Fahrdienst: Teslas Robotaxis sollen oft aus der Ferne gesteuert werden
Morgan Stanleys Tesla-Analyst Adam Jonas hat nach einem Treffen mit Tesla berichtet, dass die für Austin, Texas, geplante Robotaxi-Flotte auf "viel Teleoperation" zurückgreifen wird. Damit sind die Bedienung der Fahrzeuge und Problemlösung aus der Ferne gemeint. Dies soll sicherstellen, dass der Dienst in jedem Fall ein Erfolg wird.
"Austin hat ein 'Go' bekommen, aber die Flottengröße wird klein sein – etwa zehn bis 20 Autos", wird Jonas von der Webseite Electrek(öffnet im neuen Fenster) zitiert. "Gefahren wird auf öffentlichen Straßen, nur auf Einladung und mit viel Teleoperation, um die Sicherheit zu garantieren." Wie genau diese Teleoperation aussehen wird, ist nicht bekannt; denkbar ist, dass externe Personen bei Problemen eingreifen sollen, wie es menschliche Fahrer aktuell bei ihren eigenen Teslas beim autonomen Fahren machen.
Jonas zitiert den Satz "Wir dürfen keinen Mist bauen", der offenbar von seinem Gesprächspartner bei Tesla stammt. Electrek berichtete bereits darüber(öffnet im neuen Fenster), dass Tesla für den Robotaxi-Dienst in Austin Remote-Driver sucht, die die Fahrzeuge im Falle eines Problems aus der Ferne bedienen können sollen.
Tesla verwendet nur Kameras
Teslas Ansatz eines komplett autonomen Fahrdienstes ist umstritten. Anders als Waymo verwendet Tesla für das autonome Fahren kein Lidar oder Radar, sondern ausschließlich die im Fahrzeug verbauten Kameras, deren Bilder von Algorithmen ausgewertet werden. Waymo hingegen betreibt seine Robotaxis in kartierten Stadtgebieten und setzt dabei neben Kameras auch Lidar ein.
Ein Lidar funktioniert beispielsweise in der Dunkelheit besser als Kameras, zumal die von Tesla verwendeten Kameras eine relativ geringe Auflösung haben. Bei Waymo gibt es auch die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter in einer Zentrale zugeschaltet wird. Dieser soll dem Auto dann aus der misslichen Lage helfen.
Die Kontrolle soll dabei aber nicht übernommen werden, wie der frühere Waymo-Chef John Krafcik erklärt. Eine komplette Fernsteuerung sei aus Gründen der Signalverzögerung nicht sinnvoll, so Krafcik. Das könnte auch beim schnellen Eingreifen in Notsituationen aus der Ferne ein Problem sein.
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