Facetime: Apple-Nutzer kämpfen mit Spam-Anrufen

Nutzer von Apples Facetime kämpfen mit ungewollten Gruppenanrufen, die sich teilweise schwer abwimmeln lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Facetime auf einem iPad
Facetime auf einem iPad (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Apples Videotelefonie-Anwendung Facetime hat offenbar ein Problem mit hartnäckigen Spam-Anrufen. Wie Ars Technica meldet, berichten Nutzer seit Monaten über ungewollte Gruppenanrufe, die sie mitunter mitten in der Nacht erreichen.

Das Problem ist, dass es häufig nicht ausreicht, den Anruf der unbekannten Nummer abzulehnen. Eine weitere Nummer ruft dann sofort zurück. Dabei handelt es sich offenbar um Nummern, die ebenfalls in dem Gruppen-Call angerufen werden. In gewisser Weise verselbstständigt sich der ungewollte Anruf also.

Aktuell gibt es für Personen, die derartige ungewollte Gruppenanrufe erhalten, keine Möglichkeiten, diese sinnvoll zu blockieren. Facetime ermöglicht es nicht, Anrufe von Teilnehmern automatisch abzulehnen, die nicht im eigenen Adressbuch stehen. Auch lassen sich nicht alle Teilnehmer eines Spam-Gruppenanrufs gleichzeitig blockieren - das muss für jeden einzelnen Teilnehmer erfolgen.

Blockierung von einzelnen Nummern scheint nur bedingt etwas zu bringen

Nutzer berichten unter anderem in Apples offiziellem Forum, dass sie in den vergangenen Tagen mehrere hundert Nummern blockiert haben. Aufgehört haben die Spam-Anrufe bislang allerdings nicht.

Bislang scheint die Lösung die teilweise oder komplette Deaktivierung von Facetime zu sein. Dies verhindert jedoch, dass Nutzer gewollte Anrufe über den Dienst erhalten. Die Anrufe wären wohl weniger ärgerlich, wenn Nutzer direkt alle Anrufer eines Calls blockieren könnten. Dann würden auch keine Rückrufe erfolgen, wie es sie aktuell gibt, wenn einfach aufgelegt wird.

Bis Apple eine derartige Möglichkeit anbietet, könnte die Deaktivierung von Facetime aber möglicherweise dazu führen, dass die Spam-Welle abebbt. Ob Apple ein Update mit einer Lösung plant, ist aktuell noch unbekannt.

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