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Fälschungen bei Amazon: Billigen Celeron als Ryzen 7 verkauft

In den vergangenen Tagen und Wochen sind bei Amazon mehrere gefälschte Ryzen-CPUs aufgetaucht. Nach dem Auspacken erkannten betroffene Nutzer aber schnell, dass es sich eigentlich um einen günstigen Intel-Prozessor plus Alublock handelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Gefälschter Ryzen 7 1700
Gefälschter Ryzen 7 1700 (Bild: sh00ter999)

Amazon hat offenbar unbewusst an mehrere Käufer schlecht gefälschte Prozessoren verkauft. Vor einigen Wochen zeigte sh00ter999 einen entsprechenden Chip, gefolgt von benni09 und zuletzt noch einem namenloser Kunden. Alle drei hatten einen Ryzen 7 1700 bestellt, AMDs günstigste Achtkern-CPU, die derzeit rund 300 Euro kostet und daher beliebt ist.

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Von außen fällt die Fälschung nicht sofort auf, sondern erst nach einem zweiten Blick. Das originale Siegel ist für normale Käufer ohnehin schwer erkennbar und war auch nicht gebrochen, allerdings sieht der Prozessor ungewöhnlich aus - der Heatspreader entspricht nicht dem, den AMD verwendet. Spätestes beim Umdrehen des Chips wird klar: Das ist kein Ryzen mit Pins, sondern ein Modell mit LGA-Kontakten, wie es Intel für seine Sockel 115x verwendet.

  • Die Packung ist zwar die richtige ... (Foto: sh00ter999)
  • ... aber der IHS macht stutzig. (Foto: sh00ter999)
  • Kontakte statt Pins entlarven den Fake. (Foto: sh00ter999)
  • Der Kühler ist eher antik. (Foto: sh00ter999)
  • Links das Original, rechts die Fälschung. (Foto: sh00ter999)
Die Packung ist zwar die richtige ... (Foto: sh00ter999)

Der grobe, lüfterlose Alublock hat mit AMDs Wraith-Kühler nichts zu tun und ist obendrein verbogen und mit stümperhaft entfernter Wärmeleitpaste verschmiert. Zudem fehlt der Ryzen-Aufkleber, der einem echten Chip beiliegt. Bei genauerer Untersuchung stellte sich der vermeintliche 1700 als Celeron heraus, auf dessen Heatspreader ein Aufkleber aufgebracht wurde.

Zumindest von sh00ter999 ist bekannt, dass ihm Amazon kostenlos einen neuen Ryzen 7 geschickt hat. Wie die Fälschung abgelaufen sein könnte, bleibt zwar Spekulation. Denkbar wären Rückläufer, bei denen der Packungsinhalt ausgetauscht wurde, was ohne Siegelbruch machbar ist. Bei Amazon gibt es solche Probleme mit Retourware immer wieder.

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  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

TW1920 21. Jul 2017

Bei Prozessoren auf jeden Fall! Ist bei den meisten Computerbauteilen üblich. Allerdings...

TW1920 21. Jul 2017

Ein Grund warum ich bevorzugt über namhafte Distributoren bestelle. ;) So Probleme kenn...

My1 19. Jul 2017

das ist übel schmerzhaft

My2Cents 19. Jul 2017

Führt wohl auch dazu dass mal ganz anderes geliefert wird. Habe eine Rolle Klettband...


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