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Fahrbericht Xpeng P7+: Eine Limousine, die nicht Premium sein soll

Xpengs P7+ ist eine gut ausgestattete Limousine. Ins Premiumsegment will sich der chinesische Hersteller aber nicht einsortieren lassen.
/ Dirk Kunde
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Der Xpeng P7+ hat bei unserer Probefahrt einige Blicke auf sich gezogen. (Bild: Dirk Kunde)
Der Xpeng P7+ hat bei unserer Probefahrt einige Blicke auf sich gezogen. Bild: Dirk Kunde
Inhalt
  1. Fahrbericht Xpeng P7+: Eine Limousine, die nicht Premium sein soll
  2. Ruppiger Spurhalter
  3. Lädt schneller, als die Ladesäule erlaubt
  4. Arbeiten auf der Rückbank

In dem kleinen Örtchen Vilafranca del Penedès westlich von Barcelona drehen sich im Vorbeigehen etliche Köpfe nach dem Xpeng P7+ um. Während einer Kaffeepause steht die elektrische Limousine am Straßenrand und wir beobachten die Reaktionen.

Das silberne X auf der Fronthaube sagt vermutlich nur wenigen Passanten etwas. Doch die graue Karosserie mit dem schwarzen Greenhouse, ab der Gürtellinie aufwärts, hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Ihn unterstützen die Abmessungen von 5,07 m in der Länge und 1,94 m in der Breite. Der äußere Eindruck sagt: Hier steht ein Premiumfahrzeug der Oberklasse.

"Nein, nein, wir sprechen nicht von Premium,"sagt hingegen Markus Schrick im Gespräch mit Golem. Wir schildern dem Deutschland-Geschäftsführer nach der Proberunde die Szene aus Vilafranca. Doch Schrick, ehemaliger Automanager bei Hyundai und Audi, will das Portfolio der chinesischen Marke nicht als Premium positionieren. In den Wettbewerb mit den entsprechenden deutschen Herstellern will er sich nicht begeben.

Dreimal 7

Die Automarke ist bereits mit einem P7 in Deutschland vertreten. Allerdings ist der P7+ ein komplett anderes Auto: andere Plattform, 800- statt 400-Volt-Batteriesystem und 9 cm länger. Der P7 ist auf Sportlichkeit ausgelegt, der P7+ ist ein geräumiges, komfortables Familienauto. Warum beide Modelle die gleiche Ziffer tragen, bleibt ein Rätsel. Xpeng bringt noch einen Sportwagen unter der Modellbezeichnung The Next P7 nach Deutschland. Damit ist die Verwirrung perfekt.

Drei Versionen des P7+

Die Standardvariante des P7+ kommt mit einem 180 kW starken permanenterregten Synchronmotor im Heck. Die LFP-Batterie fasst 61,7 kWh für bis zu 455 km. Die Long-Range-Variante mit 230 kW Motorleistung und 74,9 kWh bietet eine Reichweite von bis zu 530 km.

Die Allradversion nutzt ebenfalls die große Batterie für bis zu 500 km. Die Systemleistung beider Motoren liegt bei 370 kW. In 4,3 Sekunden spurtet der Wagen damit aus dem Stand auf 100 km/h.

Digitaler Rückspiegel

Wir sind mit einem Long-Range-Modell unterwegs. Wie stark der chinesische Hersteller softwaregetrieben ist, belegen die Einstellungen der Außenspiegel sowie das Öffnen des Handschuhfachs. Beides funktioniert nur über Menüpunkte auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm.

Auch der Blick in den Rückspiegel überrascht: Es ist ein Monitor. Man sieht die uneingeschränkte Sicht der Heckkamera. Dabei hat der P7+ eine klassische Heckscheibe.

Doch ein Querbalken im Dach versperrt die Sicht, und so ist nur ein schmaler Schlitz im Rückspiegel sichtbar. Somit hat man die Wahl: klassischer Spiegel oder Innenrückspiegel mit Streamingfunktion.


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