Factor 5: Turrican-Entwickler arbeiten für Epic Games in Köln

Epic Games hat seine dritte deutsche Niederlassung eröffnet - mit legendären deutschen Entwicklern: Julian Eggebrecht und Achim Moller waren an Klassikern wie Turrican beteiligt und haben in den USA jahrelang eng mit Lucas Arts und Nintendo zusammengearbeitet.

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Logo von Epic Games
Logo von Epic Games (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

In Köln hat Epic Games (Fortnite, Unreal Engine) seine dritte deutsche Niederlassung eröffnet. Dort arbeiten Entwickler, die zwar in der breiten Öffentlichkeit unbekannt sind, aber bei etwas älteren Gamern einen legendären Ruf genießen: Julian Eggebrecht und Achim Moller. Aus einer offiziellen Mitteilung geht hervor, dass auch weitere Mitglieder ihres einst legendären Entwicklerstudios Factor 5 zu Epic Games Cologne gehören - andere Namen werden aber nicht genannt.

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Das Niederlassung soll an "neuen Formen interaktiver Medien und Streamingtechnologien" arbeiten, schreibt Epic Games. Schon länger hat das US-Unternehmen eine Niederlassung in Berlin, die sich um das Publishing von Fortnite kümmert, sowie einen Ableger in München - dort geht es primär um die Vermarktung der Unreal Engine.

Factor 5 wurde 1987 in Köln gegründet, das Kernteam siedelte 1996 dann ins kalifornische San Rafael um. Das Studio war anfangs an der Entwicklung von Spielereihen wie Turrican, Katakis und R-Type beteiligt. Meist hat Factor 5 weniger das eigentliche Gameplay produziert, sondern primär extrem gut gemachte Umsetzungen programmiert - die teils als besser galten als die Originale. Später haben Eggebrecht und Moller zusammen mit Lucas Arts an Spielen wie Star Wars Rogue Squadron und Indiana Jones and the Infernal Machine gearbeitet.

Eine Zeit lang galt das Team um Eggebrecht und Moller als so etwas wie der wichtigste (inoffizielle) Technologiepartner für Nintendo, insbesondere in der Ära des N64 und des Gamecube. Während dieser Zeit hatte Factor 5 eigene Spiele, aber auch Middelware programmiert. Der zuletzt veröffentlichte eigene Titel war Lair, der 2007 für Playstation 3 erschien, fast ausnahmslos negative Kritik bekam und auch in kommerzieller Hinsicht ein Misserfolg war.

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2009 musste das Studio in den USA wegen finanzieller Schwierigkeiten geschlossen werden, 2011 dann auch die Gesellschaft in Köln. 2017 hatte Eggebrecht in Köln einen Neuanfang mit dem Kauf der Rechte an Turrican versucht, seitdem war von dem Team bis zur Gründung von Epic Games Cologne nichts mehr zu hören.

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