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Facebook, Youtube und Twitter: US-Visum möglicherweise nur gegen Passwort

In der neuen US-Regierung gibt es offenbar Überlegungen, dass Reisende mit Visum ihre Passwörter für Facebook und andere soziale Netzwerke herausgeben müssen.
/ Peter Steinlechner
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US-Heimatschutzminister John Kelly bei der Anhörung vor dem Kongress (Bild: C-Span)
US-Heimatschutzminister John Kelly bei der Anhörung vor dem Kongress Bild: C-Span

Der neue Minister für Heimatschutz in den USA, John Kelly, hat in einer Anhörung vor dem Kongress(öffnet im neuen Fenster) seine Überlegungen über eine Verschärfung der Einreisebestimmungen dargelegt. Dabei hat Kelly gesagt, dass Bewerber für ein Visum möglicherweise ihre Passwörter für soziale Netzwerke offenlegen müssten.

"Es könnte sein, dass wir an ihre sozialen Medien mit den Passwörtern heranwollen" , so Kelly. "Wenn jemand in unser Land möchte, wollen wir ihn etwa fragen: Was für Webseiten besuchen Sie? Geben Sie uns das Passwort. Wenn Sie nicht kooperieren, kommen Sie nicht rein."

Ob Kelly über die Herausgabe der Passwörter von Visa-Antragstellern aus aller Welt nachdenkt oder ob es primär um die Staatsangehörigen der jüngst von einem Einreiseverbot betroffenen sieben vorwiegend muslimischen Länder geht, ist nicht ganz klar.

Seit Ende 2016 werden alle Reisenden , die per Visum oder Esta (Electronic System for Travel Authorization) in die USA wollen, nach ihren Konten auf Youtube, Twitter, Github, Google+, Facebook und anderen Portalen gefragt – aber nicht nach den Passwörtern. Die Angabe der Konten ist zwar freiwillig, trotzdem dürfte sich ein Großteil der Betroffenen zur Auskunft gedrängt fühlen.


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