Facebook: Viele Nutzer bleiben bei Whatsapp

Eine Umfrage zeigt, dass viele Nutzer bei der Facebook-App bleiben. Viele wollten Whatsapp nach der Ankündigung neuer Datenschutzregeln eigentlich verlassen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Whatsapp kann viele Nutzer halten.
Whatsapp kann viele Nutzer halten. (Bild: Pixabay/Pixabay-Lizenz)

Die monatelange Kontroverse um die neuen Datenschutz-Regeln bei Whatsapp hat für Facebooks Chatdienst bisher nur geringe Folgen in Deutschland. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 79 Prozent an, dass sie die App auf ihrem Smartphone haben und auch nutzen. Gut die Hälfte der Whatsapp-Nutzer (52 Prozent) stimmte demnach den Mitte Mai in Kraft getretenen neuen Bestimmungen bereits zu.

Stellenmarkt
  1. (Junior) Cloud Compliance Engineer (m/w/d)
    Interhyp Gruppe, München
  2. System Developer Inhouse (m/w/d)
    AUSY Technologies Germany AG, München
Detailsuche

13 Prozent der Befragten gaben an, die App löschen zu wollen. Rund die Hälfte von ihnen hatte schon vorher Datenschutz-Bedenken, fünf Prozent der von Yougov Deutschland Befragten kamen erst mit der Debatte um die neuen Bestimmungen Zweifel - und zwei Prozent wollen demnach weg, weil auch viele Ihrer Kontakte Whatsapp entfernt hätten. Befragt wurden 2.029 Personen im Juni 2021.

Ob es tatsächlich zum dauerhaften Abschied von Whatsapp kommt, bleibt allerdings abzuwarten. In den vergangenen zwölf Monaten löschten nur drei Prozent der Befragten die App von ihren Smartphones. Und insgesamt gaben acht Prozent an, dass sie Whatsapp schon einmal entfernt hätten - aber dann zurückkehrten, weil zu viele ihrer Kontakte über den Dienst zu erreichen waren.

Viele Nutzer haben Datenschutzbedenken

Zugleich hat fast die Hälfte der Whatsapp-Nutzer kein gutes Gefühl, was den Datenschutz angeht. So hat jeder Dritte zwar Bedenken - bleibt aber, weil dort die Kontakte zu erreichen sind. Weitere 14 Prozent zweifeln, kennen jedoch keine gute Alternative. Keine Datenschutz-Bedenken haben 28 Prozent.

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
  2. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  3. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
Weitere IT-Trainings

Whatsapp hat mehr als zwei Milliarden Nutzer. Der Dienst wurde in den vergangenen Monaten nach der Ankündigung neuer Nutzungsregeln stark kritisiert. Auslöser war die Einschätzung, dass mit dem Update mehr Daten mit der Konzernmutter Facebook geteilt werden könnten.

Whatsapp weist dies als Missverständnis zurück und erklärt, die Änderungen sollten vor allem eine Grundlage für die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden schaffen. Zugleich ließ der Dienst Pläne zunächst fallen, mit der Zeit den Funktionsumfang für die Nutzer, die den Regeln nicht zustimmen, stark einzuschränken.

Facebook will mit Whatsapp endlich Geld verdienen

Die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden ist der aktuelle Plan, wie Facebook schließlich Geld mit Whatsapp verdienen will. Das weltgrößte Online-Netzwerk übernahm Whatsapp 2014 für am Ende rund 22 Milliarden Dollar. Mit dem Kauf nahm Facebook zwar einen potenziellen Rivalen vom Markt, der Dienst trug bisher aber kaum zum Konzerngewinn bei.

Die populärste Whatsapp-Alternative unter den wenigen potenziellen Abwanderern ist der Umfrage zufolge Signal mit 27 Prozent. Fast gleichauf mit Signal lag in der Gunst der Whatsapp-Alternativen Telegram. Für die vom Gründer des russischen Facebook-Klons VKontakte, Pawel Durow, betriebene App wollen sich 26 Prozent entscheiden. Der Dienst Threema kam auf 16 Prozent, zu Facebooks hauseigener Alternative Messenger wollen 13 Prozent wechseln. Auf die klassische SMS statt Ende-zu-Ende verschlüsselter Chatdienste wollen 15 Prozent zurückgreifen.

Auch bei denen, die Whatsapp bereits verlassen haben, führt Signal mit 28 Prozent als Alternative. Jeweils rund jeder Fünfte unter ihnen nutzt Threema und Telegram, sowie 15 Prozent den Facebook Messenger.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
CDU-Sicherheitslücke
Juristische Drohungen schaden der IT-Sicherheit

Dass eine Person, die verantwortungsvoll eine Sicherheitslücke gemeldet hat, dafür juristischen Ärger bekommt, ist fatal und schadet der IT-Sicherheit.
Ein IMHO von Hanno Böck

CDU-Sicherheitslücke: Juristische Drohungen schaden der IT-Sicherheit
Artikel
  1. Kritik der Community: Microsoft schaltet Kommentare unter Windows-11-Video ab
    Kritik der Community
    Microsoft schaltet Kommentare unter Windows-11-Video ab

    In einem Youtube-Video verteidigt Microsoft die Bedingungen von Windows 11. Die Community ist außer sich, Kommentare werden geblockt.

  2. Connect-App: CDU zeigt offenbar Hackerin nach Melden von Lücken an
    Connect-App  
    CDU zeigt offenbar Hackerin nach Melden von Lücken an

    Nach dem Auffinden einer Lücke in einer CDU-App zeigt die Partei nun die Finderin an. Der CCC will deshalb keine Lücken mehr an die CDU melden.

  3. Datenübertragung: Flüssigkernfaser könnte Glasfaser ersetzen
    Datenübertragung
    Flüssigkernfaser könnte Glasfaser ersetzen

    Schweizer Forscher haben eine Faser entwickelt, die Daten genauso gut überträgt wie eine Glasfaser, aber dieser gegenüber Vorteile hat.

COMWrapper 20. Jun 2021 / Themenstart

Es spricht aber auch nichts dagegen, einfach mehrere Messenger installiert zu haben. In...

Auspuffanlage 20. Jun 2021 / Themenstart

Ist halt Deutschland... Sind wir darin nicht Weltmeister? Für die "Wenn es dir hier...

dummzeuch 20. Jun 2021 / Themenstart

Wer hätte das gedacht? Keiner der bisherigen Skandale und Schweinereien, die sich...

Spiritogre 19. Jun 2021 / Themenstart

D.h. die ganze Führungsetage inkl. dem VW Chef sitzt im Knast und wurde ausgetauscht...

us61170 19. Jun 2021 / Themenstart

Auch hier muss man nicht mitspielen. Bei staatlichen Dingen ist das anders ;-)

Kommentieren



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Speicherwoche bei Saturn Samsung • Robas Lund DX Racer Gaming-Stuhl 153,11€ • HyperX Cloud II Gaming-Headset 59€ • Bosch Professional Werkzeuge und Messtechnik • Samsung Galaxy Vorbesteller-Aktion • Speicherwoche bei Media Markt • 60 Jahre Saturn-Aktion [Werbung]
    •  /