Facetime Audio: Mac OS X lernt das Telefonieren
Facetime Audio ist die wichtigste neue Funktion in OS X 10.9.2. Diese Version wurde jetzt an Entwickler verteilt, damit diese ihre Programme und das Apple-Betriebssystem testen können. Mit Facetime Audio sind Telefonate per Voice-Over-IP zwischen Macs und iOS-Geräten wie dem iPhone und dem iPad möglich, ohne dass Telefongebühren anfallen. Das berichtet(öffnet im neuen Fenster) die Website Macrumors. Mobile Nutzer müssen nun stattdessen auf ihr Datentransfervolumen achten, falls keine Flatrate oder nur ein kleines Hochgeschwindigkeitsvolumen vorhanden ist.
Apple hatte Facetime Audio bislang nur für iOS freigeschaltet(öffnet im neuen Fenster), so dass sich lediglich Benutzer der mobilen Geräte auf diese bandbreitenschonende Weise miteinander verständigen konnten, während OS-X-Anwender neben dem Ton auch ein Videobild übertragen.
Apples Facetime holt damit gegenüber Skype immer mehr auf. Allerdings ist mit Apples Lösung noch kein Übergang ins normale Telefonnetz möglich. Hier punktet Skype nicht nur mit günstigen Sprachtarifen ins Ausland, sondern auch mit der Möglichkeit, SMS zu verschicken. Apple bietet für letztere Funktion bereits iMessage an, doch auch hier gilt, dass die Messaging-Funktion nur auf Apple-Hardware funktioniert, während Skype für eine Vielzahl von Desktop- und Mobilbetriebssystemen erhältlich ist.
Ein Windows-Client von Facetime würde die Situation ändern. Die notwendigen Entwicklungsressourcen könnte Apple schnell aufbauen. Das Unternehmen pflegt mit iTunes bereits seit vielen Jahren eine Windows-Software zur Medienverwaltung und -distribution sowie zur Synchronisation mit mobilen Endgeräten und hatte mit Safari auch einen Browser für Windows im Programm.
Wann Apple OS X 10.9.2 veröffentlicht, ist nicht abzusehen. Bei der Vorgängerversion verging zwischen Developer-Release und der Veröffentlichung rund ein Monat.


