Abo
  • Services:

Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus

Der erste Shitstorm hat sich gelegt. Und Oculus gehört immer noch Facebook. Was ändert das jetzt? Und was bedeutet das für die Zukunft? Wer sich mit Entwicklern und Experten unterhält, der kann einige erste Schlüsse ziehen.

Artikel von Jan Bojaryn veröffentlicht am
Ein Messebesucher auf der CES 2014 probiert das Oculus Rift aus.
Ein Messebesucher auf der CES 2014 probiert das Oculus Rift aus. (Bild: Robyn Beck/AFP/Getty Images)

Facebook war schonmal populärer. Die Abkehr junger Nutzer, dazu nagende Debatten über Werbung und Privatsphäre haben dem Unternehmen zugesetzt. Oculus hatte dagegen bisher nur Sympathien: der charmante Überflieger Palmer Lucky als Gesicht der Firma, die Liebesgeschichte mit Code-Legende John Carmack, der inspirierende Kickstarter-Erfolg. Kein Wunder also, dass auf den Facebook-Deal jede Menge Häme, Hass und Witze über VR-Farmville folgten.

Trotzdem kommen wir zu Prognose 1 zum Kauf von Oculus Rift durch Facebook:

1. Kurzfristig ist der Deal sehr gut für VR.

So sehr man sich auch über den konkreten Käufer wundern mag - ohne große Partner hätte das Rift die hohen Erwartungen kaum erfüllen können. Wer nicht gerade enttäuschte Indie-Entwickler und beleidigte Kickstarter-Backer befragt, der bekommt immer wieder die gleiche Einschätzung zu hören: Der große Partner ist nötig. Facebook steigert die Erfolgschancen des Oculus Rift immens.

Hannes Kaufmann etwa forscht an der Wiener University of Technology zu VR-Themen und hat selbst verschiedene Projekte in die Praxis umgesetzt. Er spricht einfache marktwirtschaftliche Realitäten an: "Die Investition setzt ein Signal für den VR-Markt. Sie schafft erst einen größeren VR-Markt. Bisher wurde VR in vielen Kreisen nicht als potenziell interessant angesehen, jetzt wird es zumindest als mögliche Investition betrachtet. Das erzeugt neue Firmen, neue Produkte, Konkurrenz und dadurch Dynamik."

Stellenmarkt
  1. matrix technology AG, München
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg

Will Provancher entwickelt die Controller-Technologie Reactive Grip, mit der Haptik in die VR einziehen soll. Als Gründer eines Startups hegt er keine romantischen Träume. Er hat die finanzielle Dimension im Blick: "Mit dem Kapital kann Oculus nicht nur tolle Hardware herstellen, sondern auch Entwickler umwerben. Außerdem können sie jetzt noch mehr gute PR- und Marketingleute anstellen und so ihre Sichtbarkeit erhöhen."

Entwickler sind ebenfalls nicht automatisch enttäuscht. Owlchemy Labs etwa, das mit dem auf VR portierten Basejump-Spiel Aaaaaculus! den bisher erfolgreichsten Titel des Oculus Share Stores vorgelegt hat, spricht einfache Wahrheiten aus: "Oculus hat jetzt das nötige Kapital, um das Rift zu einem Massenprodukt zu machen und direkt mit Sonys Brille zu konkurrieren. Wettbewerb ist gut für Konsumenten."

Cloudhead Games gehören zu jenen Entwicklern, die alles auf VR setzen. Ihr Projekt The Gallery setzt mit komplexer Bewegungssteuerung voll auf virtuelle Realität. Auch sie halten den Deal nicht nur für positiv, sondern für essenziell: "Er hat einer breiten Öffentlichkeit die Wiedergeburt von VR demonstriert. Der Deal wird die ersten Verkäufe beschleunigen, er wird Innovation fördern, und, noch wichtiger, er wird auch Konkurrenz im VR-Sektor schaffen. Wie auch immer man zu Facebook steht - man kann gar nicht leugnen, dass der Deal ein großer Gewinn für VR ist. Die Technologie erweist sich als wachstumsfähig und in der Lage, einen Paradigmenwechsel herbeizuführen."

Man könnte auch einfach Mark Zuckerberg persönlich glauben. In der öffentlichen Bekanntgabe des Kaufs schreibt er: "Die Technologie von Oculus erlaubt völlig neue Erfahrungen. Immersives Gaming wird die erste davon sein und hier hat Oculus bereits große Pläne, die sich nicht ändern werden und die wir zu beschleunigen hoffen." Stimmt das, dann haben VR-Fans zumindest anfangs nur Gutes von dem Deal zu erwarten.

2. Der Riss in der Entwicklerszene bleibt 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. MSI X370 Gaming Plus + AMD Ryzen 5 1600 für 199€ statt ca. 230€ im Vergleich und Cooler...
  2. 159€ (Vergleichspreis 189,90€)
  3. 66,99€ (Vergleichspreis 83,98€) - Aktuell günstigste 500-GB-SSD!
  4. (u. a. WD Elements Portable 2 TB für 61,99€ statt 69,53€ im Vergleich und SanDisk Ultra...

M.Kessel 21. Apr 2014

Die Shitstürme haben aber auch eine realen Grund. Failbook hat bewiesen, das sie die...

M.Kessel 21. Apr 2014

Für mich ist diese Hardware damit gestorben. Es geht vielen anderen Spielern wie mir...

schueppi 16. Apr 2014

Also auf dem Mun bin ich leider zerschellt... Der kam schnell näher... ^^

Astarioth 15. Apr 2014

... also macht schneller :-) Der Rasenmähermann wird Wirklichkeit ! Was will man mehr ?

LastUnicorn 15. Apr 2014

Selten zuvor hatte ich das Gefühl in so kurzer Zeit soviel über Menschen und ihre...


Folgen Sie uns
       


Rebble Pebble - Test

Pünktlich zur Abschaltung der Pebble-Server hat das Rebble-Projekt seine Alternative gestartet. Der Rebble-Server bringt Funktionen wie den Appstore und die Wetteranzeige in der Timeline zurück. Ganz perfekt ist der Ersatz aber noch nicht.

Rebble Pebble - Test Video aufrufen
Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Amazon Alexa: Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass
Amazon Alexa
Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass

Amazon hat einen Subwoofer speziell für Echo-Lautsprecher vorgestellt. Damit sollen die eher bassarmen Lautsprecher mit einem ordentlichen Tiefbass ausgestattet werden. Zudem öffnet Amazon seine Multiroom-Musikfunktion für Alexa-Lautsprecher anderer Hersteller.

  1. Beosound 2 Bang & Olufsen bringt smarten Lautsprecher für 2.000 Euro
  2. Google und Amazon Markt für smarte Lautsprecher wächst weiter stark
  3. Alexa-Soundbars im Test Sonos' Beam und Polks Command Bar sind die Klangreferenz

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

    •  /