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Arbeiten auf der Rückbank

Doch hier spielt der Komfort seine Vorteile aus: Massage, Akustikglas, Lüftung oder Heizung in allen vier Sitzen. 3 m Radstand sorgen für viel Beinfreiheit auf der Rückbank. Deren Rückenlehne lässt sich um zehn Grad nach hinten verstellen. Von hier hat man den besten Blick aus dem großen Glasdach.

Wer arbeiten will, findet im Rücken des Beifahrersitzes einen stabilen Klapptisch. Auf dem Bildschirm zwischen den Sitzen kann man von hinten den Beifahrersitz nach vorn schieben oder sogar einklappen. Auch die Medienauswahl, Klima- und Massageeinstellungen findet man hier. Der P7+ ist eindeutig als Chauffeurauto einsetzbar.

Keine Kofferraumabdeckung

Unser Gepäck verliert sich im Kofferraum. Er fasst 573 Liter. Daraus werden mit umgeklappter Rückenlehne 1.931 Liter. Eine zu schließende Abdeckung über dem Gepäck fehlt im Kofferraum. Doch kann man von außen durch die dunkel getönte Heckscheibe nicht erkennen, was geladen wurde. Unter dem Kofferraumboden ist ein tiefes Staufach für ein Ladekabel. In der Front ist leider kein Stauraum, was bei der Fahrzeuglänge sowie Heckantrieb überrascht.

Updates kommen

Im Gespräch mit Markus Schrick wird klar, dass der zu ruppige Spurhalteassistent und die konstant auftretende Meldung, die Hände ans Lenkrad zu legen, noch Bugs sind. Die Hände waren natürlich stets am Lenkrad.

Doch in beiden Fällen muss ein Update nachbessern, bevor die Autos ausgeliefert werden. Gefertigt wird der P7+ bei Magna im österreichischen Graz. Das spart dem Hersteller den Strafzoll auf Importe aus China.

Mit Fußball wachsen

Schrick hat ehrgeizige Absatzpläne. In diesem Jahr will er 8.000 Autos verkaufen, im kommenden 15.000 – eine ordentliche Steigerung von den 3.000 verkauften Stück im vergangenen Jahr. Die Zahl der Händlerstandorte soll im Laufe des Jahres von 60 auf 110 wachsen.

Noch kennen nur wenige Menschen die Marke. Das will der Manager mit Sportsponsoring in drei Sportarten ändern. Eine wird Fußball sein, vermutlich mit einem Bundesligaverein, doch will er keinen Namen nennen. Die Tinte unter dem Vertrag sei noch nicht trocken. "Wir wollen der deutscheste aller chinesischen Anbieter werden,"sagt Schrick.

Die Zusammenarbeit von Xpeng mit Volkswagen in China helfe mehr bei hiesigen Händlern als bei Kunden, sagt der Automanager. Im Herbst 2023 beteiligte sich Volkswagen mit rund fünf Prozent an dem 2014 gegründeten Unternehmen. Das erste E-Auto dieser Kooperation, der ID.Unyx 08, kommt gerade in China auf den Markt. In Deutschland verkauft Xpeng neben dem P7+ noch die beiden SUV G6 und G9. Es soll noch der Van X9 folgen.

Preise mit Vollausstattung

Preislich startet der P7+ bei 46.600 Euro. Unser Testwagen liegt bei 49.600 Euro und die Allradversion kostet 53.600 Euro. Standardfarbe ist arktisches Weiß. Wer eine der drei übrigen Farben möchte, zahlt 800 Euro dafür. Bei der Innenausstattung hat man die Wahl zwischen hell- und dunkelgrau.

Alle erwähnten Elemente der Long-Range-Version sind Teil der Serienausstattung. Als zusätzliche Option gibt es lediglich eine elektrisch ausklappbare Anhängerkupplung (1.190 Euro). Damit lässt sich ein Anhänger bis 1.500 kg Gewicht ziehen oder ein Fahrradträger mit bis zu 75 kg beladen. Mit Blick auf den Preis unseres Testautos bekommt man eine Idee, warum Markus Schrick nicht von Premium sprechen mag.

Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Barcelona hat Xpeng übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


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