Beifahrer hat Zugriff auf Streaming und Spiele
Anders als bei der Konkurrenz von Mercedes-Benz verschmelzen die beiden Displays nicht unter einer gemeinsamen Oberfläche. Mit einer Diagonale von 14,6 Zoll ist der Beifahrerbildschirm zudem kleiner als der Zentralbildschirm mit 17,9 Zoll. Vor allem für den chinesischen Markt ist der zusätzliche Bildschirm praktisch unverzichtbar, wobei der i7 auch einen großen, ausfahrbaren Monitor für die Fondpassagiere als Extra im Angebot hat.
Laut BMW erhält der Beifahrer den vollen Zugriff auf das Angebot von BMW-Entertainment, das unter anderem Video-Streaming, TV-Sender, Gaming und Musik umfasse. Für Videokonferenzen werde die Innenraumkamera verwendet. Die Kamera erkenne zudem, wenn der Fahrer durch den Blick auf den Bildschirm abgelenkt werde. Dann dunkele das Beifahrerdisplay automatisch ab. Bleibt der Beifahrersitz frei, schaltet der Bildschirm in einem reduzierten Modus und "fügt sich optisch fließend in die individuellen Anzeigen ein".
Digitaler Innenspiegel als sinnvolles Extra
Ein weiteres Novum für den Fahrer ist der optionale digitale Innenspiegel. Ein sinnvolles Extra, denn bei der Verwendung des großen Panoramabildschirms (Probefahrt) verdunkeln Sonnenblenden an den Seitenscheiben, im Dach und am Heckfenster den Fond. Eine auf der Heckablage integrierte Kamera ermöglicht in diesem Fall eine Sicht auf den rückwärtigen Verkehr.
Für eine Chaffeurlimousine wie den i7 ist die Ausstattung des rechten Rücksitzes eine wichtiges Verkaufsargument. Daher hat BMW auch dem ausklappbaren Monitor ein Upgrade verpasst. "Zum einen ist nun der gesamte 31,3 Zoll Touchscreen mit 8K-Auflösung samt all seiner Funktionen per Touch-Bedienung steuerbar", heißt es. Darüber hinaus könne künftig auf die BMW-Streamingplattform zugegriffen werden. Über die neu integrierte Kamera ließen sich nun auch Videogespräche führen.
Wie in der bisherigen Version bietet der i7 mit einem Radstand von 3,21 m reichlich Beinfreiheit auf den Rücksitzen. Die aufpreispflichtige Executive Lounge umfasst "eine integrierte Beinablage für den Platz hinter dem Beifahrersitz sowie eine optional gesteppte und beheizbare Armauflage mit hochwertigem Glaseinsatz und integrierter Smartphone-Ablage für induktives Laden". Zudem kann der Beifahrersitz vollständig nach vorn gefahren und dessen Lehne maximal nach vorn geneigt werden. Um dem Fahrer den Blick in den rechten Seitenspiegel zu erhalten, sei der Verstellmechanismus optimiert worden.
Nicht mehr so aggressive Front
Von außen wirkt die Limousine mit ihrer Länge von 5,39 m weiterhin sehr wuchtig, um nicht zu sagen protzig. Die breite Niere wirkt jedoch dezenter, weil die Lamellen nicht mehr vertikal, sondern horizontal ausgerichtet sind und unauffälliger wirken. Dadurch erscheint die Front weniger zähnefletschend und aggressiv.
Nur noch schmale Schlitze sind für Tagfahrlicht, Positionslicht und Blinker vorgesehen. Die eigentlichen Scheinwerfer für Fern- und Abblendlicht versetzt BMW in die deutlich breiter gewordenen Lufteinlässe. Insgesamt wirkt die Front dadurch aufgeräumter. Adaptive LED-Scheinwerfer einschließlich Abbiegelicht sowie Matrixfernlicht mit bis zu 600 Metern Reichweite und blendfreiem Fernlichtassistenten sind serienmäßig vorhanden.
Wie bereits bekannt, verzichtet BMW bei seinem Topmodell künftig auf den Staupiloten nach der Automatisierungsstufe 3. BMW begründete den Schritt mit dem eingeschränkten Kundennutzen und mangelnder Nachfrage.
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