Abo
  • Services:

Mehrwöchiges Prozesstraining für neue Mitarbeiter

Von den 650 Beschäftigten kamen 106 auf Empfehlung bisheriger Mitarbeiter dazu. Alle drei Mitarbeiter, mit denen die Journalisten sprechen können, sind seit mehr als einem Jahr dabei und stießen auf der Suche nach einem stabilen Job auf die Lösch-Tätigkeit: eine Grafik-Designerin, eine Social-Media-Managerin, ein Landschaftsgärtner. Für Neuzugänge gebe es zunächst eine Woche Orientierung, dann ein mehrwöchiges Prozesstraining für bestimmte Tätigkeiten, erklärt Facebook-Manager Walter Hafner. Bevor jemand in einen neuen Bereich wechsele, laufe er erst einmal probeweise "als Schatten" mit, "Shadowing" heißt das hier.

Schnelles Eingreifen bei High-Priority-Content

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. Atlastitan, Bremen

Das Enthauptungsvideo, das die Mitarbeiterin so schockierte, bekam sie noch in der Orientierungsphase zu sehen. Später habe sie auch mit sogenanntem "High-Priority-Content" gearbeitet - zum Beispiel Selbstverletzungen und Suizidgefahr, also Situationen, in denen schnelles Eingreifen nötig ist. "Da habe ich dann festgestellt, dass ich es nicht so gut wegstecken kann und darum gebeten, das nicht mehr machen zu müssen." Wie lange man diesen Job machen könne? "Jahrelang auf jeden Fall nicht, man möchte sich ja auch weiterentwickeln."

Ihr Kollege, ein Mittzwanziger, ist härter im Nehmen. "Mich persönlich hat der Inhalt nie gestört", sagt er. "Nicht dass ich das schön finde, aber ich konnte immer gut trennen zwischen Arbeit und Persönlichem." Das sei hier auch gefragt. Was er in seinem Job gesehen habe, will einer der Journalisten wissen. Kinderpornos? "Ja." Tierquälerei? "Ja.". Mord, Totschlag? "Ja eigentlich alles." Einmal sei er beim Psychologen gewesen, um präventiv zu sprechen.

Man kann es nicht anders sagen: Die Leute, die hier arbeiten, nehmen es auf sich, menschliche Filter für den Unrat im Internet zu sein. Der Job verändere einen, räumen die Mitarbeiter ein. "Es sensibilisiert auf jeden Fall", sagt eine von ihnen. Man sehe in der S-Bahn eine Frau mit Narben an der Hand, die einem vielleicht nicht aufgefallen wäre, wenn man sich nicht mit Selbstverletzungen beschäftigt hätte. "Leute tun sich grausame Sachen an", sagt ihre Kollegin. "Ich persönlich hatte schon vorher nicht so viel Glauben in die Menschheit und jetzt so gut wie gar keinen mehr."

 Facebook: "Wir retten Leben!"
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)
  3. 4,99€

Gryphon 12. Jul 2017

Okay, verstehe. Vielen Dank für den Hintergrund!

cry88 12. Jul 2017

84% aller gescheiterten Selbstmörder sind froh darüber, dass der Versuch gescheitert...

Bouncy 11. Jul 2017

Und? Wenn ein drogensüchtiger Nazi besonders gut im Löschen von Snuff ist kann er doch...

triplekiller 11. Jul 2017

über arvato hört man übles

deutscher_michel 11. Jul 2017

Ich habe am Wochenende ein paar Facebook Workshop Videos zum Thema Add-Tracking gesehen...


Folgen Sie uns
       


Steam Spy vor dem Aus - Bericht

Das Tool Steam Spy kann nach Valves Änderungen bei den Privatsphäre-Einstellungen des Onlineshops nach Angaben des Erfinders nicht länger funktionieren.

Steam Spy vor dem Aus - Bericht Video aufrufen
Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
    Digitalfotografie
    Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

    War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
    2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

    BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
    BeA
    Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

    Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
    Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

    1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
    2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
    3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

      •  /