Visaanträge bis unter die Decke
"Jeden Monat streben Millionen junge, gut ausgebildete Inder auf den Arbeitsmarkt, für die es in ihrem Land nicht genug Arbeitsplätze gibt", sagt Eichhorn. Die Anerkennung indischer akademischer Abschlüsse in Deutschland gelinge meist schnell.
Bei Ausbildungen oder Pflegeberufen sei es komplizierter und mit Kosten verbunden. "Eine Anerkennung kostet 400 bis 800 Euro, die nicht jeder hat und die investiert werden müssen, entweder von Kandidaten, bevor das Jobangebot da ist, oder von Unternehmen", sagt Eichhorn. "Wir wünschen uns, dass diese Anerkennung günstiger wird."
Ende 2021 lebten in Deutschland knapp 34.000 berufstätige Inder. Heute dürften es noch mehr sein, denn Indien ist das Nicht-EU-Land, aus dem die meisten Fachkräfte nach Deutschland kommen. Jedoch nicht genug, meint MdB Frank Müller-Rosentritt (FDP), der für die Bundesregierung regelmäßig aus Asien berichtet.
Analoge Prozesse und monatelange Wartezeiten
Im Februar 2020 besuchte er dabei auch das deutsche Konsulat in Neu-Delhi. Dort stapelten sich die Visa-Anträge raumhoch, erzählt er in Neu-Delhi Ende März. "Das lag wohl auch daran, dass ein Umzug des Konsulates anstand. Im Großen und Ganzen ist jedoch tatsächlich ein enormer Stau an unbearbeiteten Anträgen zu verzeichnen", sagt Rosentritt.
Deutschland werde in Indien als "Hort des Fortschritts und des Wohlstandes" wahrgenommen, sagt er. "Allerdings zerplatzen die Träume von Deutschland wie eine Seifenblase in dem Moment, wenn die indischen Studierenden mit dem deutschen Staat in Berührung kommen. Sie werden mit analogen Prozessen konfrontiert, stellen Anträge und warten danach nicht Tage oder Woche, sondern viele Monate auf eine Rückmeldung." In anderen EU-Ländern und auch in Israel sei das nicht so. Dort seien die Prozesse vollständig digitalisiert und Anträge werden innerhalb weniger Tage bearbeitet.
"Für Fachkräfte aus Indien darf es nirgendwo einfacher sein, ein Visum zu beantragen, als in Deutschland bzw. in deutschen Konsulaten", fordert Rosentritt. Ansonsten werde es schwierig, im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte, Top-Talente, Auszubildende und Studierende zu bestehen.
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