Abo
  • Services:

Facebook: Unternehmen bekamen ohne Erlaubnis weiterhin Freunde-Daten

Die Datenschutzverstöße bei Facebook gehen weiter. Facebook hat zugegeben, mehreren Unternehmen auch nach 2015 Zugriff auf Freunde-Daten zu gewähren - ohne Erlaubnis.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook hat Daten ohne Genehmigung weitergegeben.
Facebook hat Daten ohne Genehmigung weitergegeben. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Facebook kommt weiterhin nicht zur Ruhe - das soziale Netzwerk sieht sich neuen Vorwürfen ausgesetzt, Datenschutzeinstellungen der Nutzer ignoriert zu haben. Eine nicht bekannte Anzahl von Unternehmen soll auch nach 2015 weiterhin Zugriff auf Freunde-Daten erhalten haben, auch wenn diese einer Datenweitergabe ausdrücklich nicht zugestimmt haben, berichtet das Wall Street Journal. Eigentlich hatte das soziale Netzwerk den unkontrollierten Zugriff auf Daten von Freunden seiner Nutzer 2014 gesperrt. Ausgewählten Partnern wurde eine Übergangsfrist bis Mai 2015 gewährt. Und seitdem muss die Zustimmung des Anwenders vorliegen, wenn seine Daten als Freunde-Daten an andere Unternehmen oder Personen weitergegeben werden dürfen.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

An diese Vorgaben hat sich Facebook selbst aber nicht gehalten. Aus Gerichtsdokumenten, offiziellen Facebook-Aussagen und Schilderungen von Personen, die mit solchen Vorfällen betraut sind, geht hervor, dass Unternehmen sehr wohl weiterhin Zugriff auf Freunde-Daten erhalten haben. Dazu gehören laut diesen Angabe der der Autohersteller Nissan sowie die größte Bank Kanadas, die Royal Bank of Canada (RBC). Beide Unternehmen hätten auf Facebook geworben oder seien aus anderen Gründen für Facebook wertvoll gewesen. So kam es zu speziellen Vereinbarungen zwischen den Unternehmen und Facebook. Mittlerweile soll es keine aktiven Vereinbarungen mehr geben. Wie lange diese liefen, ist aber nicht bekannt.

Mit dem Vorgang vertraute Personen berichten, dass im Zuge dessen Telefonnummern der Nutzer ohne Zustimmung weitergegeben wurden. Zudem wurde ohne Einverständnis der Betroffenen der Friend Link weitergereicht, ein Verfahren, mit dem Facebook misst, wie nah sich Personen stehen.

Facebook rechtfertigt sich

Facebook rechtfertigt sich damit, dass nur wenige solcher Vereinbarungen existiert hätten - eine Zahl nennt der Anbieter allerdings nicht. Es sei lediglich das Ziel gewesen, die Nutzung für den Kunden zu verbessern oder neue Funktionen zu testen, heißt es weiter. Zudem sollte Partnern damit ermöglicht werden, Datenaustauschprojekte zu Ende zu führen, die ansonsten hätten abgebrochen werden müssen. Laut Facebook hatten solche Vereinbarungen Laufzeiten von Wochen oder Monaten.

Die jetzt bekannt gewordenen Vereinbarungen sind noch einmal etwas anderes als die geheime Datenweitergabe an mehr als 60 Gerätehersteller. Diese hatten Zugriff auf Nutzerdaten sowie Daten der Freunde von Facebook-Nutzern und bei Bedarf auch noch die Daten von deren Freunden erhalten, obwohl auch dies eigentlich einer Zustimmung des betreffenden Nutzers bedarf. Dieses Vorgehen soll nun genauer untersucht werden.

Nur einige Tage später wurde bekannt, dass im Mai 2018 ein Fehler bei Facebook dazu geführt hat, dass als privat markierte Einträge auf den Facebookseiten von rund 14 Millionen Nutzern stattdessen als öffentlich gekennzeichnet wurden. Somit konnten deutlich mehr Personen die Inhalte sehen als von den Nutzern beabsichtigt.



Anzeige
Hardware-Angebote

holaBrien 11. Jun 2018

Kommt jetzt darauf an, wen du mit "die" genau meinst. Wenn damit z.B. die "freie...

holaBrien 11. Jun 2018

Wer FB jetzt noch privat nutzt, ist offiziell faul & dumm! Nein, Konsequenzen muss man...

DY 11. Jun 2018

Stimmt, ist so. Auch dass annähernd 1000 CEO und Vize CEO in USA den Sessel geräumt...

DY 11. Jun 2018

Guter Beitrag. Mit Pflastersteine Porsches zu demolieren ist einfach Kinderwelt, weil...

DY 11. Jun 2018

aber ändern wird sich nichts. FB weiß dass sie es machen können. Die gewählten Politiker...


Folgen Sie uns
       


Command and Conquer (1995) - Golem retro_

Grünes Gold, Kane und - jedenfalls in Deutschland - Cyborgs statt Soldaten stehen im Mittelpunkt aller Nostalgie für Command & Conquer.

Command and Conquer (1995) - Golem retro_ Video aufrufen
Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  2. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank
  3. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar

Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  2. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant
  3. Smart Tab Lenovo zeigt Mischung aus Android-Tablet und Echo Show

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /