Fahrdienst: Uber will mit Waymo kooperieren

Gerade waren sie sich noch spinnefeind, jetzt wollen sie zusammenarbeiten: Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat auf einer Konferenz bekanntgegeben, dass sein Unternehmen nicht nur seine Testfahrten mit autonom fahrenden Autos wieder aufnehmen wolle, sondern dabei auch mit dem Erzrivalen Waymo über eine Kooperation verhandele.
Nach einem Unfall im März, bei dem eine Fußgängerin starb, stellte Uber sämtliche Testfahrten mit den selbstfahrenden Autos ein, zum Teil gezwungenermaßen , zum Teil freiwillig. Im Sommer wolle Uber die Tests wieder aufnehmen, sagte Khosrowshahi auf der Code Conference(öffnet im neuen Fenster) . Der Fokus werde dabei auf Sicherheit liegen: Die Fahrzeuge würden "auf die sicherste Art und Weise wieder auf die Straße gehen."
Dann überraschte Khosrowshahi das Publikum mit der Nachricht, dass Uber mit Waymo darüber verhandele, dass Waymo seine Autos in Ubers Dienst einbinde. "Ich würde es begrüßen, Waymos Autos in unser Netzwerk aufzunehmen" , sagte er. Auf die erstaunte Frage der Moderatorin Kara Swischer, warum Waymo das tun solle, antwortete er, aus ökonomischen Gründen. Ubers Mitfahrnetzwerk sei das größte der Welt. Davon könne Waymo profitieren. Allerdings sei das die Entscheidung von Waymo.

Im März erst hatten der Fahrdienst Uber und Waymo, Alphabets Tochterunternehmen für autonomes Fahren, ihre knapp zwei Jahre dauernde Fehde beendet. Waymo hatte Uber vorgeworfen, unrechtmäßig Technik von Waymo zu nutzen .
Waymo klagte, der Prozess begann im März. Die Kontrahenten verhandelten gleich nach der Eröffnung über einen Vergleich und einigten sich nach wenigen Tagen . Uber verpflichtet sich, keine von Waymo entwickelte Technik für selbstfahrende Autos zu verwenden sowie sicherzustellen, dass keine Waymo-Komponenten bereits im Einsatz sind. Waymo erhielt einen Anteil an Uber von 0,34 Prozent, etwa 245 Millionen US-Dollar.



