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Facebooks Digitalwährung: Frankreich möchte Libra in Europa stoppen

Der französische Finanzminister möchte Libra auf europäischem Boden nicht erlauben, auch die Bundesregierung hat starke Bedenken.

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Facebooks Digitalwährung Libra erntet Kritik vonseiten der Politik.
Facebooks Digitalwährung Libra erntet Kritik vonseiten der Politik. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire hat Facebooks Digitalwährung Libra in einer Rede auf einer Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu Kryptowährungen in Paris kritisiert. Libra gefährde die Währungshoheit der Staaten. "Ich möchte das in aller Deutlichkeit sagen: Unter diesen Umständen können wir die Entwicklung von Libra auf europäischem Boden nicht erlauben." Zuerst hatten der Sender CNBC und die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

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Ein Zahlungsmittel in den Händen eine Privatunternehmens, berge systemische Risiken, warnte Le Maire. Es könnten "erhebliche Störungen im Finanzsystem" auftreten. In den zurückliegenden Monaten erntete die Digitalwährung viel Kritik von Seiten der Politik. Auch Le Maire hatte Libra bereits mehrfach kritisiert. Facebook kündigte an, die Kritik vor der Veröffentlichung ausräumen zu wollen.

Bundesregierung steht Libra kritisch gegenüber

Auch die Bundesregierung sieht Facebooks Digitalwährung kritisch. Da Stablecoins wie Facebooks Libra an Währungen und Staatsanleihen gebunden sind, befürchtet die Bundesregierung eine große Nachfrage nach Staatsanleihen durch die Herausgeber der Stablecoins. Das könne Marktverzerrungen auslösen. Diese könnten sogar die Effektivität der Geldpolitik beschneiden, zitiert das Handelsblatt aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage.

"Voraussetzung für die Fähigkeit der Zentralbank, die kurzfristigen Zinssätze am Interbankenmarkt zu beeinflussen, ist ihre Rolle als alleiniger Bereitsteller von Zentralbankgeld", zitiert das Handelsblatt die Bundesregierung. "Falls diese Nachfrage durch eine entsprechende Verlagerung auf private Stablecoins stark zurückginge, könnte die Fähigkeit der Zentralbank, das kurze Ende der Zinsstrukturkurve zu steuern, beeinträchtigt werden." Zudem befürchtet die Regierung eine "Verschiebung des Kreditgeschäfts aus dem Bankensystem in das Umfeld von Stablecoins, Veränderungen auf den Wertpapier- und Devisenmärkten oder bei internationalen Kapitalströmen".

Facebook hat die Pläne für seine Digitalwährung Libra am 18. Juni offiziell bekanntgegeben. Zuvor waren bereits mehrfach Informationen geleakt worden. Zwar soll Libra wie Bitcoin und Ethereum auf der Blockchain basieren, im Unterschied zu diesen aber eine stabile Währung sein, ein sogenannter Stablecoin. Libra soll 2020 auf den Markt kommen.

Anfang Januar 2018 hatte Facebook sämtliche Werbung für Kryptowährungen von seiner Seite verbannt. Der Kurs von Bitcoin brach daraufhin um etwa zehn Prozent ein. Nach dem Werbeverbot war Facebook selbst wegen diverser Datenskandale in die Schlagzeilen geraten. Erst im März wurde bekannt, dass das Unternehmen die Passwörter von vielen Millionen Facebooknutzern im Klartext speicherte. Bei manchen Nutzern verlangte Facebook während des Registriervorgangs das private Passwort des E-Mail-Kontos.

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demon driver 13. Sep 2019

[...] [...] Siehe auch hier: www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-4-die-politik-der...


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