Factorio, Satisfactory und Co.: Warum ein IT-Profi bei Bosch Factorio liebt

Ein IT-Consultant bei Bosch verbringt auch Feierabende mit Prozessoptimierung. Doch warum fesselt ihn Factorio so? Wir suchen Antworten.

Ein Interview von veröffentlicht am
Factorio erfreut sich bei ITlern großer Beliebtheit.
Factorio erfreut sich bei ITlern großer Beliebtheit. (Bild: Wube Software LTD)

Viele verschiedene Teams zu organisieren und ein Millionenbudget zu verantworten - einigen Menschen wäre das Grund genug, um nach der Arbeit maximal die Netflix-Serie auf Dauerschleife zu stellen. Für Fabian Texdorf gibt es andere Optionen: Der IT-Consultant beim deutschen Großkonzern Bosch optimiert auf der Arbeit Prozesse und optimiert sie auch in der Freizeit. Er begeistert sich für Factory Games, seitdem er seine Liebe für den Pioniertitel Factorio entdeckt hat.

Inhalt:
  1. Factorio, Satisfactory und Co.: Warum ein IT-Profi bei Bosch Factorio liebt
  2. Mit Stift, Zettel und Excel

Knapp 700 Feierabendstunden hat Texdorf bereits in das Spiel gesteckt, Hunderte weitere in ähnliche Ableger wie Dyson Sphere Program und Satisfactory. Er ist mit seiner Faszination nicht allein: Etwa 13.000 Menschen gleichzeitig spielen Factorio laut Steam Charts. Doch was macht den Reiz aus?

"Viele Programmierer kennen das sicherlich auch: In einem echten Team bin ich nur Teil des großen Projektes. Ich sehe den Anfang und das Ergebnis, bin aber in vielen Dingen nicht involviert", sagt er im Interview mit Golem.de. "In Factorio bin ich selbst Chef. Ich begleite mein eigenes Projekt von Anfang bis Ende, optimiere Prozesse und stecke mir selbst immer wieder neue Ziele."

Aller Anfang ist allerdings schwer. Das gilt bei einem komplexen Spiel wie Factorio besonders. "Am Anfang wollte ich es einfach schaffen", sagt Texdorf. "Ich war froh, als ich das zweite Science Pack geschafft und automatisiert habe." Science Packs sind Meilensteile, die für die Forschung im Spiel wichtig sind. "Das war schon unglaublich schwer, bis dann eben irgendwann der Knoten geplatzt ist."

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Für Texdorf ist die Lernkurve in Factorio mit dem Erlernen einer neuen Programmiersprache vergleichbar. "Haben Sie schon einmal eine Programmiersprache gelernt?", fragt er uns. "Anfangs ist das schwierig, aber irgendwann kannst du es. Ab diesem Zeitpunkt fällt dir das Spiel leichter und du hast immer höhere Ambitionen: größer, weiter, besser."

In Factorio ist der Weg das Ziel

Diese Ambitionen treiben Texdorf zu immer größeren Projekten an. Dabei ist das eigentliche Spielziel bereits nach etwa 40 bis 60 Stunden erreicht: eine Rakete zu bauen und vom desolaten und von Kreaturen verseuchten Planeten zu fliehen. Für einen Großteil der Factorio-Community hört es da aber nicht auf, Texdorf eingeschlossen: "Jeder, der Factorio spielt, wird sagen: Ich finde immer etwas zum Verbessern."

Uns zeigt Texdorf etwa einen seiner Spielstände: In einer riesigen Fabrikanlage wuseln Drohnen umher, rattern die Förderbänder und rauchen die Schornsteine. In der Mitte ein Raketensilo, aus dem alle zwei Minuten eine Rakete emporsteigt. Theoretisch gewinnt er also im Zweiminutentakt.

Für ihn ist das Spiel aber lange nicht zu Ende.

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Lanski 30. Mär 2021

Keine Sorge, das liegt nicht daran, dass du älter wirst, das liegt daran, dass du ein...

Crass Spektakel 23. Mär 2021

Mit Industry-Mod und Eskalation-Mod und Loader-Mod hast Du TTD praktisch zu Factorio...

me2 22. Mär 2021

Wenn du viel idlen musst, dann macht du was falsch. ;-)

wiseboar 21. Mär 2021

mir gehts genau so mit Satisfactory. Hab noch nie ein Spiel so lange und gerne gespielt...

mnementh 20. Mär 2021

Also exakt so wie schon im Tierreich gespielt wird: um Fertigkeiten zu üben, die im...



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