Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Ruppiger Spurhalter

Unsere Route führt aus Barcelona heraus in Richtung Westen. Das Auto liefert den Komfort, den man von einer Reiselimousine erwartet. Das ermöglichen ein Doppelquerlenker mit Einzelradaufhängung vorn sowie ein Fünflenker mit Einzelradaufhängung hinten. Hinzu kommt ein adaptives Fahrwerk (DCC), das die Stoßdämpferhärte dem Fahrstil und der Qualität des Straßenbelags anpasst.

Leider korrigiert der Spurhalteassistent (LCC) unsere Position in der Fahrbahn recht ruppig. Den Assistenten kann man nur abschalten, wenn man das Auto anhält. Ein Rastplatz ist nicht in Sicht, also bleibt er aktiv. Das ist auch Voraussetzung für den Fahrassistenten Xpilot (Level 2), der Abstand, Tempo und Spur hält.

Fahrgefühl ist Eco, Normal, Sport oder "Individuell"

Einfacher gelöst ist das Abschalten des Tempowarners: einfach mit dem Finger vom oberen Rand des 15,6 Zoll großen Bildschirms nach unten wischen und die entsprechende Kachel deaktivieren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h, was man bei der Blitzerdichte in der Region um Barcelona besser nicht ausprobiert.

Die gewünschten Fahreigenschaften legt man über die typischen Modi (Eco, Normal, Sport) sowie die Auswahl "Individuell" fest. Dazu gehören neben Motorleistung, Lenkung und Steifigkeit der Federung auch die Rekuperation, die bis zum Stillstand funktioniert (One Pedal Drive).

Den toten Winkel in der Frontscheibe sehen

Unsere Navigation erfolgt über Apple Carplay mit Google Maps. Das Smartphone liegt in der Ablage der Mittelkonsole, wo es induktiv geladen und auch gekühlt wird. Leider übernimmt das Head-up-Display keine Richtungsangaben von Carplay. Das funktioniert nur mit dem fahrzeugeigenen Navi.

Doch zeigt die Projektion in der Frontscheibe alle von den 26 Sensoren erkannten Verkehrsteilnehmer. Entgegenkommende Autos, Motorräder, Fußgänger und parkende Autos sind zu sehen. Die Darstellung lenkt ab und hilft wenig.

Zum Glück kann man vom sogenannten Wahrnehmungsmodus in den Navigations- oder Basismodus wechseln. Hier sind die Anzeigen auf das Wesentliche reduziert. Als praktisch erweist sich dagegen die Anzeige der Toter-Winkel-Kamera im Head-up-Display. Beim Rechtsabbiegen sieht man in der Frontscheibe, ob sich von hinten noch ein Roller- oder Radfahrer nähert.

Kleiner Roboter hilft

Etliche der genannten Menüpunkte und die Einstellung der Rekuperationsleistung lassen sich nicht auf Anhieb finden. Es gibt viele Rubriken im Menü und dazu jeweils viel Text. Die Auswahloptionen sind meist zu klein dargestellt und lassen sich während der Fahrt nur schwer auswählen.

Die passende Alternative ist ein hilfsbereiter Roboter, der auf dem großen Bildschirm erscheint, sobald man möglichst deutsch akzentuiert "Hey Xpeng" sagt. Bei den Fahrzeugfunktionen ist der Roboter ohne Namen eine große Hilfe. Bei Fragen nach Witzen, Rezepten oder sonstigem Wissen aus der Außenwelt ist er eine Enttäuschung.


Relevante Themen