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Hoher Verbrauch

Unsere Tour (Testzeitraum Ende März) führt bei 5 °C vorwiegend über bayrische Landstraßen. Der Verbrauch sollte laut Broschüre bei 15,2 kWh auf 100 km liegen. Am Ende unserer Tagestour zeigt der Bildschirm 20,2 kWh an. Rechnerisch sind mit diesem Verbrauch 257 km möglich. Für die Fahrt in den Urlaub ist das zu wenig.

Unsere Batterieladung zeigt bei Ankunft noch mehr als 60 Prozent an, somit macht ein Ladestopp kaum Sinn. Laut Hersteller lädt der Renault 4 mit Wechselstrom 11 kW und am Schnelllader mit bis zu 100 kW bei der großen Batterie. Bei der kleineren Batterie sind es maximal 80 kW. Doch gilt für beide Varianten eine Ladezeit von 30 Minuten für 15 bis 80 Prozent. Die meisten Hersteller geben für eine bessere Vergleichbarkeit die Zeit von 10 bis 80 Prozent an.

Nach einer kurzen Tagestour fällt ein Urteil schwer, doch liegt der Verdacht nah, dass es sich wie beim Renault 5 verhält. Das Modell sind wir über mehrere Tage im Winter gefahren. Auch dort wichen Verbrauch sowie maximale Ladeleistung deutlich von den Broschürenwerten ab. Beide Autos nutzen dieselbe Plattform.

Stromangabe ans Netz

Für die Variante mit größerer Batterie und stärkerem Motor bietet Renault eine Anhängerkupplung (707 Euro) für bis zu 750 kg Zuglast an, doch dürften damit nur kurze Strecken möglich sein. Ungewöhnlich für das Kleinwagensegment ist die Option für bidirektionales Laden.

Über einen Adapter im Ladeanschluss gibt der Renault 4 Energie an externe Geräte (V2L) als auch ans öffentliche Stromnetz (V2G) ab. Die Renault-Tochter Mobilize wird ab Ende 2026 passende Stromtarife anbieten. Noch verzögern regulatorische Hürden und die schleppende Installation von Smart Metern die Anwendung.

Teures Retro-Gefühl

Der Renault 4 120 Urban Range startet bei 29.500 Euro. Der 150 Comfort Range liegt bei 32.500 Euro. Unser Testwagen mit Iconic-Ausstattung sowie Fahrerassistenz (750 Euro), Harman Kardon Paket (750 Euro), V2L-Adapter (200 Euro) und Zweifarblackierung kommt auf einen Preis von 38.850 Euro. Das ist für einen Kleinwagen viel Geld und trübt das Retro-Gefühl ein wenig, egal ob ein frisches Baguette im Korb steckt oder nicht.

Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach München hat Renault übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


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