Da auch beim Laden an einem öffentlichen AC-Lader weder Ladeleistung noch Endzeit angezeigt werden, ist es schwierig zu überprüfen, ob der Testwagen den 22-kW-Onboard-Charger enthält. Nach einem Ladevorgang auf 100 Prozent steht die Reichweitenanzeige bei 335 km.
Ohne ein Datenblatt im Fahrzeug gehe ich davon aus, dass es die Version mit der kleinen Batterie (52,4 kWh) mit 314 km Reichweite ist. Weit gefehlt! Der Testwagen hat die große Batterie mit 88,5 kWh für 523 km Reichweite. Die Diskrepanz von 188 km zwischen WLTP- und Anzeigewert überrascht.
335 km Reichweite bei 88,5 kWh Energie bedeuten einen rechnerischen Verbrauch von 26,4 kWh pro 100 km. Am Ende der 2.000 gefahrenen Kilometer zeigt die Verbrauchsanzeige 25,2 kWh. Das ist zu hoch, wenn man sich Wettbewerber wie den Skoda Enyaq oder Tesla Model Y im gleichen Segment anschaut.
Dabei fällt der cW-Wert mit 0,24 bei dem 1,62 m hohen, 4,60 m langen und knapp zwei Tonnen schweren SUV gut aus. Während der Testfahrt herrschten winterliche, einstellige Temperaturen.
Die meisten Kilometer wurden in den Niederlanden absolviert, wo tagsüber auf etlichen Autobahnabschnitten ein Tempolimit von 100 km/h gilt. In Deutschland wurde der T10X nie über 140 km/h gefahren, obwohl 185 km/h möglich gewesen wären.
Bild 1/14: Ausfall des Navis mit Ladeplanung während der Fahrt (Bild: Dirk Kunde)
Bild 2/14: Zu Testbeginn war die eSIM des Fahrzeugs nicht freigeschaltet. Ein Hotspot mit dem Smartphone soll Abhilfe schaffen, doch die Verbindung mit dem Fahrzeug scheitert. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 3/14: Mit der Smartphone-App verbindet man kein Auto, sondern ein Smart Device. (Screenshot: Dirk Kunde)
Bild 4/14: Die Mittelkonsole vereint Gangwahlhebel, induktive Smartphone-Ladeablage sowie ein Drehrad, das beim Reset eine wichtige Rolle spielt. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 5/14: Eine App im Fahrzeug stellt digitale Kunstwerke zur Auswahl, die den gesamten Bildschirmbereich einnehmen und auch die Lichtfarbe im Fahrzeug bestimmen. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 6/14: Übersichtliche Darstellung der gewünschten Fahrdaten im Kombiinstrument (Bild: Dirk Kunde)
Bild 7/14: Mit 441 Litern bietet der Kofferraum des SUV reichlich Stauraum. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 8/14: Kein Stauraum in der Front. Obwohl der Motor im Heck arbeitet, belegt Technik den Frontbereich. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 9/14: Eine Kamera auf dem Armaturenbrett überwacht die Aufmerksamkeit des Fahrers. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 10/14: Der SUV benötigt vier Anläufe, bevor er Energie aus dem Fastned-Schnelllader annimmt. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 11/14: Während des Ladens zeigt das Kombiinstrument weder Ladeleistung noch die Dauer bis zum Ziel-SoC an. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 12/14: Routenplanung in der App: Für eine Strecke von 540 km werden vier Ladestopps vorgeschlagen. (Screenshot: Dirk Kunde)
Bild 13/14: Während Youtube die Wiedergabe beim Fahren einstellt, läuft TRT weiter. (Bild: Dirk Kunde)
Bild 14/14: Mit 25,2 kWh auf 100 km fällt der Verbrauch über die knapp 2.000 gefahrenen Kilometer hoch aus. (Bild: Dirk Kunde)
Die Ladeplanung des Fahrzeugs schickt uns stets nach 200 km an eine Ladestation, die nicht immer in Autobahnnähe liegt. Dabei liegt die Restkapazität oft noch über 20 Prozent. Das widerspricht den gewählten Einstellungen im Menü. Unsere Ladeplanung erfolgt also eigenständig per Smartphone. Damit entfällt allerdings die Chance auf eine Vorkonditionierung der Batterie.