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Kleine oder große Batterie?

Da auch beim Laden an einem öffentlichen AC-Lader weder Ladeleistung noch Endzeit angezeigt werden, ist es schwierig zu überprüfen, ob der Testwagen den 22-kW-Onboard-Charger enthält. Nach einem Ladevorgang auf 100 Prozent steht die Reichweitenanzeige bei 335 km.

Ohne ein Datenblatt im Fahrzeug gehe ich davon aus, dass es die Version mit der kleinen Batterie (52,4 kWh) mit 314 km Reichweite ist. Weit gefehlt! Der Testwagen hat die große Batterie mit 88,5 kWh für 523 km Reichweite. Die Diskrepanz von 188 km zwischen WLTP- und Anzeigewert überrascht.

Zu hoher Verbrauch

335 km Reichweite bei 88,5 kWh Energie bedeuten einen rechnerischen Verbrauch von 26,4 kWh pro 100 km. Am Ende der 2.000 gefahrenen Kilometer zeigt die Verbrauchsanzeige 25,2 kWh. Das ist zu hoch, wenn man sich Wettbewerber wie den Skoda Enyaq oder Tesla Model Y im gleichen Segment anschaut.

Dabei fällt der cW-Wert mit 0,24 bei dem 1,62 m hohen, 4,60 m langen und knapp zwei Tonnen schweren SUV gut aus. Während der Testfahrt herrschten winterliche, einstellige Temperaturen.

Die meisten Kilometer wurden in den Niederlanden absolviert, wo tagsüber auf etlichen Autobahnabschnitten ein Tempolimit von 100 km/h gilt. In Deutschland wurde der T10X nie über 140 km/h gefahren, obwohl 185 km/h möglich gewesen wären.

Die Ladeplanung des Fahrzeugs schickt uns stets nach 200 km an eine Ladestation, die nicht immer in Autobahnnähe liegt. Dabei liegt die Restkapazität oft noch über 20 Prozent. Das widerspricht den gewählten Einstellungen im Menü. Unsere Ladeplanung erfolgt also eigenständig per Smartphone. Damit entfällt allerdings die Chance auf eine Vorkonditionierung der Batterie.


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