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Im Berliner Löschteam von Facebook arbeiten rund 650 Mitarbeiter.
Im Berliner Löschteam von Facebook arbeiten rund 650 Mitarbeiter. (Bild: Dan Kitwood/Getty Images)

Mehrwöchiges Prozesstraining für neue Mitarbeiter

Von den 650 Beschäftigten kamen 106 auf Empfehlung bisheriger Mitarbeiter dazu. Alle drei Mitarbeiter, mit denen die Journalisten sprechen können, sind seit mehr als einem Jahr dabei und stießen auf der Suche nach einem stabilen Job auf die Lösch-Tätigkeit: eine Grafik-Designerin, eine Social-Media-Managerin, ein Landschaftsgärtner. Für Neuzugänge gebe es zunächst eine Woche Orientierung, dann ein mehrwöchiges Prozesstraining für bestimmte Tätigkeiten, erklärt Facebook-Manager Walter Hafner. Bevor jemand in einen neuen Bereich wechsele, laufe er erst einmal probeweise "als Schatten" mit, "Shadowing" heißt das hier.

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Schnelles Eingreifen bei High-Priority-Content

Das Enthauptungsvideo, das die Mitarbeiterin so schockierte, bekam sie noch in der Orientierungsphase zu sehen. Später habe sie auch mit sogenanntem "High-Priority-Content" gearbeitet - zum Beispiel Selbstverletzungen und Suizidgefahr, also Situationen, in denen schnelles Eingreifen nötig ist. "Da habe ich dann festgestellt, dass ich es nicht so gut wegstecken kann und darum gebeten, das nicht mehr machen zu müssen." Wie lange man diesen Job machen könne? "Jahrelang auf jeden Fall nicht, man möchte sich ja auch weiterentwickeln."

Ihr Kollege, ein Mittzwanziger, ist härter im Nehmen. "Mich persönlich hat der Inhalt nie gestört", sagt er. "Nicht dass ich das schön finde, aber ich konnte immer gut trennen zwischen Arbeit und Persönlichem." Das sei hier auch gefragt. Was er in seinem Job gesehen habe, will einer der Journalisten wissen. Kinderpornos? "Ja." Tierquälerei? "Ja.". Mord, Totschlag? "Ja eigentlich alles." Einmal sei er beim Psychologen gewesen, um präventiv zu sprechen.

Man kann es nicht anders sagen: Die Leute, die hier arbeiten, nehmen es auf sich, menschliche Filter für den Unrat im Internet zu sein. Der Job verändere einen, räumen die Mitarbeiter ein. "Es sensibilisiert auf jeden Fall", sagt eine von ihnen. Man sehe in der S-Bahn eine Frau mit Narben an der Hand, die einem vielleicht nicht aufgefallen wäre, wenn man sich nicht mit Selbstverletzungen beschäftigt hätte. "Leute tun sich grausame Sachen an", sagt ihre Kollegin. "Ich persönlich hatte schon vorher nicht so viel Glauben in die Menschheit und jetzt so gut wie gar keinen mehr."

 Facebook: "Wir retten Leben!"

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Gryphon 12. Jul 2017

Okay, verstehe. Vielen Dank für den Hintergrund!

cry88 12. Jul 2017

84% aller gescheiterten Selbstmörder sind froh darüber, dass der Versuch gescheitert...

Bouncy 11. Jul 2017

Und? Wenn ein drogensüchtiger Nazi besonders gut im Löschen von Snuff ist kann er doch...

triplekiller 11. Jul 2017

über arvato hört man übles

deutscher_michel 11. Jul 2017

Ich habe am Wochenende ein paar Facebook Workshop Videos zum Thema Add-Tracking gesehen...



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