Facebook: Whatsapp verschiebt Einführung der neuen Datenschutzregeln

Der Nachrichtendienst Whatsapp sieht sich als Opfer von Falschinformationen - nun sollen neue Datenschutzregeln im Mai 2021 in Kraft treten.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Logo von Whatsapp
Logo von Whatsapp (Bild: Carl Court/Getty Images)

Nach Kritik und einer Abwanderung von Nutzern verschiebt Whatsapp die Einführung der neuen Datenschutzregeln um gut drei Monate. Bisher sollten Nutzer bis zum 8. Februar 2021 den neuen Bedingungen zustimmen, wenn sie den zu Facebook gehörenden Chatdienst weiterhin nutzen wollten. Jetzt soll die neue Datenschutzrichtlinie erst vom 15. Mai an gelten.

Stellenmarkt
  1. Spezialistinnen*Spezialisten - Data Scientists, Data Engineers (m/w/d)
    Umweltbundesamt, Leipzig, Berlin, Dessau-Roßlau
  2. Forschungsreferent*in (m/w/d) im Bereich Forschungsdatenmanagement, Schwerpunkt technische ... (m/w/d)
    HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Göttingen
Detailsuche

Laut Whatsapp geht es bei den Änderungen vor allem darum, bessere Möglichkeiten für Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen. An der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer, aber nicht einmal für Whatsapp selbst im Klartext sichtbar sind, werde nicht gerüttelt.

Es sei auch keine erweiterte Datenweiterleitung an Facebook vorgesehen. Außerhalb der EU fließen einige Whatsapp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten - allerdings bereits seit dem Jahr 2016.

Whatsapp ist mit mehr als zwei Milliarden Nutzern der weltweit erfolgreichste Chatdienst gefolgt vom Facebook Messenger (1,3 Milliarden). In den vergangenen Wochen hatten Whatsapp-Rivalen wie Telegram, Signal oder Threema einen starken Zulauf gemeldet, weil Nutzer Whatsapp nach der Ankündigung der neuen Datenschutz-Richtlinie verließen.

Golem Karrierewelt
  1. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.11.2022, Virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Production Grade Deployments: virtueller Ein-Tages-Workshop
    08.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Whatsapp beklagte die Ausbreitung falscher Informationen über die Änderungen, die nunmehr bis Mitte Mai verstärkt ausgeräumt werden sollten.

Dass Whatsapp auch ein Kanal für die Kommunikation zwischen Unternehmen und deren Kunden werden soll, ist schon seit einiger Zeit eine zentrale Idee dafür, wie Facebook schließlich Geld mit dem Chatdienst verdienen könnte. Das Online-Netzwerk hatte Whatsapp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden US-Dollar gekauft.

Eine weitere Überlegung war Werbung im sogenannten Status-Bereich der App, in dem Nutzer für einen Tag Fotos für ihre Kontakte veröffentlichen können. Dies wurde aber auf Eis gelegt.

Die Gründer von Whatsapp, Jan Koum und Brian Acton, verließen Facebook vor einigen Jahren. Laut Medienberichten gab es Meinungsverschiedenheiten mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica schloss sich Acton Aufrufen an, Facebook zu verlassen.

Mark Zuckerberg stellte zugleich schon vor einiger Zeit den Plan vor, Facebook insgesamt verstärkt auf komplett verschlüsselte Kommunikation auszurichten. Auch sollen sich Whatsapp, der Facebook Messenger und die Chatfunktion von Instagram eine technische Plattform teilen.

Aktuell fordern die US-Regierung und mehr als 40 Bundesstaaten eine Zerschlagung Facebooks mit einer Abspaltung von Whatsapp und Instagram. Eine gemeinsame technische Infrastruktur würde solche Vorhaben erschweren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


sven-hh 18. Jan 2021

immerhin wirst du nicht geblockt wie einige wendler/hildmann-Anhänger im Sommer.... stumm...

sven-hh 18. Jan 2021

oder wen man eigentlich mochte, die person sich aber viel zu wichtig nahm und das...

Steven Lake 18. Jan 2021

Ist es nicht allgemein so dass fast alles für China in 2 Versionen existiert? Einmal das...

Megusta 17. Jan 2021

Trauriger Weise ist das nicht so einfach, wenn du eine Gruppe mit Arbeitkollegen hast...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Die große Umfrage
Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023

Golem.de und Statista haben 23.000 Fachkräfte nach ihrer Arbeit gefragt. Das Ergebnis ist eine Liste der 175 besten Unternehmen für IT-Profis.

Die große Umfrage: Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023
Artikel
  1. USB-C: Europaparlament macht Weg für einheitliche Ladekabel frei
    USB-C
    Europaparlament macht Weg für einheitliche Ladekabel frei

    In der EU gibt es künftig eine Standard-Ladebuchse für Smartphones und weitere Elektrogeräte. Die IT-Wirtschaft sieht die Einigung kritisch.

  2. Monitoring von Container-Landschaften: Prometheus ist nicht alles
    Monitoring von Container-Landschaften
    Prometheus ist nicht alles

    Betreuer von Kubernetes und Co., die sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigen, nehmen beim metrikbasierte Monitoring unwissentlich einige Nachteile in Kauf. Eventuell ist es notwendig, den üblichen Tool-Stack zu ergänzen.
    Von Valentin Höbel

  3. Halbleiterfertigung: Micron baut 100-Milliarden-Dollar-Chipfabrik
    Halbleiterfertigung
    Micron baut 100-Milliarden-Dollar-Chipfabrik

    Im US-Bundesstaat will Micron eine der größten Chipfabriken der USA bauen. In ihrem Umfeld sollen bis zu 50.000 Arbeitsplätze entstehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 3 Spiele für 49€ • Saturn Gutscheinheft • Günstig wie nie: LG OLED 48" 799€, Xbox Elite Controller 2 114,99€, AOC 28" 4K UHD 144 Hz 600,89€, Corsair RGB Midi-Tower 269,90€, Sandisk microSDXC 512GB 39€ • Bis zu 15% im eBay Restore • MindStar (PowerColor RX 6700 XT 489€) [Werbung]
    •  /