 150 Euro...

RoyDigerhund 12. Jun 2014

In dem Bericht den ich gestern über "Uber" gesehen habe hatten die alle neuwertige bis...



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